Scheggerott

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Scheggerott führt kein Wappen
Scheggerott
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Scheggerott hervorgehoben
54.6719444444449.823055555555633Koordinaten: 54° 40′ N, 9° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Süderbrarup
Höhe: 33 m ü. NHN
Fläche: 6,32 km²
Einwohner: 358 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24392
Vorwahl: 04641
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 074
Adresse der Amtsverwaltung: Königstraße 5
24392 Süderbrarup
Webpräsenz: www.suederbrarup.de
Bürgermeister: Hartwig Callsen (CDU)
Lage der Gemeinde Scheggerott im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Scheggerott (dänisch: Skæggerød) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Brarupholz (Brarupskov).

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Scheggerott liegt zwischen Süderbrarup und Kappeln etwa sieben Kilometer westlich von Kappeln in ländlicher Umgebung. Nördlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 199 von Kappeln nach Flensburg, südlich die Bundesstraße 201 von Kappeln nach Husum.

Die Endung -rott kommt entweder von Rodung, also einer Ansiedlung im Wald, oder von -rotte, ähnlich Weiler, also einer Ansiedlung aus wenigen Häusern.

Geschichte[Bearbeiten]

Einige Hügelgräber im Norden der Gemeinde stammen aus der Jungsteinzeit oder der frühen Bronzezeit und zeugen von der frühen Besiedelung der Gegend. Ein besonders großer Hügel konnte eindeutig der Bronzezeit zugeordnet werden, da sich in ihm zahlreiche Grabbeigaben dieser Epoche befanden. Darunter war auch ein prächtiges Schwert. Während der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert verließen die Menschen zum größten Teil die Landschaft Angeln, eine Neubesiedlung begann nicht vor dem 8. Jahrhundert.

Wann genau Scheggerott gegründet wurde, ist unklar. Das Dorf wird aber schon im Waldemar-Erdbuch 1231 erwähnt. Die Bauernhöfe in Scheggerott unterstanden seit dem Mittelalter den Gütern Dollrott, Toestorf und dem Schleswiger Domkapitel. Die Gutsherrschaft endete jedoch schon weitgehend im 18. Jahrhundert. Die Bauern konnten ihr Land in Erbpachtverträgen übernehmen.

Mit der preußischen Annexion der Herzogtümer Schleswig und Holstein 1867 begann auch die Zeit der kommunalen Selbstverwaltung mit der Wahl eines Gemeindevorstehers. Die Gemeindevertretung tagte das erste Mal in 1895. Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Gemeinde 1904, als die Bahnstrecke KappelnSüderbrarup eröffnet wurde. Der Scheggerotter Bahnhof entwickelte sich zu einem regional wichtigen Umschlagplatz für landwirtschaftliche Güter, Kaufleute ließen sich im Ort nieder. Im Mai 1972 wurde der Personenverkehr allerdings wieder eingestellt.

1969 trat Scheggerott dem Schulverband Süderbrarup bei. Damit endete die Geschichte der Schule im Ort, die seit 182 Jahren nachweisbar ist.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde die Nachbargemeinde Brarupholz eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft UWBS seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze, die CDU vier.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Gemeinde ist ein reetgedecktes Fachwerk-Bauernhaus erhalten, das zwischen 1700 und 1750 erbaut wurde.

Die Angeln-Bahn hält in Scheggerott.

Vereine[Bearbeiten]

Seit den 1960er Jahren hat der Ortsverband M15 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs seine Clubstation in Scheggerott.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Scheggerott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 185.