Scherben
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Datei:Niederrheinische Bauertöpferei.jpg
Fragment einer Niederrheinischen Fesstagsschüssel. Deutlich erkennbar ist der hellrote Scherben.
Als den Scherben bezeichnet man fachsprachlich in der Töpferei den für die Erstellung eines keramischen Werkstücks gebrannten Ton. Die chemische Umwandlung des Tons zum Scherben beginnt bei etwa 650°C. Der erste Brand (Vor- oder Schrühbrand) erfolgt zwischen 800 und 900°C. Erst dann kann der Ton nicht mehr durch Wasser oder flüssigen Glasurbrei aufgeweicht werden.
Der glasierte Scherben wird beim Zweitbrand (Glatt- oder Glasurbrand) bei 960 - 1100°C gebrannt. Mehr zur Herstellung von Fliesen siehe: Keramikfliese.
[Bearbeiten] Rezeption im Sprachgebrauch
Im Wiener Dialekt wird mit Scherben (Scherm) der Nachttopf bezeichnet. Hieraus leitet sich auch die Redewendung den Scherben aufhaben ab, welche bedeutet, dass jemand den Schaden hat oder großen Ärger bekommt.

