Schelten

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Dieser Artikel handelt von der Schweizer Gemeinde im Kanton Bern. Zur Ortschaft im Kanton Jura siehe Seleute, zum Tadel siehe Schelte. Zum deutschen Politiker siehe Carl-Edzard Schelten-Peterssen.
Schelten
Wappen von Schelten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Berner Juraw
BFS-Nr.: 0708i1f3f4
Postleitzahl: 2827
Koordinaten: 608628 / 24296647.3374967.552783746Koordinaten: 47° 20′ 15″ N, 7° 33′ 10″ O; CH1903: 608628 / 242966
Höhe: 746 m ü. M.
Fläche: 5.61 km²
Einwohner: 40 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 7 Einw. pro km²
Scheltenpass

Scheltenpass

Karte
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Schelten ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Berner Jura des schweizerischen Kantons Bern. Bis 1914 hiess die Gemeinde offiziell La Scheulte.

Geographie[Bearbeiten]

Schelten liegt auf 746 m ü. M., 15 km ostnordöstlich des Orts Moutier (Luftlinie) und ist damit die östlichste Gemeinde des Bezirks Moutier und zugleich die nördlichste Gemeinde des Kantons Bern. Die Streusiedlung liegt im engen Tal des Scheltenbaches (französisch La Scheulte), eines rechten Zuflusses der Birs, im Kettenjura.

Die Fläche des 5.6 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Tals im Quellgebiet des Scheltenbachs. Das Gebiet ist stark reliefiert und besitzt mehrere kleine Seitentäler. Im Norden reicht Schelten bis auf den Dürrenberg (1'031 m ü. M.), im Nordosten an den Hang der Hohen Winde. Nach Süden erstreckt sich das Gemeindegebiet über den Weierhubel (979 m ü. M.) bis auf die Jurahöhen Schönenberg (1'192 m ü. M.) und Stierenberg (mit 1'220 m ü. M. der höchste Punkt von Schelten). Von der Gemeindefläche entfielen 1997 2 % auf Siedlungen, 61 % auf Wald und Gehölze, 36 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.

Die Gemeinde Schelten besteht aus den Weilern Scheltenmühle (746 m ü. M.) am Scheltenbach und Lochhaus (782 m ü. M.) in einem südlichen Seitental, ferner gehören zahlreiche Einzelhöfe dazu. Schelten ist nur an einem Punkt mit dem übrigen Gebiet des Kantons Bern (Gemeinde Seehof BE) verbunden. Nachbargemeinden von Schelten sind Mervelier und Vermes im Kanton Jura sowie Aedermannsdorf und Beinwil im Kanton Solothurn.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 40 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) gehört Schelten zu den kleinsten Gemeinden des Berner Juras. Von den Bewohnern sind 82,7 Prozent deutschsprachig und 15,4 Prozent französischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Schelten belief sich 1850 auf 82 Einwohner, 1880 auf 123 Einwohner. Danach wurde bis 1960 ein markanter Rückgang um 60 Prozent auf 49 Personen registriert. Seither wurden nur noch geringe Schwankungen verzeichnet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Schelten lebt von der Landwirtschaft, wobei Milchwirtschaft und Viehzucht überwiegen. Ausserhalb des primären Sektors gibt es Arbeitsplätze in einem Restaurant an der Scheltenpassstrasse.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt weit abseits der grösseren Durchgangsstrassen an der Kantonsstrasse, die von Delsberg (JU) durch das Val Terbi und über den Scheltenpass nach Balsthal (SO) führt. Schelten ist nicht an das Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen. Die nächste Ortschaft mit Anschluss an ein öffentliches Busnetz ist die Gemeinde Mervelier (ca. 7 km westlich von Schelten).

Geschichte[Bearbeiten]

Schelten unterstand bis Ende des 18. Jahrhunderts der Propstei Moutier-Grandval. Von 1797 bis 1815 gehörte Schelten zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont-Terrible, das 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden wurde. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 an den Kanton Bern, der ihn dem Bezirk Moutier zuteilte.

Das deutschsprachige Schelten entschied sich in den Juraplebisziten für den Verbleib beim Kanton Bern, während die französischsprachigen Gemeinden des Val Terbi 1976 zum Distrikt Delsberg übertraten. Schelten ist seither (ausser am «Viergemeindenpunkt») nur noch über das Gebiet anderer Kantone erreichbar. Dadurch wurde Schelten eine funktionale Exklave des Kantons Bern.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

An der Scheltenpassstrasse steht die Kapelle Sankt Antonius, die 1860 erbaut wurde. In den Weilern stehen einige charakteristische Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)