Schari

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Schari
Chari
Einzugsgebiet des Schari

Einzugsgebiet des Schari

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Zentralafrikanische Republik, Kamerun, Tschad
Flusssystem Schari
Quellgebiet Zentralafrikanische RepublikVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung Tschadsee (abflusslos)12.90944444444414.565Koordinaten: 12° 54′ 34″ N, 14° 33′ 54″ O
12° 54′ 34″ N, 14° 33′ 54″ O12.90944444444414.565
Vorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 1400 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 603.275 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel N'DjamenaVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
1059 m³/s
Linke Nebenflüsse Ouham, Logone
Rechte Nebenflüsse Salamat; Bahr Aouk; Bahr Keïta
Großstädte N'Djamena, Sarh
Blick auf den Schari

Blick auf den Schari

Der Schari (in der französischen Schreibweise Chari) ist der 1.400 km lange Hauptzufluss des afrikanischen Tschadsees.

Beschreibung[Bearbeiten]

Seine Quellflüsse entspringen zum Teil dem Darfur, der Nordäquatorialschwelle und dem Hochland von Adamaua. Seine wichtigsten Quellflüsse sind der Bahr Salamat/Bahr Azoum, Bahr Aouk, Bahr Sara, Logone und Ouham. Sein ca. 604.000 km² großes Wassereinzugsgebiet wird auch als Schari-Logone-Becken bezeichnet, dieses füllt den größten Teil des südlichen Tschadbeckens aus[1]. In diesem Einzugsgebiet seiner Quellflüsse liegen unter anderen der Iro-See, das Mare de Tizi, Nationalpark Zakouma, Nationalpark André-Félix, Nationalpark Bamingui-Bangoran und der zum UNESCO-Welterbe gehörende Nationalpark Manovo-Gounda Saint Floris.

Der Bahr Azoum und Salamat durchqueren auf ihrem Weg durch das südliche Tschadbecken eine Ebene die sie in der Regenzeit des westafrikanischen Monsuns großflächig überschwemmen. Diese Überflutungsebene wurde unter dem Titel Plaines d'inondation des Bahr Aouk et Salamat auf einer Fläche von 49.222 km² zu einem Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung erklärt und unter den Schutz der Ramsar-Konvention gestellt. Es ist das weltweit drittgrößte Schutzgebiet der Ramsar-Konvention[2].

Ab dem Zusammenfluss des Salamat, Azoum und Ouham bei Sarh spricht man eigentlich erst vom Schari, dieser fließt dann generell in nordwestlicher Richtung. Er fließt dann am Nationalpark Manda vorbei und bei Miltou zweigt der Bahr Erguig vom Schari ab. Dieser quert das bedeutende Feuchtgebiet in der Plaine de Massenya, bevor er 400 km flussabwärts sich wieder mit dem Schari vereint[3].

Bei N'Djamena vereinigt sich der Schari mit seinem bedeutendsten Nebenfluss, dem 960 km langen Logone. Danach bildet der Fluss die Grenze zu Kamerun und mündet etwas weiter nördlich in den Tschadsee.

Der Schari ist bedeutend für die lokale fischverarbeitende Industrie, einer seiner beliebtesten Fische ist der Nilbarsch.

Hydrometrie[Bearbeiten]

Die Durchflussmenge des Flusses wird seit 58 Jahren (1933-91) in N'Djamena, der Hauptstadt des Tschad, nicht weit flussaufwärts von der Mündung des Schari in den Tschadsee beobachtet.[4] Die in N'Djamena beobachtete mittlere jährliche Durchflussmenge betrug in diesem Zeitraum 1.059 m³/s gespeist von ca. 604.000 km ², fast dem gesamten Einzugsgebiet.

Der Schari ist ein sehr großer Fluss, fließt aber sehr unregelmäßig, wie die meisten Flüsse in der Region. In dem Beobachtungszeitraum von 58 Jahren wurde eine minimale Durchflussmenge von 8 m³/s (nahezu komplett trocken) und eine maximale Durchflussmenge von 4.846 m³/s registriert.

Die durchschnittliche monatliche Durchflussmenge des Flusses Schari gemessen an der hydrologischen Station von N'Djamena (in m³/s)
(Berechnet mit den Daten eines Zeitraums von 58 Jahren, 1933-91)

Weiteres[Bearbeiten]

Der Fluss wird im Text der kamerunischen Nationalhymne erwähnt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rivers and Drainage in Chad
  2. Chad Designates Enormous Wetland Reserve (englisch)
  3. The Annotated Ramsar List: Chad
  4. GRDC - Der Schari in N'Djamena