Scharnitz

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Wappen Karte
Wappen von Scharnitz
Scharnitz (Österreich)
DEC
Scharnitz
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Tirol
Politischer Bezirk Innsbruck Land (IL)
Fläche 158,77 km²
Koordinaten 47° 23′ N, 11° 16′ O47.38833333333311.265964Koordinaten: 47° 23′ 18″ N, 11° 15′ 54″ O
Höhe 964 m ü. A.
Einwohner 1321 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 8 Einwohner je km²
Postleitzahl 6108
Vorwahl 05213
Gemeindekennziffer 7 03 48
AT332
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Adolf-Klinge-Platz 72
6108 Scharnitz
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Walter Lechthaler (Scharnitzer Bürgerliste)
Gemeinderat (2004)
(13 Mitglieder)
5 Bürgerliste,
5 Dorfliste,
2 Bürgerforum,
1 Frauenliste
Lage der Gemeinde Scharnitz
Karte
Das Gemeindegebiet von Scharnitz nach 1912

Scharnitz ist eine Gemeinde im Bezirk Innsbruck Land des Bundeslandes Tirol (Österreich).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Scharnitz liegt an der Grenze zu Bayern, an der Verbindung von Seefeld nach Garmisch-Partenkirchen. Der Ort liegt an der Isar nahe deren Quelle, am Ende einer Talweitung, wo das Karwendel-, Hinterau- und Gleirschtal mit dem Isartal zusammentrifft. Es ist wichtiger Ausgangspunkt für viele Touren im Karwendel.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Absam, Innsbruck, Leutasch, Seefeld in Tirol, Thaur, Vomp, Zirl.
in Deutschland: Mittenwald

[Bearbeiten] Ortsgliederung

Gegliedert wird der Ort in 12 Ortsteile:
Oberdorf, Unterdorf, Eisack, Schanz, Jägerviertel,Schienn, Bahnhofviertel, Inrain, Au, Hinterautal, Gießenbach und Borrah

[Bearbeiten] Geschichte

In Scharnitz befand sich das römische Kastell "Scarbia" zwischen Karwendel- und Wettersteingebirge. In frühmittelalterlichen Urkunden wird mit "Scharnitz" ein unwirtlicher Wald zwischen Walchensee und Seefeld in Tirol bezeichnet. Im Mittelalter war Scharnitz eine wichtige Eingangspforte nach Tirol an der Handelsroute Venedig-Augsburg. 1633, während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Talsperre Porta Claudia errichtet, nach der ehemaligen Tiroler Landesfürstin Claudia von Medici benannt. Reste davon können heute noch besichtigt werden. Teile von im Karwendel zur Isar entwässernde Scharnitzer Gemeindegebiete sind heute Gemeindegebiet der Stadt Innsbruck, die Form der Aneignung dieser Gebiete nach 1912 durch die Stadt Innsbruck ist bisher ungeklärt.

[Bearbeiten] Politik

Der Gemeinderat von Scharnitz umfasst 13 Mitglieder: Bürgermeister, Vizebürgermeister, drei Gemeindevorstände (GV) und acht Gemeinderäte. Der Gemeindevorstand ist dabei das Äquivalent eines Stadtrats. In Scharnitz treten politische Parteien bei Gemeinderatswahlen kaum auf, zuletzt bis 1992 die SPÖ, parteinahe Gruppen kandidieren auf Namenslisten. Seit 1992 dominiert in Scharnitz die "Scharnitzer Bürgerliste" (SBL) von Bürgermeister Hubert Heiss, der in den Direktwahlen 1992, 1998 und 2004 jeweils bestätigt wurde. Zweitstärkste Fraktion ist die "Scharnitzer Dorfliste" (SDL), die von Dr. Reinhold Wöll gegründet wurde. 2004 wird die Dorfliste unter dem Seefelder Hauptschuldirektor und VP-Ortsparteiobmann Thomas Grössl, MAS erstmals stimmenstärkste Fraktion, hat jedoch gleich viele Mandate wie die Bürgerliste. Ebenfalls im Spektrum der Gemeinderatslisten findet sich die Frauen- und Familienliste, die erstmals 1998 kandidierte und mit zwei Mandatarinnen als reine Frauenfraktion in den Gemeinderat einzog. 2004 wurde die Liste halbiert. Vierte Fraktion im Gemeinderat ist das Bürgerforum Scharnitz (BFS), eine parteiunabhängige Gruppe, die 1992 ursprünglich von den Bewohnern des Ortsteils Gießenbach gegründet wurde und 1998 Listenkandidaten aus dem gesamten Dorf auswies. Seit 1992 steigerte das BFS bei jeder Wahl seinen Stimmenanteil und erreichte schließlich zwei Mandate. Seit 2004 stellt das BFS mit seiner Spitzenkandidatin Isabella Blaha die Vizebürgermeisterin. Listen, die es seit 1998 nicht mehr gibt sind die "Mitte Scharnitz" (1992 bis 1998 mit zwei Mandaten vertreten) und die SPÖ Scharnitz. Am 4. April 2006 ist Bürgermeister Hubert Heiss nach 18 Jahren im Amt aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.

[Bearbeiten] Wappen

Das Scharnitzer Wappen stellt die Porta Claudia dar. Das Wappen soll den Eingang nach Tirol darstellen.


[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Scharnitz um 1912 mit neuer elektrischer Karwendelbahn

Scharnitz ist heute eine "Tourismusgemeinde". Als Eingangstor zum Wander- und Klettergebiet des Karwendels spielt der Sommertourismus eine große Rolle. Durch die drei großen West-Ost-Täler des Karwendel (Karwendeltal, Hinterautal, Gleierschtal) kann man mit dem Fahrrad schnell ins Zentrum des Gebirges gelangen und von dort die großen Gipfel besteigen.

Scharnitz ist über die Mittenwaldbahn (Innsbruck-München) zu erreichen. Per PKW kann man Scharnitz über die B 177 erreichen. Scharnitz liegt an der Durchzugsstraße nach Mittenwald (München)


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