Schenefeld (Kreis Pinneberg)
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Pinneberg | |
| Höhe: | 21 m ü. NN | |
| Fläche: | 9,99 km² | |
| Einwohner: | 18 444 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1846 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 22869 | |
| Vorwahl: | 040 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PI | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 56 044 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Holstenplatz 3 - 5 22869 Schenefeld |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Christiane Küchenhof (SPD) | |
Schenefeld ist eine Stadt im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein und ein Teil der Agglomeration Hamburg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie und Verkehr
Die Stadt Schenefeld im Kreis Pinneberg grenzt im Süden, Südwesten und Südosten an die Stadt Hamburg, genauer an die Stadtteile Osdorf, Iserbrook und Lurup; im Nordwesten an die Stadt Pinneberg und im Norden und Nordosten an die Gemeinde Halstenbek.
Der Fluss Düpenau fließt quer durch die Stadt und ist daher auch auf dem Schenefelder Stadtwappen eingezeichnet.
Schenefeld ist in vielfältiger Weise eng mit Hamburg verbunden, so gehört es zum Beispiel telefonisch zum Ortsnetz Hamburg und wird sogar häufig wie ein Stadtteil als Hamburg-Schenefeld bezeichnet.
[Bearbeiten] Geschichte
Das heutige Stadtgebiet liegt in einem uralten Siedlungsraum. Der Heimatforscher Martin Mulsow berichtet von Funden wie Pfeilspitzen, Schabern und Äxten, Resten von Hünengräbern und Urnengrabfunden, die eine Besiedlung schon in der Steinzeit nachweisen. Schenefeld gehört mit großer Wahrscheinlichkeit in den Kranz der ganz alten Orte im heutigen Kreis Pinneberg.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahr 1256. Darin überweist der Dekan der Hamburger Kirche seine Besitzungen in Schenefeld und Sülldorf einem Priester zur Nutzung.
Im Pinneberger-Hatzburger Einnahme- und Ausgaberegister von 1464/1465 wird mit Haye Hardenbach der erste Bewohner Schenefelds namentlich erwähnt.
Über die genaue Einwohnerzahl lassen sich bis zur ersten Volkszählung im Jahre 1803, die eine Bewohnerzahl von 391 ergab, keine verlässlichen Aussagen treffen.
Die Entwicklung nach dem Ersten Weltkrieg prägte das heutige Stadtbild entscheidend. Bis dahin erstreckte sich das Hauptsiedlungsgebiet an der Straße von Hamburg nach Pinneberg, der heutigen Hauptstraße. Ehemalige Pulverschuppen einer Munitionsfabrik, die während des Ersten Weltkrieges angelegt wurde, allerdings nie die Produktion aufnahm, wurden nach 1918 zu Wohnhäusern umgebaut. Dies war die Keimzelle des Ortsteiles Schenefeld-Siedlung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung durch die Ansiedlung ausgebombter Hamburger und Heimatvertriebener stetig. Den größten Schub in der Entwicklung der Einwohnerzahl erlebte Schenefeld zwischen 1960 und 1970 durch Zuzug vieler Hamburger. In dieser Zeit verdoppelte sich die Bevölkerung knapp von 8.719 (1960) auf 15.161 (1970).
Ein Meilenstein war die Verleihung der Stadtrechte am 1. Juli 1972.
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung[1]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1803 | 391 |
| 1840 | 434 |
| 1880 | 649 |
| 1900 | 909 |
| 1925 | 1.458 |
| 1939 | 3.009 |
| 1945 | 4.470 |
| 1950 | 5.876 |
| 1955 | 6.760 |
| 1960 | 8.719 |
| 1965 | 13.084 |
| 1970 | 15.161 |
| 1975 | 15.747 |
| 1980 | 15.780 |
| 1985 | 16.028 |
| 1987 | 14.985 * |
| 1990 | 15.210 |
| 1995 | 15.747 |
| 2000 | 17.684 |
| 2005 | 17.873 |
| 2007 | 18.444 |
(*) Richtigstellung durch die Volkszählung 1987.
[Bearbeiten] Politik
Ergebnis der Kommunalwahl vom 2. März 2003
| Partei | Stimmen | Prozent | Sitze |
|---|---|---|---|
| CDU | 2.816 | 41,2% | 14 |
| SPD | 1.935 | 28,3% | 9 |
| Bündnis 90/Die Grünen | 658 | 9,6% | 3 |
| STATT Partei | 539 | 7,9% | 2 |
| PRO-Schill | 483 | 7,1% | 2 |
| FDP | 410 | 6,0% | 2 |
Die Fraktion der PRO-Schill hatte sich zwischenzeitlich in Offensive D umbenannt.
Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2008
| Partei | Stimmen | Prozent | Sitze |
|---|---|---|---|
| SPD | 2.346 | 39,8% | 11 |
| CDU | 2.121 | 36,0% | 10 |
| FDP | 801 | 13,6% | 3 |
| Offensive für Schenefeld (OfS) | 624 | 10,1% | 3 |
Die Grünen und die STATT-Partei sind mangels Kandidaten nicht mehr angetreten. Die OfS ist in Schenefeld die Nachfolge-Partei von PRO-Schill. Von 14.844 Wahlberechtigten haben nur 6.051 gewählt, was einer Wahlbeteiligung von 40,8% entspricht.
[Bearbeiten] Gemeindevorsteher und Bürgermeister
Die Bezeichnungen der Verwaltungsleiter haben sich im Lauf der Zeit geändert. Bis 1870 Voigt, ab 1870 Gemeindevorsteher, vom 7. April 1933 bis 3. September 1934 Gemeindeschulze und seitdem Bürgermeister.
Die Gemeindevorsteher und Bürgermeister wurden bis 1950 aus den Reihen der Gemeindevertretung gewählt, leiteten deren Sitzungen und führten die Gemeindeverwaltung ehrenamtlich.
Zwischen 1946 und 1950 führte Karl Matthies als Gemeindedirektor die Verwaltung hauptamtlich.
Seit 1950 führt der Bürgermeister die Schenefelder Verwaltung hauptamtlich. Bis 1998 wurde der Bürgermeister von der Gemeindevertretung / Ratsversammlung gewählt, seitdem direkt von der Schenefelder Bevölkerung.
- 1866–1876: Joachim Fuhlendorf
- 1876–1888: Johann Hinrich Timm
- 1888–1894: Hans Ellerbrock
- 1894–1908: Johann(es) Timmermann
- 1908–1917: Martin Wittmark
- 1917–1925: Cord Ellerbrock
- 1925–1933: Hinrich Karp
- 1933–1945: Hermann Ramcke, NSDAP
- 1945–1946: Paul Hertrich, SPD
- 1946–1950: Albert Schröder, SPD
- 1950–1962: Richard Döterling, SPD
- 1962–1973: Karl-Heinz Thron, SPD
- 1973–1979: Dr. Uwe Heering, FDP
- 1979–1985: Albert Burs, SPD
- 1985–1987: Frank Mudrack, CDU
- 1988–1994: Albert Burs, SPD
- 1994–2006: Günter von Appen, parteilos
- seit 2006: Christiane Küchenhof, SPD
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „In Grün ein schräglinker goldener Wellenbalken, begleitet oben von zwei goldenen Pflugscharen, unten von einem goldenen Maschinenrad.“[2]
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Schenefeld unterhält Städtepartnerschaften mit dem weißrussischen Luninez (seit 8. Oktober 2001) und mit dem französischen Voisins-le-Bretonneux (seit 20. Mai 2006).
[Bearbeiten] Wirtschaft
In Schenefeld sind mehrere große Unternehmen ansässig. So wird seit dem März 1963 in Schenefeld Brot von der Harry-Brot GmbH gebacken, nachdem der Standort in Hamburg-Bahrenfeld aufgegeben wurde.
Am 1. Juni 1975 weihte die PVG nach einem Umzug aus Rellingen ihren neuen Betriebshof mit Verwaltungssitz am Osterbrooksweg 73 ein. Seitdem bedienen die Busse von Schenefeld aus den Hamburger Westen und große Teile des Kreises Pinneberg.
1975 fusionieren die Spar Zentralen Hamburg Süd und Hamburg Nord zur Pfeiffer & Schmidt OHG mit Sitz in Schenefeld und bilden die Spar Zentrale Hamburg. In Schenefeld befinden sich die Verwaltung und ein großes Zentrallager. Im September 2005 übernahm Edeka Spar.
Daneben sind noch die Unternehmen Electraplan Solutions (Unterflur-Installationstechnik), Interschalt (Elektronik), Schloss Göhrde (Tiefkühlprodukte) und Hermes Schleifmittel zu erwähnen.
Einen weiteren Aufschwung erhofft sich die Stadt durch den Bau des Röntgenlasers XFEL, den das Forschungszentrum DESY seit Januar 2009 errichtet. Dabei wird ein 3,4 Kilometer langer Tunnel von Hamburg-Bahrenfeld nach Schenefeld gebaut. Hier entsteht eine unterirdische Experimentierhalle, in der mit den Röntgenblitzen geforscht wird. Über der Halle werden Gebäude für Labore, Büros, Bibliothek und Hörsaal errichtet. Dazu kommen Versorgungsgebäude.[3]
[Bearbeiten] Sport
Von größerem Bekanntheitsgrad ist die Spielvereinigung Blau-Weiß 96 Schenefeld e.V., ein Breitensportverein mit ca. 3.200 Mitgliedern, die in 16 Abteilungen Sport treiben (Aikido, Badminton, Basketball, Fitness, Freizeit-Aktiv, Fußball, Handball, Judo, Ju-Jutsu, Leichtathletik, Schwimmen, Tanzen, Tischtennis, Turnen, Unihockey und Volleyball).
[Bearbeiten] Bildung
Im Schulzentrum Achter de Weiden liegen das Gymnasium, die Realschule und die Hauptschule der Stadt. Außerdem gibt es in Schenefeld zwei Grundschulen, die Gorch-Fock-Schule und die Schule Altgemeinde.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Boris Lauterbach (*1974), Mitglied der Musik-Gruppe Fettes Brot
[Bearbeiten] Literatur
- Dr. Ingo Puder: Chronik Schenefeld. anlässlich des 25. Stadtjubiläums veröffentlicht, Herausgeber: Stadt Schenefeld, 1997
[Bearbeiten] Belege
[Bearbeiten] Weblinks
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