Scharif Scharifow

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Scharif Scharifow (* 11. November 1988) ist ein aserbaidschanischer Ringer. Er wurde 2010 Vize-Europameister im freien Stil im Mittelgewicht. 2011 wurde er Weltmeister und 2012 Olympiasieger.

Werdegang[Bearbeiten]

Scharif Scharifow ringt seit 2000. Er startet für den Sportclub Ataspor Baku und wird beziehungsweise wurde von Magomed Gadschijew und Anwar Kuramagomedow trainiert. Er konzentriert sich ganz auf den freien Stil und steht im Mittelgewicht, der Gewichtsklasse bis 84 kg Körpergewicht.

International in Erscheinung trat er erstmals als 20-Jähriger im Jahre 2008 beim Golden-Grand-Prix-Turnier in Baku, wo er hinter Reza Yazgadi aus dem Iran und Nikoloz Gagnidse, Georgien, den 3. Platz belegte. Den gleichen Platz belegte er beim gleichen Turnier auch im Jahre 2009. Dieses Mal blieben allerdings Jamal Mirzaei aus dem Iran und Sajurbek Sochijew aus Usbekistan vor ihm. Im Jahre 2009 wurde er dann erstmals bei einer internationalen Meisterschaft, der Weltmeisterschaft in Herning/Dänemark, eingesetzt. Er konnte dort als "Newcomer" gleich voll überzeugen und belegt nach einem Sieg über Alexei Isajew, Weißrussland, einer Niederlage gegen Jake Herbert, USA und Siegen über David Bichinashvili, Deutschland, Gökhan Yavaşer, Türkei und Abdussalam Gadissow, Russland, den 3. Platz. Besonders erwähnenswert ist dabei sein Sieg über den russischen Meister Gadissow, den er mit seinem Sieg auf den 5. Platz verwies.

2010 gewann Scharif Scharifow beim stark besetzten "Yasar-Dogu"-Memorial in Ankara im Mittelgewicht vor Albert Saritow, Russland, Serdar Böke und Erhan Cihangiroglu beide aus der Türkei. Bei der Europameisterschaft 2010 in Baku besiegte er Dejan Bogdanow, Makedonien, Said Itajew, Frankreich und Ştefan Gheorghiţă aus Rumänien. Im Finale unterlag er gegen Ansor Urischew aus Russland und wurde damit Vize-Europameister. Bei der Weltmeisterschaft dieses Jahres wurde er nicht eingesetzt.

2011 startete er bei der Europameisterschaft in Dortmund und gewann im Mittelgewicht eine Bronzemedaille. Er besiegte dabei David Bichinashvili, Deutschland, Ibragim Aldatow, Ukraine und Emzarios Bentinidis, Griechenland. Im Halbfinale unterlag er gegen Ansor Suadinowitsch Urischew|Ansor Urischew (0:2 Runden, 0:4 Punkte), siegte aber im Kampf um die Bronzemedaille über Maciej Balawender aus Polen wieder nach Punkten (2:0 Runden, 5:1 Punkte). Anschließend gewann er auch den Wettbewerb im Mittelgewicht beim Golden-Grand-Prix in Baku. Hier verwies er Serdar Böke, Türkei, Piotr Ianulow, Moldawien und Soslan Kzojew aus Russland auf die Plätze. Zum Höhepunkt in seiner bisherigen Laufbahn wurden dann die Weltmeisterschaften in Istanbul, denn er holte sich dort mit sechs Siegen den Weltmeistertitel. Dabei gab er keine einzige Runde ab und erzielte somit 12:0 Rundensiege. Er besiegte dabei folgende Gegner: Yoon Chan-Urk, Südkorea, Cael Sanderson, USA, den Olympiasieger von 2004, Ermek Baiduaschew, Kasachstan, Alireza Goudarzi, Iran, Albert Saritow, Russland und Ibragim Aldatow.

2012 gelang ihm ein weiterer großer Erfolg. Er wurde in London Olympiasieger. Auf dem Weg zu diesem Erfolg besiegte er Ibrahim Bolukbasi, Türkei, Jake Herbert, USA, Ehsan Naser Lashgari, Iran und Jaime Yusept Espinal aus Puerto Rico.

2013 startete Scharif Scharifow bei keinen internationalen Meisterschaften, aber mit guten Ergebnissen bei einigen gut besetzten internationalen Turnieren.

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse
2008 3. Golden-Grand-Prix in Baku Mittel hinter Reza Yazgadi, Iran und Nikoloz Gagnidse, Georgien, gemeinsam mit Haci Alidjanow, Aserbaidschan
2009 3. Ziolkowski-Turnier in Warschau Mittel hinter Lashgari Ehsan, Iran und Albert Saritow, Russland, gemeinsam mit Ansor Urischew, Russland
2009 3. Golden-Grand-Prix in Baku Mittel hinter Jamal Mirzaei, Iran und Sajurbek Sochijew, Usbekistan, gemeinsam mit Ali Ashgar Barzigaleh, Iran
2009 3. WM in Herning/Dänemark Mittel mit Sieg über Alexei Isajew, Weißrussland, einer Niederlage gegen Jake Herbert, USA und Siegen über David Bichinashvili, Deutschland, Gökhan Yavaşer, Türkei und Abdussalam Gadissow, Russland
2010 1. "Yasar-Dogu"-Memorial in Ankara Mittel vor Albert Saritow, Russland, Serdar Böke und Erhan Cihangiroglu, bde. Türkei
2010 2. EM in Baku Mittel mit Siegen über Dejan Bogdanow, Makedonien, Said Itajew, Frankreich und Ştefan Gheorghiţă, Rumänien und einer Niederlage gegen Ansor Urischew, Russland
2010 3. Golden-Grand-Prix in Baku Mittel hinter Naurus Srapilewitsch Temresow, Aserbaidschan und Jake Herbert, USA
2011 3. EM in Dortmund Mittel nach Siegen über David Bishinashvili, Ibragim Aldatow, Ukraine und Emzarios Bentinidis, Griechenland, einer Niederlage gegen Ansor Urischew und einem Sieg über Maciej Balawender, Polen
2011 1. Golden-Grand-Prix in Baku Mittel vor Serdar Böke, Piotr Ianulow, Moldawien und Soslan Kzojew, Russland
2011 1. WM in Istanbul Mittel mit Siegen über Yoon Chan-Urk, Südkorea, Cael Sanderson, USA, Ermek Baiduaschew, Kasachstan, Alireza Goudarzi, Iran, Albert Saritow und Ibragim Aldatow
2012 Gold OS in London Mittel nach Siegen über Ibrahim Bolukbasi, Türkei, Jake Herbert, USA, Ehsan Naser Lashgari, Iran und Jaime Yusept Espinal, Puerto Rico
2013 3. Grand-Prix von Spanien in Madrid Halbschwer hinter Chetag Gasjumow, Aserbaidschan und Ibragim Bolukbasi, Türkei
2013 2. Golden-Grand-Prix in Baku Halbschwer hinter Chetag Gasjumow und vor Nicolae Ceban, Moldawien und Pawlo Oleinik, Ukraine

Erläuterungen[Bearbeiten]

  • OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaften, EM = Europameisterschaften,
  • Mittelgewicht, Gewichtsklasse bis 84 kg, Halbschwergewicht bis 96 kg Körpergewicht
  • alle Wettbewerbe im freien Stil

Quellen[Bearbeiten]

  • Fachzeitschrift Der Ringer,
  • Datenbank des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften der Universität Leipzig
  • Website des US-amerikanischen Ringerverbandes

Weblinks[Bearbeiten]