Schematismus (Philosophie)

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Schematismus[1] ist eine sich auf die Kategorienlehre des Aristoteles beziehende Bestimmung über die Grundvoraussetzungen der Begriffsbildung. Dabei ist der Zusammenhang mit konkreter Erfahrung, über die eine Aussage zu machen ist, wesentlich. Die dazu erforderlichen Sprachmuster bzw. Aussageschemata unter Berücksichtigung bestimmter Urteilsformen geben nicht nur Aufschluss über das Gegenstandsbewusstsein, sondern sind von Bedeutung für die Methode der Erkenntnis.

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Immanuel Kant[Bearbeiten]

Kritik der reinen Vernunft[Bearbeiten]

Abb. 1: Zentrale Stelle des Schematismus innerhalb der Gliederung der Kritik der reinen Vernunft vgl. Abs. Transzendentale Analytik

Die Schemata der Einbildungskraft ist bei Immanuel Kant das verbindende Dritte zwischen den Anschauungen der Sinnlichkeit und den Begriffenen des Verstandes (KrV B 177). Es dient der bestimmenden Urteilskraft (Subsumption) ebenso wie der reflektierenden Urteilskraft. Diese Vermittlung hat transzendentalen Charakter, weil sie beide Stämme der Erkenntnis, Sinnlichkeit und Verstand miteinander verbindet (KrV B 29).

Das sogenannte Schematismuskapitel aus bildet ein allgemein schwer zugängliches, aber zentrales Stück der Erkenntnistheorie der Kritik der reinen Vernunft. Kants Erkenntnistheorie beruht auf der Gegenüberstellung von Sinnlichkeit und Verstand als getrennter Quellen der Erkenntnis. Während die Sinnlichkeit Anschauungen aufnimmt, die den Ordnungsdimensionen oder Anschauungsformen Raum und Zeit unterliegen, operiert der Verstand mit Begriffen. Diese sind für Kant jedoch zugleich Urteilsfunktionen, das heißt sie sind entweder mentale Prozesse oder zumindest Normen, die die mentalen Prozesse emulieren können müssen, um einzelne Vorstellungen zu urteilen zu verbinden. Alle Begriffe beruhen auf den „reinen Verstandesbegriffen“, den Kategorien, die die grundlegenden mentalen Funktionen darstellen: Die in der Wahrnehmung verbunden vorgefundenen Anschauungen werden gemäß der Kategorien verknüpft gedacht und so einerseits aus dem einzelnen Wahrnehmungserlebnis gelöst, andererseits als sich wiederholendes Merkmal verschiedener Wahrnehmungserlebnisse wiedererkannt.

Damit diese Vorstellung des Wahrgenommenen als kategorienförmig Verknüpften gelingen kann, ist als Vermittlung ein Schema nötig, das sagt, was der Begriff in Bezug auf Raum und Zeit als Anschauungsformen bedeutet, d.h. zum einen, wie eine willentlich produzierte Vorstellung (eine Einbildung) erzeugt werden müsste, um dem Wahrnehmungserlebnis zu genügen und andererseits, wie das Wahrnehmungserlebnis beschaffen sein müsste, um die Merkmale des Begriffes zu erfüllen. Das Verhältnis von Einbildungskraft und Schematismus wird von Kant so dargestellt, dass „das Schema sinnlicher Begriffe … ein Produkt und gleichsam ein Monogramm der reinen Einbildungskraft a priori“ verkörpert. (KrV B 181)

Kant führt aus, dass „zum Gebrauch eines Begriffs noch eine Funktion der Urteilskraft“ gehört, wodurch ein besonderer Gegenstand unter ebendiesen allgemeinen Begriff als Einheit zusammengefasst bzw. subsumiert wird (KrV B 93, B 176). „Fehlt diese Bedingung der Urteilskraft (Schema), so fällt alle Subsumption weg; denn es wird nichts gegeben, was unter den Begriff subsumiert (gefasst) werden könne (KrV A 247).“

Aufgabe des Verstandes ist die Synthesis des empirisch Mannigfaltigen zu begrifflichen Einheiten (KrV A 115, 123, 125). Diese Synthesis muss aber nach Regeln a priori geschehen, d.h. muss unabhängig von jeder Erfahrung sein. Nur so kann der Verstand seine eigentliche Funktion erfüllen. Kant betont bereits in der zweiten Fassung der Deduktion der 1. Auflage der Kritik der reinen Vernunft:

Es kann aber nur die produktive (transzendentale) Synthesis der Einbildungskraft a priori stattfinden, denn die reproduktive (der Erinnerung) beruht auf Bedingungen der Erfahrung“ (KrV A 115 ff.).

Es handelt sich beim Schematismus somit um eine von Kant beschriebene Leistung der Urteilskraft, die es gestattet, sich einen Begriff „anschaulich“ zu machen durch eine allgemeine an der sinnlichen Wahrnehmung orientierte Vorstellung. Diese bildhafte Vorstellung aber darf ausdrücklich nicht mit den eigentlich sinnlichen Qualitäten der konkreten Wahrnehmung verwechselt werden (KrV B 179).

Die „Vorstellung … von einem allgemeinen Verfahren der Einbildungskraft, einem Begriff sein Bild zu verschaffen, nenne ich das Schema zu diesem Begriffe" (KrV B 179 f.).

Die bildhafte Vorstellung des Schemas nach Kant vereinigt in sich alle Unterschiede konkreter und besonderer Art. Solche Unterschiede sind nach Kant grundsätzlich als zeitliche Veränderungen zu verstehen.

Die Zeit als die formale Bedingung des Mannigfaltigen des inneren Sinnes, mithin der Verknüpfung aller Vorstellungen, enthält ein Mannigfaltiges a priori in der reinen Anschauung“ (KrV B 177).
Schemata sind „nichts als Zeitbestimmungen a priori nach Regeln …“ (KrV B 184)

Ästhetische Urteile[Bearbeiten]

Eine Anschauung kann einer Idee niemals angemessen zugeordnet werden (KdU § 59 B 254). Beim Urteil über das Schöne und Erhabene ist auch Schematismus nicht ausschlaggebend, vielmehr ist exemplarische Gültigkeit für die Urteilsfindung entscheidend (KdU, § 22, B 67). Wir können zwar viele Dinge mit dem allgemeinen Anspruch auf Schönheit auszeichnen, Schönheit an sich wird dadurch jedoch höchstens flüchtig offenbar.

Es zeigt sich hier vielleicht sogar nur eine rasch vorübergehende Wirkung, eine flüchtige Wirklichkeit, die auf geheimnisvolle Weise einen Bezug herstellt zur Ontologie, der Wissenschaft vom Sein, „eine flüchtige Sicht von etwas, das nicht erscheint“.[2] Im Gegensatz zur Erkenntnistheorie sagt uns die Ontologie nicht, was zum Beispiel schön ist, sondern was Schönheit ist. Mit der Flüchtigkeit der Erscheinungen wird aber ein Gegensatz offenbar zwischen statisch-strukturierender begrifflicher Auffassung – wie am oben genannten Beispiel ›Tisch‹ dargelegt – und dynamisch psychologischer Betrachtung – wie am Beispiel des Erlebens und Bewertens weiter aufzuzeigen wäre. Diese Unterscheidung wird auch von Kant getroffen, wenn er in diesem Zusammenhang von Psychologie spricht, „deren Synthesis lediglich empirischen Gesetzen, nämlich denen der Assoziation, unterworfen ist“ (KrV B 152). In seiner Anthropologie behandelt Kant die Erinnerung, das Vermögen, sich „das Vergangene zu vergegenwärtigen“ zusammen mit einem „Vorhersehungsvermögen“. Beide sind Fähigkeiten der „Assoziation“.[3]

Gerade die Mannigfaltigkeit des sinnlichen Empfindens ist wohl in ästhetischen Urteilen ausschlaggebend. Ähnlich der Bedeutung des Schemas für die Verstandestätigkeit ist das Beispiel für das Urteilsvermögen zum Beispiel in Sachen Schönheit wesentlich, also immer dann, wenn wir uns mit besonderen Dingen befassen (KdU § 57, Anm. II, B 254).

Külpes Antizipationsschema[Bearbeiten]

Oswald Külpe (1862–1915) hat den Begriff des antizipierten Schemas als ausdrücklicher Kenner Kants und seiner Lehre vom Schematismus geprägt. Damit machte er den Begriff des Schemas psychologisch und sinnesphysiologisch aufschlussreich. Er ging von einer zugleich systematisch wie dynamisch ordnenden Ursache im Denken aus. Schemata seien dafür verantwortlich, dass wahrnehmbare Ereignisse überhaupt so und nicht anders wahrgenommen werden, vgl. Schema (Psychologie) als Darstellung eines Sachverhalts in seinen - zumindest subjektiv betrachtet - wichtigsten Aspekten. Sein Standpunkt wurde auch in logischer Hinsicht übernommen. Külpe unterschied eine logische Aprioriät von einer genetischen. Beispiel für die logische Apriorität des Verstandes sei der Satz 7+5=12. Von genetischer Apriorität des Verstandes spreche Kant, indem er die Unabhängigkeit der Erkenntnis von der Erfahrung im Auge habe. Hermann Cohen (1842–1918) habe die logische Apriorität als die allein brauchbare erkenntnistheoretische Bestimmung nachgewiesen.[4] Antizipation ist ein psychologisches Konstrukt von Granville Stanley Hall (1844–1924) und bedeutet soviel wie gedankliche Vorwegnahme. Hall konnte experimentell nachweisen, dass beim Lernen sinnloser Silben manche Silben bei einer konstanten Vpn. reproduzierbar vorzeitig wiedergegeben wurden. Dies nannte er Antizipationsreaktion bzw. Antizipationsfehler.[5]

Jaspers[Bearbeiten]

Das Fehlen ausgeprägter Details ist für Kinderbilder charakteristisch. Verzicht auf Detailgenauigkeit rückt ein Bild in die Nähe schematischer Darstellung, auch wenn auf diesem Bild wohl eindeutig ein Frauengesicht erkennbar ist. Das Bild wurde von einem dreijährigen Kind gestaltet.

Die Unterschiede zwischen Vorstellung und Wahrnehmung nach heutigem Kenntnisstand gehen aus Tab. 1 hervor, auch wenn sie eher die Unterschiede zwischen innerem und äußerem Auge hervorheben und die Frage offenlassen, ob es nicht auch Unterschiede zwischen Wahrnehmungen und Vorstellungen auf anderen Sinnesgebieten als auf dem optischen gibt. Insofern folgt die Tabelle dem Begriff ›Anschaulichkeit‹ und nimmt die damit verbundene Beschränkung auf optische Sinnesqualität hin. Allerdings weist das Schauen nicht notwendigerweise optischen Charakter auf. Schauen hat ähnlich wie das Sehen lediglich hohen subjektiven Sicherheitsrang. - Bildhafte Vorstellungen nach Kant (Anschauungen) entstehen aus einem allgemeinen und einheitlichen durch die reine Einbildungskraft hervorgebrachten Entwurf, der mit einem Erinnerungsbild nur vergleichbar ist. Einbildungskraft macht den empirischen Gebrauch ihrer reproduktiven Fähigkeit erst möglich (KrV A 115, 123, 125). Dazu sagt Hannah Arendt:

Was Kant das Vermögen der Einbildungskraft nennt, nämlich das, was in der sinnlichen Anschauung nicht vorhanden ist, gegenwärtig zu machen, hat weniger mit der Erinnerung zu tun als mit einem anderen – das seit den Anfängen der Philosophie bekannt ist. Parmenides (Frag. 4) nannte es ›nous‹ (das Vermögen, die Dinge zu schauen, die, obgleich abwesend, anwesend sind), …[6]
Wahrnehmungen Vorstellungen
1. Gegenstandscharakter leibhaftig, objektiv bildhaft, subjektiv
2. Erscheinungsraum äußerer, objektiver Raum innerer, subjektiver Raum
3. Bestimmtheit und Klarheit der Zeichnung vollständig bestimmt mit allen Details, konkret unbestimmt, unvollständig, nur in einzelnen Details, symbolisch, schemenhaft
4. Kontrast, Tönung und Brillanz kontrastierend in voller sinnlicher Frische, leuchtende Farben deutlicher Abfall von Kontrast und Brillanz, z.T. nur Grautöne
5. Veränderlichkeit konstant und so reproduzierbar zerflatternd, zerfließend, stets wieder neu produktionsbedürftig
6. Spontaneität vom Willen unabhängig, nicht spontan produzierbar, Gefühl der Passivität durch den Willen beliebig produzierbar, Gefühl der Aktivität

Tab. 1: Gegenüberstellung von Wahrnehmung und Vorstellung nach Karl Jaspers, leicht modifiziert[7]

Arendt[Bearbeiten]

Bilderschrift ist bezeichnend für den Übergang von bildhaft anschaulicher Vorstellung zum Wort bzw. Begriff. Ptolemäischer Hieroglyphentext am Tempel von Kom Ombo.

Hannah Arendt hat die Gegensätzlichkeit von Gesichts- und Gehörsinn herausgearbeitet. Der Gehörssinn wird von ihr charakterisiert als der Sinn der zeitlichen Abfolge von Empfindungen.[8] Sie zitiert dabei Hans Jonas.[9] Im Gegensatz dazu stehe der Gesichtssinn, der uns eine ‚gleich-zeitige Mannigfaltigkeit‘ liefere. Im jüdischen, islamischen und christlichen Glauben ist z. B. die Begriffsbildung Gottes an das Verbot der bildlichen Darstellung geknüpft, vgl. → Abstraktionstheorie. Auch das Schema ist als eine Form der Abstraktion zu erfassen.

Bei dem Versuch, die Berechtigung aber auch die Grenzen des Schematismus aufzuzeigen, soll auf drei konkrete Beispiele hingewiesen werden, die Beispiele des Achilles (1), des Jesus von Nazareth (2) und des Franz von Assisi (3), die Hannah Arendt als Beleg für „exemplarische Gültigkeit“ nach Kant herangezogen hat. Sie schreibt:

Das Beispiel ist das Besondere, das einen Begriff oder eine allgemeine Regel enthält oder von dem angenommen wird, dass es sie enthält. Wie zum Beispiel ist man fähig, eine Tat als mutig zu beurteilen, einzuschätzen? Wenn man urteilt, sagt man spontan, ohne irgendwelche Ableitungen aus allgemeinen Regeln: Dieser Mann hat Mut. Wenn man ein Grieche wäre, hätte man ›in den Tiefen seines Gemüts‹ das Beispiel des Achilles. … Wenn wir von jemandem sagen, dass er gut ist, haben wir in unserem Gedächtnis das Beispiel des hl. Franziskus oder des Jesus von Nazareth. Das Urteil hat exemplarische Gültigkeit in dem Maße, in dem das Beispiel richtig gewählt wird.[10]

Das Erleben und Bewerten ganz unterschiedlicher Erfahrungstatsachen schließt einen Schematismus der Werte im Sinne Kants auf der Basis exemplarischer Gültigkeit und damit der Wertephilosophie nicht aus.[11]

Ein magisches Tierbild, das als Vorstellungsinhalt symbolisch und stellvertretend für den Zugriff auf die Jagdbeute verstanden werden könnte. Das Malen des Bildes wäre dann eine die Jagd vorbereitende Probehandlung. Begriffe wie „Jagd“ sind offenbar eine Vorbedingung zur Ausführung eines solchen Handlungsschemas. Vorstellungen sind Vorstufen der Begriffsbildung.

Hannah Arendt (1906–1975) bezieht sich in Ihrer Vorlesung „Über Kants politische Philosophie“ auf den Schematismus Kants und die damit verbundene Rolle der Einbildungskraft ebenso wie auf seinen Begriff der exemplarischen Gültigkeit. Sie hielt die dreizehnstündige Vorlesung 1970 an der New School for Social Research in New York. Damit vertrat sie offenbar „eine Auffassung von Politischer Wissenschaft, die das Besondere (Geschichten, historische Beispiele) und nicht Universalien (den Begriff des historischen Prozesses, allgemeine Gesetze der Geschichte) in den Mittelpunkt stellt. Arendt zitiert Kant, um klarzumachen, dass die Schemata für die Erkenntnis das leisten, was Beispiele für das Urteil erbringen (KdU § 59).“[12]

Gadamer[Bearbeiten]

Bei der von Hans-Georg Gadamer (1900–2002) beschriebenen Methode der geisteswissenschaftlichen Induktion bezieht sich dieser nicht explizit auf Kant, vgl. nachstehendes Zitat ganz zu Beginn von Gadamers Wahrheit und Methode. Gadamer beruft sich allerdings bei der geisteswissenschaftlichen Induktion auf das Taktgefühl,[13] ebenso wie Kant in der Analytik der ästhetischen Urteilskraft auf den Geschmack (KdU § 1, B 3 f. Fußnote). Aber auch Reichtum des Gedächtnisses wird von Gadamer für die damit als psychologisch-empirisch zu bezeichnende Induktion gefordert. Dies liegt sicher nicht im Sinne von Kants Schematismus. Erfahrung hat nach Kant „keine wahre allgemeine Gültigkeit“ (KrV B 241). Das gilt natürlich auch für die Induktion nach empirischen Regeln (KrV B 124; vgl a. KrV B 3, 241, 356).

Im Übrigen entspricht aber die „Wahrnehmung der gesellschaftlich-geschichtlichen Welt“, vgl. d. Auszug, vollauf dem inneren Sinn Kants und seiner vorzüglich zeitlichen Anschauungsform, siehe Abs. Zeit. Auch entspricht die Beschreibung der geisteswissenschaftlichen Methode bei Gadamer letztlich wohl auch dem wechselseitigen Verfahren der subsumierenden und reflektierenden Urteilskraft bei Kant und der besonderen Rolle, die dabei dem Einzelnen und Besonderen zukommt, vgl. casus in terminis (KrV B 173) und apriorisches Urteilsvermögen (KdU B XXV ff.).

Insoweit Kant in der Urteilskraft das Vermögen sieht, „das Besondere als enthalten unter dem Allgemeinen zu denken“ (KdU B XXV), leistet er einen indirekten Beitrag zum Universalienstreit. Kants Schematismus nimmt dabei eine „vermittelnde Vorstellung … (ohne alles Empirische)“ ein (KrV B 177).
Die schwierigere Aufgabe für beide Vermögen der Urteilskraft liegt dann vor, wenn das Besondere gegeben ist und das Allgemeine erst gesucht werden muss (reflektierende Urteilskraft), das leichtere Problem besteht umgekehrt darin, dass das Allgemeine bekannt und das Besondere als zu subsumierender Fall für das Allgemeine gesucht wird (bestimmende oder subsumierende Urteilskraft).[14] Beides, reflektierendes und subsumierendes Urteilsvermögen, muss als rein transzendentales Verfahren (ohne alles Empirische) angesehen werden.

Gadamer hält wohl insofern die Unterscheidung der bestimmenden und reflektierenden Urteilskraft, auf die sich Kant in KdU bezieht, als „keine unbedingte".[15] Er verweist auf Hegel, der sie zwar anerkennt, sie aber als jeweils subjektive Fähigkeiten ansieht.[16] Auch auf die Relativierung durch Kuno Fischer des Gegensatzes von gegebenem und zu findendem Allgemeinen im Sinne der Identitätsphilosophie wird von Gadamer hingewiesen.[17] Hannah Arendt hält den Schematismus jedenfalls auf das Urteilsvermögen nach Kant anwendbar (ebd.). Die Bedeutung des Einzelfalles teilt sie hier mit seiner Bedeutung für die Politische Philosophie Kants. Zum Verfahren der geisteswissenschaftlichen Induktion schreibt Gadamer:

„Die Erfahrung der gesellschaftlich-geschichtlichen Welt läßt sich nicht mit dem induktiven Verfahren der Naturwissenschaften zur Wissenschaft erheben. Was auch immer hier Wissenschaft bedeuten mag und wenn auch in aller historischen Erkenntnis die Anwendung allgemeiner Erfahrung auf den jeweiligen Forschungsgegenstand eingeschlossen ist - historische Erkenntnis erstrebt dennoch nicht, die konkrete Erscheinung als Fall einer allgemeinen Regel zu erfassen. Das Einzelne dient nicht einfach zur Bestätigung einer Gesetzmäßigkeit, von der aus in praktischer Umwendung Voraussagen möglich werden. Ihr Ideal ist vielmehr, die Erscheinung selber in ihrer einmaligen und geschichtlichen Konkretion zu verstehen. Dabei mag noch so viel allgemeine Erfahrung wirksam werden: das Ziel ist nicht, diese allgemeinen Erfahrungen zu bestätigen und zu erweitern, um zur Erkenntnis eines Gesetzes zu gelangen, etwa wie Menschen, Völker, Staaten überhaupt sich entwickeln, sondern zu verstehen, wie dieser Mensch, dieses Volk, dieser Staat ist, was er geworden ist — allgemein gesagt: wie es kommen konnte, daß es so ist.“[18]

Analytische Philosophie[Bearbeiten]

Die u.a. auf Bildung von Begriffen beruhende Erkenntnis trägt notwendig subjektive Züge. Kant sagte: „Die Verstandesbegriffe drücken alle actus der Gemütskräfte aus …“[19] Hieraus kann folgender Schluss gezogen werden: „Transzendentale Philosophie ist damit zu einer Theorie solcher »Gemütskräfte« verpflichtet, nämlich zu einer Theorie erkennender Subjektivität nach ihrer für Erfahrung notwendigen, aber von Erfahrung unabhängigen Leistungen.“[20]

Dies war Anlass für Anhänger der analytischen Philosophie, die Rolle der Erfahrung bei der (transzendentalen) Bildung der Begriffe näher zu untersuchen und damit verbunden auch Kants Lehre des Schematismus neu aufzugreifen. Schemata werden immer strukturiert verstanden. Für die analytische Philosophie lag es daher nahe, diese Struktur in einem für Erfahrung sprachwissenschaftlich und auch für das Verständnis sprachphilosophisch zugänglichen Beziehungsverhältnis von Begriffen untereinander zu suchen. Subjektive erkenntniskritische Funktionen wurden hierbei insgesamt verworfen. Man bezog sich nur z.T. auf die analytischen Urteile Kants – vgl. a. die Struktur seiner Kategorientafel – hauptsächlich schloss man sich dem in den Prolegomena eingeführten Begriff der analytischen Methode an.[21][22][23][24]

Gegen dieses erfahrungswissenschaftliche Konzept einer Philosophie wurden beachtliche Einwände erhoben. Während Kant eine feste Struktur im menschlichen Verstand annahm, welche die Vielfalt der Erscheinungen zu übereinstimmenden begrifflichen Einheiten zusammenfügt, ging man seitens der analytischen Philosophie von einer festen logischen Struktur der Begriffe aus. Diese feste und fortdauernde Struktur der Begriffe und Axiome muss jedoch ebenfalls nachprüfbar sein, wenn man die Nachprüfbarkeit der Beständigkeit subjektiver Verstandesleistungen anzweifeln will. So betrachtet ist man auf Kriterien angewiesen, die erneut der Überprüfung bedürfen. Weder die eine noch die andere Prämisse lässt sich aber sicher objektivieren. Selbst wenn dies möglich wäre, so bedürfte es für die Gegenthese der analytischen Philosophie eines Verifikationsprinzips für die behauptete Fortdauer der Gegenstände ohne unsere Wahrnehmung. Die Fortdauer der Gegenstände ohne unsere Wahrnehmung kann als Gegenbehauptung zu Kants These der kopernikanischen Wende (KrV B XVI f.) angesehen werden. Damit meinte Kant, dass sich unsere Erfahrung nach dem Anschauungsvermögen richte und nicht umgekehrt, wie bis dahin allgemein angenommen wurde.

Angesichts fehlender Beweisbarkeit beider genannter Ansätze, d.h. sowohl der Transzendentalphilosophie als auch der Analytischen Philosophie meint Bittner, dass sich damit beide relativiert haben. Eine Alternative zur Grundbehauptung der Transzendentalphilosophie wäre es, den Begriffsrahmen bzw. die fundamentale begriffliche Ausstattung des Menschen a priori zu relativieren. Diese begrifflichen Fähigkeiten nämlich „werden teils anerzogen, teils bewußt gewählt, und wir akzeptieren oder verwerfen sie aus der gleichen Art von Gründen wie jede andere Theorie“. Sie waren ohne Zweifel Ideal der aufgeklärten Vernunft Kants. Aufgeben solcher aufgeklärten Überzeugung wäre aber gleichzeitig auch Aufgabe der Hoffnung, „Grundbedingungen von Erfahrung und Objektivität selbst verständlich zu machen und so ihnen ihre Fremdheit zu nehmen.“[25]

Kritischer Rationalismus[Bearbeiten]

Die zuletzt geäußerte Position Bittners scheint eine grundlegende Kritik gegenüber Theorien darzustellen, die dem Positivismus nahestehen. Ja sie scheint auch gegenüber dem Kritischen Rationalismus (KR) zuzutreffen. Bernhard Döring kommt zu einem ähnlichen Ergebnis in seiner Untersuchung des Bezugs Poppers auf die Transzendentalphilosophie Kants. Der KR betone unter Bezug auf Kant die Rolle des aufklärerischen Geistes beim Erkenntnisprozess. Dies aber geschehe zu Lasten der idealistischen Philosophie Kants und jener Schule, die nach Auffassung Poppers die Aufklärung vernichtete, d.h. der romantischen Schule des deutschen Idealismus.[26] Damit erhalte Erkenntnis einen allzu deterministischen Aspekt. „Der zunächst völlig unbestimmte »Gegenstand«, den wir wahrnehmen, »affiziert« (d.h. er regt an, determiniert aber nicht) unsere Sinnlichkeit, wodurch eine weitere inhaltlich unbestimmte »Empfindung« bewirkt und vom Verstand zu »Begriffen« geordnet wird.“[27] Diese Kritik an Popper ist auch auf den Schematismus Kants zu beziehen, da das Schema nicht als ein bereits fertiges Gebilde zu verstehen ist, sondern vielmehr eine unter dem Einfluss von Empfindungen aktiv entwickelte Vorstellung, an welcher der unbestimmte Gegenstand der Anschauung, die Erscheinung, gemessen werden kann. Im folgenden Auszug bezieht sich Döring zunächst auf einen Gedanken Poppers, wobei er den Gedanken allerdings nicht im Sinne des KR weiterführt.:

Und »nicht die Sinnesdaten, sondern unser eigener Verstand - die Organisation und Konstitution unseres geistigen Assimilierungssystems - ist verantwortlich für unsere naturwissenschaftlichen Theorien. Die Natur, die wir mit ihrer Ordnung und ihren Gesetzen erkennen, ist das Resultat einer ordnenden und assimilierenden Tätigkeit unseres Geistes.«[28] Sich diese Wende innerhalb der Erkenntnistheorie - Abkehr von Nachahmungsprozessen in isomorphen Bildern, Hinkehr zur Konstitution von Welterzeugungsweisen[29] - vorzustellen, macht eine der Hauptschwierigkeiten im Begreifen des neuzeitlichen Denkens aus. das bei Kant seinen konstruktivistischen Höhepunkt findet: »Der Verstand schöpft seine Gesetze (a priori) nicht aus der Natur, sondern schreibt sie dieser vor.«[30]
Dies stellt eine gewagte These in den Raum, die vor allem die Grundlagen der Naturwissenschaft bis zum heutigen Tag erschüttert, solange immer noch davon ausgegangen wird, den »Plan Gottes«[31] - oder - in säkularisierter Form - die physikalische Einheitsformel (Grand Unified Theory) finden zu können. Dann würde, wie bei der »Evolutionären Erkenntnistheorie« der Gegenwart, die ptolemäische Rückdrehung zum Weltbild des Mittelalters (adaequatio intellectus et rei) erreicht und der idealistische Ansatz der Kantischen Leistung einem deterministischen Realismus geopfert.[32] Unter voraussetzungskritischer Reflexion jedoch kann das vorkantische Niveau der Philosophie kaum mehr beschritten werden, solange der Ansatz einer sich selbst in Begriffe einteilenden Natur vermieden wird. »Wir müssen, sagt Kant, die Idee aufgeben, daß wir passive Zuschauer sind, die warten, bis die Natur ihr ihre Gesetzmäßigkeiten aufdrängt. An die Stelle dessen müssen wir den Gedanken setzen, daß … wir, die Zuschauer, ihr die Ordnung und die Gesetze unseres Verstandes aufzwingen.«[33] Denn das, was wir im alltäglichen Umgang als nackte Tatsachen zu beschreiben gewohnt sind, ist nicht bereits vorstrukturiert portraitierbar, sondern wird uns erst zum Bild der Natur, indem wir es selbst mit unseren Mitteln entwerfen. Es handelt sich immer nur um eine Natur »für uns«, niemals um eine solche »an sich«. Doch dies ist ein Problem, das sich auch über 200 Jahre nach Kants Kritik der reinen Vernunft nach seinen Prolegomena (und mehr noch nach seiner Kritik der Urteilskraft) in zahlreichen Darstellungen und Interpretationen noch nicht zu allgemeiner Plausibilität hat lösen lassen. Das Paradigma der starren Subjekt/Objekt-Spaltung (die natürlich selbst nur subjektiver Natur sein kann) läßt noch immer die Geister beschwören, die ohne unser Zutun tätig werden könnten. … Eine schematisierte und konstruierte Natur hingegen ist sehr wohl dazu fähig, unser von uns selbst an sie herangetragenes Schema der Interpretation[34] von ihr nachträglich wieder ablesen zu lassen.[35]

Strukturalismus und Funktionalismus[Bearbeiten]

Ähnlich wie die analytische Philosophie betont auch der Strukturalismus den Wert sprachlicher Strukturen. Strukturen sind nach dem französischen Strukturalismus, wie er nach dem Zweiten Weltkrieg aufgetreten ist, reale Gegebenheiten, die objektiv vorhanden und subjektiv enthüllt werden können.[36][37] Struktur ist stets eng verbunden mit Funktion. Der Funktionalismus war nicht nur in der Sinnes- und Nervenphysiologie von Bedeutung, vgl. den oben genannten Begriff des Antizipationsschemas, sondern hat auch in Soziologie und Politologie neue Deutungen gefunden, so zum Beispiel bei Jürgen Habermas und Niklas Luhmann. Versteht man unter Schematismus ein Gestaltprinzip, das Erkenntnis ermöglicht, so sind Strukturalismus und Funktionalismus bereits darin enthalten.

Im Hauptartikel Strukturalismus ist der Terminus der Sprache als Zeichensystem eingeführt, als Gesamtheit von geschriebener und gesprochener Sprache (franz. langue), sei es insgesamt in einer bestimmten Epoche oder sei es bei sprachlich für eine bestimmte Epoche repräsentativen Schriftstellern. Für das Verständnis einer lebenden Sprache wesentlich sind jedoch neben diesen allgemeinen Merkmalen auch die jeweils wechselnden, ganz individuellen Sprachstile einzelner natürlicher Mitglieder der Sprachgemeinschaft (franz. parole). Die Redewendung „adresser la parole à qn.“, d.h. jemanden ansprechen, gebraucht daher diesen immer nur als einzelnen Sprechakt verständlichen Ausdruck „parole“ anstelle des allgemeinverbindlichen Begriffs „langue“.

Diese Unterscheidung zwischen franz langue und parole kann als ergänzender Hinweis dienen für den oben in Abs. Analytische Philosophie erläuterten Gegensatz zwischen Kants These der kopernikanischen Wende und der analytischen Position der Fortdauer der Gegenstände ohne unsere Wahrnehmung. Langue und Parole stehen in einem ständigen produktiven Wechselverhältnis ähnlich wie Wahrnehmung und Vorstellung. Es kann sich also in der Beurteilung beider Thesen nicht um ein Entweder-Oder, sondern nur um ein Sowohl-als-Auch handeln. Beide Sichtweisen dürfen als strukturelle Gegebenheiten anerkannt werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hannah Arendt: Das Urteilen. Texte zu Kants politischer Philosophie. 1. Auflage. Piper, München 1985, ISBN 3-492-02824-1, S. 8, 104, 106 ff.
  • Peter Baumanns: Kants Philosophie der Erkenntnis. Durchgehender Kommentar zu den Hauptkapiteln der „Kritik der reinen Vernunft“. Königshausen & Neumann, Würzburg 1997, ISBN 3-8260-1299-2.
  • Martin Heidegger: Kant und das Problem der Metaphysik. 2. Auflage. 1951.
  • Oswald Külpe: Beiträge zu einer Psychologie des Denkens. In: Archiv für die ges. Psychol. Bd. 4, 1905.
  • Hans Lenk: Schemaspiele. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-518-58193-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Abstraktum zu Schema, Wortherkunft siehe dort
  2. Arendt: Das Urteilen. 1995, S. 106, Abs. 1
  3. Immanuel Kant: Anthropologie in pragmatischer Hinsicht. B 68 (zitiert nach Hannah Arendt: Das Urteilen. 1995, S. 105)
  4. Oswald Külpe: Immanuel Kant. B.G. Teubner, Leipzig 1921, S. 58 f.
  5. Wilhelm Arnold u. a. (Hrsg.): Lexikon der Psychologie. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-508-8, Spalten 130, 1970.
  6. Hannah Arendt: Das Urteilen. Texte zu Kants politischer Philosophie. 1. Auflage. Piper, 1985, ISBN 3-492-02824-1, S. 105.
  7. Karl Jaspers: Allgemeine Psychopathologie. 9. Auflage. Springer, Berlin 1973, ISBN 3-540-03340-8, S. 59.
  8. Hannah Arendt: Vom Leben des Geistes. Band 1: Das Denken. (1971) R. Piper & Co., München 1979, ISBN 3-492-02486-6, S. 116.
  9. Hans Jonas: Von der Mythologie zur mystischen Philosophie. Göttingen 1954 (die Fortsetzung von Gnosis und spätantiker Geist. Göttingen 1934), Kap. 3 über Philon von Alexandria, insbes, S. 94–97.
  10. Arendt: Das Urteilen. 1995, S. 110 f.
  11. Arendt: Das Urteilen. 1995, S. 140 ff. ab Kap. 6. und S. 189 f. ab letztem Abs.
  12. Ronald Beiner: Vorbemerkung zu dem Kapitel ›Die Einbildungskraft‹. In: Hannah Arendt: Das Urteilen. Texte zu Kants politischer Philosophie. 1. Auflage. 1985, Piper, ISBN 3-492-02824-1, S. 104.
  13. Hans-Georg Gadamer: Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik. (Gesammelte Werke, Band I, Hermeneutik I). J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1990, ISBN 3-16-145616-5, S. 11.
  14. Arendt: a.a.O., S. 101 f.
  15. Gadamer: Wahrheit und Methode. 1990, S. 44 f.
  16. Friedrich Hegel: Enz. § 55 ff.; dgl. Logik ed. Lasson, II 19
  17. Kuno Fischer: Logik und Wissenschaftslehre. S. 148.
  18. Gadamer: Wahrheit und Methode. . 1990, S. 10.
  19. Immanuel Kant: Refl. 4642 (in Band 17 der Akademie-Ausgabe der gesammelten Schriften), nach der Datierung von Adickes aus der ersten Hälfte der 1770er Jahre stammend.
  20. Rüdiger Bittner: Transzendental. In: Hermann Krings u. a. (Hrsg.): Handbuch philosophischer Grundbegriffe. Studienausgabe, 6 Bände. Kösel, München 1973, ISBN 3-466-40055-4, S. 1527, Abs. 2
  21. Peter Frederick Strawson: Individuals. London 1959.
  22. Peter Frederick Strawson: The Bounds of Sense. London 1966.
  23. Richard Rorty: Strawson’s Objectivity Argument. In: Review of Metaphysics. 24 (1970/71), S. 207–244.
  24. Richard Rorty: The World Well Lost. In: Journal of Philosophy. 69 (1972), S. 649–651 und S. 664 f.
  25. Bittner: Transzendental. 1973, S. 1538.
  26. Karl Raimund Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. 2 Bde., Tübingen 1992, Band I, S. XXI.
  27. Eberhard Döring: Immanuel Kant. Einführung in sein Werk. Marixverlag, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-00-2, S. 239.
  28. Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. 1992, S. XXVI.
  29. Nelson Goodman: Weisen der Welterzeugung. Frankfurt 1984.
  30. K. Vorländer (Hrsg.); Immanuel Kant: Prolegomena. Hamburg 1969, S. 79. (bei Popper ist der Klammersatz durch »…« eliminiert!)
  31. Stephen Hawking: Eine kurze Geschichte der Zeit. Die Suche nach der Urkraft des Universums. Reinbek 1993, S. 218: »Wenn wir jedoch eine vollständige Theorie entdecken (sic!), … werden wir uns alle - Philosophen. Naturwissenschaftler und Laien - mit der Frage auseinandersetzen können, warum es uns und das Universum gibt. Wenn wir die Antwort auf diese Frage landen, wäre das der endgültige Triumph der menschlichen Vernunft - denn dann würden wir Gottes Plan kennen.«
  32. Eberhard Döring: Evolution oder Freiheit? Aspekte zur Kritik der evolutionären Erkenntnistheorie. In: ders.: Krise der Rationalität. Bonn 1992.
  33. Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. 1992, S. XXVI.
  34. Hans Lenk: Interpretationsskonstrukte. Zur Kritik der interpretatorischen Vernunft. Frankfurt am Main 1993.
  35. Döring: Immanuel Kant. Einführung in sein Werk. 2004, S. 240 ff.
  36. Claude Lévi-Strauss: Structures élémentaires de la parenté. 1949.
  37. Claude Lévi-Strauss: L'Anthropologie structurale. 1958.