Scheltoksan-Unruhen

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Monument zu den Unruhen in Almaty

Die Scheltoksan-Unruhen fanden im Dezember 1986 in den sowjetischen Städten Alma-Ata und Karaganda, beide im heutigen Kasachstan gelegen, statt.

Im Dezember 1986 wurde Dinmuchamed Kunajew, der langjährige Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei von Kasachstan und außerdem Mitglied des Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, aufgrund von Unregelmässigkeiten seines Amtes in der Kasachischen Sowjetrepublik enthoben. Im folgenden Monat schied er auch aus dem Politbüro in Moskau aus. Kunajew war Kasache und im Volk beliebt. Er wurde durch einen Russen, den Parteifunktionär Gennadi Kolbin ersetzt.

Aus Protest über die Absetzung von Kunajew ergaben sich vom 17. bis 19. Dezember 1986 spontane Protestaktionen in Alma-Ata, welche Verletzte, Todesopfer und zahlreiche Verhaftungen nach sich zogen.

In Karaganda versammelten sich am 19. Dezember 80 bis 120 Studenten und am darauffolgenden Tag nochmals etwa 300, um gegen die Absetzung von Kunajew zu protestieren. Infolgedessen wurden fünf Studenten verhaftet und 54 vom Studium suspendiert.

Die Ereignisse vom Dezember 1986 gelten heute als Ursprung der staatlichen Unabhängigkeit Kasachstans. Der Begriff Scheltoksan ist das kasachische Wort für Dezember.

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