Schiefsymmetrische Matrix

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Eine schiefsymmetrische Matrix (auch antisymmetrische Matrix) ist eine Matrix, die gleich dem Negativen ihrer Transponierten ist.

Mathematisch:


A^T=-A

bzw. für die Einträge


a_{ij} = - a_{ji} \qquad\forall i,j\in\{1,\ldots,n\}

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Eigenschaften

[Bearbeiten] Körpercharakteristik ungleich 2

Eigenschaften für Körper \mathbb{F} der Charakteristik ungleich 2:

  1. Die Einträge auf der Hauptdiagonalen sind Null
  2. Die Determinante schiefsymmetrischer Matrizen mit ungerader Dimension n ist wegen A^T=-A\, und daher \det(A)=\det(A^T)=\det(-A)=(-1)^n\,\det(A) gleich Null.

[Bearbeiten] Vektorraum

Die schiefsymmetrischen Matrizen bilden einen Vektorraum der Dimension \tfrac{n(n-1)}{2}. Ist der Körper \mathbb{F}=\R, so bezeichnet man diesen Vektorraum mit \mathfrak{so}(n). Die Bezeichnung rührt daher, dass dieser Vektorraum die Lie-Algebra der Lie-Gruppe \operatorname{SO}(n) (Spezielle orthogonale Gruppe) ist.

Die orthogonale Projektion vom Raum der Matrizen in den Raum der schiefsymmetrischen Matrizen ist bezüglich des kanonischen Skalarprodukts gerade

\begin{matrix}
\operatorname{Pr}:& \R^{n\times n}&\to& \mathfrak s\mathfrak o(n)\\
& A & \mapsto & \frac12(A-A^T)
\end{matrix}

Der orthogonale Rest ist die symmetrische Matrix

A-Pr(A)=\frac12(A+A^T).

[Bearbeiten] Exponentialabbildung

Die Abbildung

\begin{matrix}
\exp:& \mathfrak s\mathfrak o(n) & \to & \operatorname{SO}(n)\\
& A & \mapsto & \displaystyle\sum_{n=0}^\infty \frac1{n!}A^n
\end{matrix}

konvergiert, ist surjektiv und beschreibt gerade die Exponentialabbildung an der Einheitsmatrix I_n (siehe auch Spezielle orthogonale Gruppe).

[Bearbeiten] Kreuzprodukt

Die schiefsymmetrische Matrix kann verwendet werden, um das Kreuzprodukt als Matrixmultiplikation auszudrücken:


a\times b = S_a b

Dabei ist die schiefsymmetrische Matrix S_a definiert als:


S_a = \begin{pmatrix}
    0  & -a_3 &  a_2\\
    a_3 & 0 & -a_1 \\
    -a_2 & a_1 & 0 
  \end{pmatrix}

Auf diese Weise kann eine Formel mit Kreuzprodukt differenziert werden, etwa zur Berechnung der Fehlerfortpflanzung.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

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