Schaufling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schaufling
Schaufling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schaufling hervorgehoben
48.8513.066666666667443Koordinaten: 48° 51′ N, 13° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Lalling
Höhe: 443 m ü. NHN
Fläche: 25,43 km²
Einwohner: 1472 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94571
Vorwahl: 09904
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 148
Gemeindegliederung: 26 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 28
94551 Lalling
Webpräsenz: www.schaufling.de
Bürgermeister: Robert Bauer (SPD / parteilose Bürger)
Lage der Gemeinde Schaufling im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Passau Landkreis Regen Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-Bogen Aholming Auerbach (Landkreis Deggendorf) Außernzell Bernried (Niederbayern) Buchhofen Deggendorf Grafling Grattersdorf Hengersberg Hunding (Niederbayern) Iggensbach Künzing Lalling Metten Moos (Niederbayern) Niederalteich Oberpöring Offenberg Osterhofen Otzing Plattling Schaufling Schöllnach Stephansposching Wallerfing Winzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche Hl. 14 Nothelfer

Schaufling ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lalling.

Geografie[Bearbeiten]

Schaufling liegt in der Region Donau-Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind Böhaming, Dietmannsberg, Ensbach, Ensbachmühle, Ensmannsberg, Freiberg, Geßnach, Hainstetten, Hausstein, Klessing, Martinstetten, Muckenthal, Nadling, Nemering, Penk, Ragin, Rusel, Ruselabsatz, Schaufling, Schützing, Sicking, Unterberg, Urlading, Wetzenbach, Wotzmannsdorf und Wulreiching. Es existieren folgende Gemarkungen: Schaufling, Lalling und Urlading.

Geschichte[Bearbeiten]

Schaufling wurde vom nahe gelegenen Kloster Niederalteich aus besiedelt und im Jahr 1298 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Hengersberg des Kurfürstentums Bayern. Größter Grundherr war bis 1803 das Kloster Niederalteich. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Nadling (ab dem 17. August 1937 Schaufling[2]). Die jetzige Gemeinde entstand am 1. April 1971 aus der früheren Gemeinde Schaufling (bis 1937 Gemeinde Nadling) und dem nördlichen Teil der früheren Gemeinde Urlading.[2] Seit 1978 ist die Geimeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lalling.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.253, 1987 dann 1.209 und im Jahr 2000 1.423 Einwohner gezählt.2011 1.508 Einwohner

Asklepios Klinik Schaufling[Bearbeiten]

Hauptartikel: Asklepios Klinik Schaufling

Der Grundstein der Klinik wurde am 7. Oktober 1905 gelegt. Von 1908 bis 1975 wurde auf der Rusel ein Lungensanatorium betrieben. Anfang der 80er Jahre wurde mit Umbauten und Erweiterungen am ehemaligen Lungensanatorium begonnen. 1987 wurde die Klinik durch die Bavaria-Klinik-Gruppe gekauft. Seitdem werden die Gebäude als Rehabilitatszentrum für Neurologie, Orthopädie, Geriatrie und Kardiologie genutzt. 350 stationäre Patienten fassen die Zimmeranlagen der REHA-Klinik. Mittlerweile ist jene der größte Arbeitgeber im VG-Bereich Lalling.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1. Bürgermeister ist Robert Bauer (SPD). Er setzte sich 2014 mit 54,75 Prozent der Stimmen gegen Josef Stangl (CSU/Unabhängige Bürger, 45,25 Prozent) durch. Bauers seit gut 13 Jahren amtierender Vorgänger Hermann Hackl (CSU/Unabhängige Bürger) stand für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung.
  • 2. Bürgermeister ist Richard Anzenberger (SPD).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister). Die Sitze verteilen sich aufgrund der Kommunalwahl 2014 wie folgt:

  • CSU: 4 Sitze (2008: 5)
  • SPD: 3 Sitze (2008: 3)
  • FW "Einigkeit Schaufling": 3 Sitze (2008: 3)
  • Junge Wählergemeinschaft: 2 Sitze (2008: 1)

Steuereinnahmen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 494 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 133 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt "in Blau einen erhöhten silbernen Dreiberg, darin ein roter Wolfsrumpf".

Kirche[Bearbeiten]

1891 wurde Schaufling Expositur der katholischen Pfarrei Seebach. 1986 erfolgte die Erhebung zur eigenständigen Pfarrei. Mittlerweile gehört Schaufling jedoch neben Lalling und Hunding zum Pfarrverband HuSchaLa.

Pfarrkirche[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche „Vierzehn-Heilige-Nothelfer“ wurde im neuromanischem Stil erbaut. Im Jahre 1887 wurde mit den Bauarbeiten begonnen und diese wurden 1889 fertiggestellt.

Pfarrzentrum[Bearbeiten]

Erbaut wurde das Pfarrzentrum in den Jahren 1992-1993 direkt neben Pfarrkirche und Grundschule. Das neue Pfarrheim ist mit großem Pfarrsaal, kleinem Pfarrsaal, Teeniegruppenraum, Jugendraum der kath. Landjugend (Keller), Pfarrbüro und Pfarrwohnhaus ausgestattet. Auch die Gemeindebücherei fand ihren festen Platz darin.

Die Seelsorger der Expositur/Pfarrei[Bearbeiten]

  • Max Maier (1893-1896 Expositus, 1896 – 1901 Pfarrer)
  • Schlögl Hermann (1902-1908)
  • Joseph Niederhofer (1908-1926)
  • Ignaz Boxleitner (1926-1936)
  • Anton Amann (1936-1940)
  • Franz X. Haidn (1940-1945)
  • Hermann Schmid (1945-1956)
  • Josef Geiger (1956-1978)
  • Konrad Bittmann (1978-1986)
  • Josef Kurz (1986-1991)
  • Josef Gerl (1991-1993)
  • Richard Geier (1993-1999)
  • Alfons Eiber (1999- 2013)
  • Philipp Höppler (seit 2013)

Pfarreigebiete[Bearbeiten]

Zur Pfarrei gehören Schaufling, Böhaming, Dietmannsberg, Ensbach, Ensmannsberg, Geßnach, Hainstetten, Hausstein, Klessing, Martinstetten, Muckenthal, Nadling, Nemering, Obernberg, Ragin, Schützing, Unterberg, Urlading, Wetzenbach, Wotzmannsdorf und Wulreiching.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Schaufling

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 89 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 448 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 470. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 14 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 95 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 985 ha, davon waren 272 ha Ackerfläche und 706 ha Dauergrünfläche.

Die 1999 nach dem Konkurs der vormaligen Bavaria Klink eröffnete Asklepios Klinik Schaufling beschäftigte 2012 rund 300 Mitarbeiter.[3]

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 existierte folgende Einrichtung:

  • Kindergärten St. Georg (Träger der Einrichtung Pfarrcaritasverein Schaufling e.V.)
59 Kindergartenplätze mit 51 Kindern

Die Gemeinde Schaufling ist Mitglied im Schulverband Lalling (Grundschule) und Schulverband Hengersberg (Mittelschule)


Vereine (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Feuerwehr Schaufling
  • KSV Schaufling
  • Oldtimerfreunde Schaufling
  • SV Schaufling
  • Verein zur Förderung der Jugend des SV Schaufling e.V.
  • Kath. Landjugend Schaufling
  • Obst- u. Gartenbauverein Schaufling
  • Bayer. Bauernverband, OV Schaufling
  • Kath. Frauenbund
  • Rauchclub Schaufling
  • SC Rusel
  • Schützenverein „Dorflinde“
  • SPD-Ortsverband
  • JWG Schaufling
  • CSU-Ortsverband
  • FWG Schaufling
  • Stammtisch Nadling
  • Motorradfreunde Bayerwald

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Altbürgermeister Anzenberger Richard (†)
  • Schuster Ferdinand sen

Bürgermedaillenträger[Bearbeiten]

  • Altbürgermeister Anzenberger Richard (†)
  • Nothaft Hans
  • Schaupp Albert
  • Schuster Ferdinand sen.
  • Spannmacher Gerhard sen.
  • Tannerbauer Alois
  • Wagner Sigurd
  • Wirth Georg sen. (†)
  • Josef Geiger (ehemaliger Pfarrer, †)
  • Joseph Niederhofer (ehemaliger Pfarrer, †)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 445
  3. Unsere Klinik: Daten & Fakten. Asklepios Klinik Schaufling, abgerufen am 3. September 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schaufling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien