Schernfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schernfeld
Schernfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schernfeld hervorgehoben
48.911.1548Koordinaten: 48° 54′ N, 11° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Eichstätt
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Eichstätt
Höhe: 548 m ü. NHN
Fläche: 52,22 km²
Einwohner: 3087 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 85132,
85072 (Harthof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 08422 bzw. 08421Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: EI
Gemeindeschlüssel: 09 1 76 160
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: VG Eichstätt
Pfahlstr. 17
85072 Eichstätt
Webpräsenz: www.schernfeld.de
Bürgermeister: Ludwig Mayinger (CSU)
Lage der Gemeinde Schernfeld im Landkreis Eichstätt
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Schernfeld ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Eichstätt und bildet mit den Gemeinden Pollenfeld und Walting die Verwaltungsgemeinschaft Eichstätt.

Geografie[Bearbeiten]

Schernfeld liegt auf der Hochfläche der Frankenalb, 6 km nordwestlich von Eichstätt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Es existieren folgende Ortsteile: Schönfeld, Schönau, Workerszell, Rupertsbuch, Sappenfeld, Langensallach, Birkhof, Harthof, Wegscheid, Sperberslohe, Ferdinandshof, Geländer und Lohrmannshof.

Geschichte[Bearbeiten]

Während der Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt wurden mindestens zwei Frauen aus Schernfeld und Langensallach als vermeintliche Hexen angeklagt und 1617 bzw. 1618 zum Tode verurteilt.

Das Amt des Hochstiftes Eichstätt gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis und fiel im Reichsdeputationshauptschluss 1803 mit dem größten Teil des hochstiftischen Gebietes an das Fürstentum Eichstätt des Erzherzogs Ferdinand von Toskana. Seit dem Frieden von Pressburg 1805 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[2] Mit der Gebietsreform 1972 kam die Gemeinde mit dem Landkreis Eichstätt von Mittelfranken nach Oberbayern.

Der Ortsteil Birkhof wurde 1186 erstmals urkundlich erwähnt als Birchach.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Sappenfeld, Schernfeld, Schönau und Schönfeld zur neuen Gemeinde Schernfeld zusammengeschlossen.[3] Am 1. Mai 1978 kam Workerszell hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.981, 1987 2.229 und im Jahr 2000 2.968 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Schernfeld hat 16 Mitglieder:

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 1996 Ludwig Mayinger von der Christlich-Sozialen Union.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 15. November 1985 durch die Regierung von Oberbayern genehmigt.

Blasonierung: „Unter gespaltenem Schildhaupt, darin vorne in Silber ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, hinten in Blau schräggekreuzt ein silbernes Flammenschwert und ein silberner Pfeil, in Rot ein silberner Ammonit.“

Im Zentrum des Wappens befindet sich ein Ammonit – die Versteinerung einer vor etwa 150 Millionen Jahren lebenden Weichtierart – als Hinweis auf die zahlreichen Fossilienfunde in den Jurasteinbrüchen des auf den Höhen der Eichstätter Alb liegenden Gemeindegebiets; im Museum Harthof werden viele dieser Funde ausgestellt. Das Schildhaupt symbolisiert die Kirchenpatrozinien im Gemeindegebiet: Das Kreuz steht für St. Georg in Schernfeld, der Pfeil für St. Sebastian in Sappenfeld sowie für St. Ägidius in Schönfeld, das Flammenschwert schließlich für St. Michael in Rupertsbuch. Die Farbgebung Rot-Silber erinnert an die ehemalige Territorialherrschaft des Hochstifts Eichstätt, die Farben Blau-Silber an das Kloster Rebdorf, das historisch als Grundbesitzer für das Gemeindegebiet von Bedeutung war.

Das Wappen wurde von dem Heraldiker Theodor Goerge aus Freising gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Schernfeld: Neben der Pfarrkirche St. Georg, einem Neubau aus den 1950er Jahren, beherrscht der alte Wasserturm das Ortsbild.
  • Schönfeld: Die Erbauungszeit der Kirche St. Ägidius ist nicht bekannt. Chor und Turm wurden im späten 17. Jahrhundert erbaut, das Langhaus wurde 1860 verlängert; im Zuge dieser Umbaumaßnahme wurde die ursprünglich barocke Kirche neuromanisch. Den Hochaltar baute 1726 Meister Jakob Meisler aus Dollnstein unter Wiederverwendung des alten Altarblattes; 1738 kamen von ihm zwei neue Seitenaltäre dazu. Die Altarblätter und zwei Antipendien malte der Eichstätter Künstler Martin Zwicklein (Zwickl). Das Dorf besitzt einen vom Eichstätter Hofbaumeister Maurizio Pedetti 1778 erbauten barocken Pfarrhof.
  • Schönau: Ortskapelle Mariä Himmelfahrt

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Schernfeld

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.069.000 €, davon waren umgerechnet 220.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 6, im produzierenden Gewerbe 221 und im Bereich Handel und Verkehr 50 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 58 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 957. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 94 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2547 Hektar, davon waren 1926 Hektar Ackerfläche und 620 Hektar Dauergrünfläche.

Walderlebniszentrum Schernfeld[Bearbeiten]

Das Walderlebniszentrum Schernfeld ist eine Einrichtung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt, Außenstelle Forsten in Eichstätt. Es wurde 1997 ins Leben gerufen, die Büroräume befinden sich im historischen Forstamtsgebäude in Schernfeld. Im Jahre 2004 wurde das neugebaute Anlaufzentrum Schönwieselhaus im Schernfelder Forst durch Staatsminister Miller eingeweiht. Nahe dem Schönwieselhaus befindet sich eine historische Wolfsgrube in sehr gutem Zustand. Für die Waldbesucher wurden bisher zwei Parcours (der Abenteuerparcours und die Naturentdeckungsreise) angelegt. Ein dritter Weg, besonders für Behinderte, ist schon etliche Jahre in Benützung.

Bildung[Bearbeiten]

2012 gab es folgende Einrichtungen:

  • Zwei Kindertagesstätten mit 142 Plätzen und 96 Kindern
  • Eine Volksschule in Schernfeld mit 9 Lehrern und 133 Schülern
  • Walderlebniszentrum Schernfeld
  • Regelmäßige Veranstaltungen des Katholischen Bildungswerkes im Landkreis Eichstätt in Schernfeld und in Schönfeld

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. E. Weis: Die Begründung des modernen bayerischen Staates (1799-1825), in: Das neue Bayern: Staat und Politik. Von 1800 bis zur Gegenwart, hrsgb. von Alois Schmid, zweite Ausgabe, München 2003, S. 4-128, hier: S.23
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 456.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 599.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schernfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien