Scharif-Universität für Technologie

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Die Scharif-Universität für Technologie (persisch ‏دانشگاه صنعتی شریف‎), früher Technische Aryamehr-Universität (persisch: ‏دانشگاه صنعتی آریامهر‎) ist die renommierteste technisch-wissenschaftliche Hochschule im Iran.

Sie liegt in der Nähe des Azadi-Platzes in Teheran. Die Universität wurde im Jahre 1965 auf Initiative von Schah Mohammad Reza Pahlavi nach dem Vorbild des Massachusetts Institute of Technology gegründet. Gründungsrektor war Mohammad Ali Mojtahedi. Die Universität wurde nach der Islamischen Revolution in Scharif-Universität nach Madschid Scharif Vaghefi, einem Mitglied der Volksmodschahedin, umbenannt. Zurzeit sind über 9000 Studenten an der Scharif-Universität immatrikuliert.

Eingang

Politische Studentengruppierungen[Bearbeiten]

Studenten der Scharif-Universität waren verstärkt in der zweiten Iranischen Reformbewegung (Chordad-Bewegung) beteiligt. Hauptgruppierungen zwischen 1997 und 2003 waren die Basitsch einerseits und die Vereinigung Muslimischer Studenten (Andschoman, dt. „Vereinigung“) andererseits. Die meisten übrigen Gruppierungen an der Universität lassen sich diesen beiden Gruppen zuordnen.

Die Basitsch standen in scharfer Opposition zum damaligen iranischen Präsidenten Mohammad Chātami, wohingegen die Andschoman zu dessen Unterstützter gezählt wurden. Zwischen beiden Gruppen gab es zahlreiche Konflikte. Hitzige Debatten, Angriffe auf Wandtafeln und Redetribunale kennzeichneten die widerstrebenden Aktivitäten beider Gruppierungen. Die Zeitschrift Ayeneh Scharif der Anschoman wurde mehrmals angegriffen. Nach 2003 beruhige sich die Situation wie an den meisten anderen iranischen Universitäten, um 2006 bei Scharif wieder aufzuflackern: Es kam zu tätlichen Ausschreitungen, als die Basitsch versuchten, die toten Körper von Märtyrern des Irak-Iranischen Krieges in der Universitäts-Moschee beizusetzen.[1]

Fakultäten[Bearbeiten]

Bekannte Absolventen[Bearbeiten]

Industrie

  • Akbar Torkan, Vorstandsvorsitzender der Petro-Pars Co. und ehemaliger Minister für Transportwesen

Kunst und Kultur

Politiker

andere

ehemalige Professoren

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Radio Free Europe: Iran: Students Protest Burials Of War Dead On Tehran Campuses
  2. Iranischer Atomforscher stirbt bei Bombenanschlag. In: Die Zeit. 11. Januar 2012, abgerufen am 11. Januar 2012 (deutsch).