Scharnitz
| Scharnitz | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Tirol | |
| Politischer Bezirk: | Innsbruck Land | |
| Kfz-Kennzeichen: | IL | |
| Fläche: | 158,77 km² | |
| Koordinaten: | 47° 23′ N, 11° 16′ O47.38833333333311.265964Koordinaten: 47° 23′ 18″ N, 11° 15′ 54″ O | |
| Höhe: | 964 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.291 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 8,13 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6108 | |
| Vorwahl: | 05213 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 03 48 | |
| NUTS-Region | AT332 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Adolf-Klinge-Platz 72 6108 Scharnitz |
|
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Isabella Blaha (Bürger für Scharnitz) | |
| Gemeinderat: (2004) (13 Mitglieder) |
||
| Lage der Gemeinde Scharnitz im Bezirk Innsbruck Land | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Scharnitz ist eine Gemeinde mit 1291 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Innsbruck Land des Bundeslandes Tirol (Österreich).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Scharnitz liegt an der Grenze zu Bayern, an der Verbindung von Seefeld nach Garmisch-Partenkirchen. Der Ort liegt an der Isar nahe deren Quelle, am Ende einer Talweitung, wo das Karwendel-, Hinterau- und Gleirschtal mit dem Isartal zusammentrifft. Es ist wichtiger Ausgangspunkt für viele Touren im Karwendel.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Absam, Innsbruck, Leutasch, Seefeld in Tirol, Thaur, Vomp, Zirl.
in Deutschland: Mittenwald
[Bearbeiten] Ortsgliederung
Gegliedert wird der Ort in 10 Ortsteile:
Au, Eisack, Gießenbach, Inrain, Jägerviertel, Oberdorf, Schanz, Schießstand, Siedlung und Unterdorf [1]
[Bearbeiten] Geschichte
In Scharnitz befand sich das römische Kastell "Scarbia" zwischen Karwendel- und Wettersteingebirge. In frühmittelalterlichen Urkunden wird mit "Scharnitz" ein unwirtlicher Wald zwischen Walchensee und Seefeld in Tirol bezeichnet. Im Mittelalter war Scharnitz eine wichtige Eingangspforte nach Tirol an der Handelsroute Venedig-Augsburg. 1633, während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Talsperre Porta Claudia errichtet, nach der ehemaligen Tiroler Landesfürstin Claudia von Medici benannt. Reste davon können heute noch besichtigt werden. Teile von im Karwendel zur Isar entwässernde Scharnitzer Gemeindegebiete sind heute Gemeindegebiet der Stadt Innsbruck, die Form der Aneignung dieser Gebiete nach 1912 durch die Stadt Innsbruck ist bisher ungeklärt.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft
- Plattling, Regierungsbezirks Niederbayern, Partnerschaft seit 2009. In Plattling mündet die Isar in die Donau, während sie in Scharnitz entspringt. Die grüne Isar ist also das verknüpfende Band dieser Partnerschaft.
[Bearbeiten] Politik
Der Gemeinderat von Scharnitz umfasst 13 Mitglieder: Bürgermeister, Vizebürgermeister, drei Gemeindevorstände inkl.Bgm. und Vbm.(GV) und zehn Gemeinderäte. Der Gemeindevorstand ist dabei das Äquivalent eines Stadtrats. In Scharnitz treten politische Parteien bei Gemeinderatswahlen kaum auf, zuletzt bis 1992 die SPÖ, parteinahe Gruppen kandidieren auf Namenslisten.
Seit 1989 dominierte in Scharnitz die "Scharnitzer Bürgerliste" (SBL) von Alt-Bürgermeister Hubert Heiss. Zweitstärkste Fraktion wurde nach den aktuellen Wahlen im März 2010 die Liste "Bürger für Scharnitz" (ehem. Bürgerforum Scharnitz) (BFS). Die Fraktion "Bürgerforum Scharnitz" (BFS, eine parteiunabhängige Gruppe, die 1992 ursprünglich von den Bewohnern des Ortsteiles Gießenbach gegründet wurde (Spitzenkandidat war Dr. Johann Hofmann), erfuhr durch das Engagement ihres Listenmitgliedes Isabella Blaha 1998 eine Erweiterung und Umstrukturierung und gewann damit Listenkandidaten aus dem gesamten Dorf. Seit 1992 steigerte das BFS bei jeder Wahl seinen Stimmenanteil und erreichte schließlich 2 Mandate. Ab 2004 stellte das BFS mit seiner Spitzenkandidatin Isabella Blaha die Vizebürgermeisterin. Ebenfalls 2004 wird die von Dr. Reinhold Wöll gegründete "Dorfliste" (DL)unter dem Seefelder Hauptschuldirektor und VP-Ortsparteiobmann Thomas Grössl, MAS erstmals stimmenstärkste Fraktion, errang jedoch gleich viele Mandate wie die Bürgerliste. Ebenfalls im Spektrum der Gemeinderatslisten findet sich die Frauen- und Familienliste, die erstmals 1998 kandidierte und mit zwei Mandatarinnen als reine Frauenfraktion in den Gemeinderat einzog. 2004 wurde die Liste halbiert, 2010 zog sie sich wieder aus der politischen Landschaft zurück und kandidierte nicht mehr. Listen, die es seit 1998 nicht mehr gibt sind die "Mitte Scharnitz" (1992 bis 1998 mit zwei Mandaten vertreten) und die SPÖ Scharnitz. Am 4. April 2006 ist Bürgermeister Hubert Heiss nach 18 Jahren im Amt aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Daraufhin musste eine Zwischenwahl abgehalten werden. Es gab zwei Bürgermeisterkandidaten. Aus der Fraktion von Bürgermeister Hubert Heiss der SBL den Quereinsteiger Walter Lechthaler und die Listenführerin des BFS und Vizebürgermeisterin Isabella Blaha, wobei Isabella Blaha mit nur 2 Stimmen unterlag und Walter Lechthaler neuer Bürgermeister wurde.
Die allgemeinen Tiroler Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im März 2010 veränderten die Fraktionslandschaft in Scharnitz gravierend.
Die Liste BFS mit Isabella Blaha erreichte gleich viel Mandate wie die ehem. Bürgermeisterliste SBL (jeweils 4 Mandate). Isabella Blaha wird zur Bürgermeisterin gewählt. Die "Dorfliste" (DL) erhält nur noch drei Mandate und stellt mit seinem Listenführer Bernhard Vonmetz den Vizebürgermeister. Als vierte Fraktion zieht die von Ernst Reinpold neu gegründete junge Liste "AUF SCHARNITZ - DIE JUNGE LISTE" (AUF) mit zwei Mandaten in den Gemeinderat ein.
[Bearbeiten] Wappen
Das Scharnitzer Wappen stellt die Porta Claudia dar. Das Wappen soll den Eingang nach Tirol darstellen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Scharnitz ist heute eine "Tourismusgemeinde". Als Eingangstor zum Wander- und Klettergebiet des Karwendels spielt der Sommertourismus eine große Rolle. Durch die drei großen West-Ost-Täler des Karwendel (Karwendeltal, Hinterautal, Gleirschtal) kann man mit dem Fahrrad schnell ins Zentrum des Gebirges gelangen und von dort die großen Gipfel besteigen.
Scharnitz liegt an der Mittenwaldbahn (Innsbruck-München) und ist Endbahnhof der S-Bahn-Linie S5 aus Innsbruck. Per PKW kann man Scharnitz aus Innsbruck über die Seefelder Straße (B 177) erreichen, die auf deutscher Seite als Bundesstraße 2 über München und Berlin bis an die polnische Grenze kurz vor Stettin weitergeführt wird.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Gemeindehomepage, abgerufen am 8. Jänner 2011
Absam | Aldrans | Ampass | Axams | Baumkirchen | Birgitz | Ellbögen | Flaurling | Fritzens | Fulpmes | Gnadenwald | Götzens | Gries am Brenner | Gries im Sellrain | Grinzens | Gschnitz | Hall in Tirol | Hatting | Inzing | Kematen in Tirol | Kolsass | Kolsassberg | Lans | Leutasch | Matrei am Brenner | Mieders | Mils | Mühlbachl | Mutters | Natters | Navis | Neustift im Stubaital | Oberhofen im Inntal | Obernberg am Brenner | Oberperfuss | Patsch | Pettnau | Pfaffenhofen | Pfons | Polling in Tirol | Ranggen | Reith bei Seefeld | Rinn | Rum | St. Sigmund im Sellrain | Scharnitz | Schmirn | Schönberg im Stubaital | Seefeld in Tirol | Sellrain | Sistrans | Steinach am Brenner | Telfes im Stubai | Telfs | Thaur | Trins | Tulfes | Unterperfuss | Vals | Völs | Volders | Wattenberg | Wattens | Wildermieming | Zirl
