Schatten (1923)

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Filmdaten
Originaltitel Schatten
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1923
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Arthur Robison
Drehbuch Rudolf Schneider
Arthur Robison
Produktion Enrico Dieckmann
Willy Seibold
Musik Ernst Riege
Kamera Fritz Arno Wagner
Besetzung

Schatten ist ein deutscher Stummfilm von Arthur Robison aus dem Jahre 1923. Die Alternativtitel lauten Schatten – Die Nacht der Erkenntnis und Schatten – Eine nächtliche Halluzination

Handlung[Bearbeiten]

Ein Ehemann ist von seiner Eifersucht getrieben. Er verfolgt seine attraktive Ehefrau auf Schritt und Tritt, überzeugt von ihrer Untreue. Bei einem abendlichen Dinner glaubt er, endlich den Beweis für ihre Untreue zu haben. Er beobachtet das Schattenspiel hinter einer Gardine. Seine Frau wird von Männerhänden begrapscht. Doch die Schatten täuschen ihn. In Wahrheit handelt es sich um bedeutungslose Gesten. Seine Frau wird von den Männern nicht einmal berührt. Ein anwesender Schausteller bekommt den Wahn des Ehemanns mit und weiß um die Täuschung. Mit einer Hypnose möchte er den Anwesenden die Wahrheit vor Augen führen. Er führt den hypnotisierten Gästen ein Schattenspiel vor, das ihnen ihre erotischen Wünsche und Ängste vorführen soll. Das Spiel sorgt für Klarheit. Der Ehemann erkennt, dass seine Frau ihm treu ergeben ist und ihre Kavaliere verlassen das Haus, mit dem Wissen, dass sie bei dieser Frau keine Chance haben.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film erlebte seine Uraufführung am 16. Oktober 1923 in Berlin im U. T. am Nollendorfplatz. Das im Film gezeigte Schattenspiel wurde von Ernst Moritz Engert entworfen, angefertigt und vorgeführt.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein abgründiges Selbstporträt des Mediums Film, das virtuos mit der Erotik, aber auch der Psychoanalyse spielt. In allen Belangen der Filmtechnik und -gestaltung gelungen.“

Lexikon des internationalen Films

„Dieser Film, von dem in Deutschland aufgewachsenen Amerikaner Robison gedreht, zeigt meisterhaft den im romantischen und expressionistischen deutschen Stummfilm zur Vollendung entwickelten dramaturgischen Gebrauch von Licht, Schatten und Spiegeln.“

Die Zeit, 28/1973[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Buchka: Die dunklen Seiten. A.R.s „Schatten“ 1923. In: dsb. (Hrsg.): Deutsche Augenblicke. Eine Bilderfolge zu einer Typologie des Films (Reihe: Off-Texte 1, des Münchener Filmmuseums). Belleville, München 1996 ISBN 3-923646-49-6 (zuerst: Süddeutsche Zeitung 1995) S. 22f. (S. 23: Szenenbild)
  • Klaus Lippert Schatten. Eine nächtliche Halluzination. In Günther Dahlke, Günther Karl (Hrsg.): Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933. Ein Filmführer. Henschel Verlag, 2. Auflage, Berlin 1993, S. 89 f. ISBN 3-89487-009-5

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmtips. In: Die Zeit, Nr. 28/1973