Schiffbruch

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Die neunte Welle, Gemälde von Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski (1850)
Schiffbrüchige vor den Philippinen

Schiffbruch ist ein Unglück mit einem Schiff auf dem Wasser, bei dem das Wasserfahrzeug in Seenot geraten ist und aufgegeben werden muss.

Ursachen hierfür sind u. a. Havarie, Kentern, Stranden, Auflaufen auf Felsen oder Riffe, Untiefen, schwere Schäden (z. B. Feuer, Leck) oder Verwicklung in Tang (siehe Sargassomeer).

Die Passagiere und die Schiffsbesatzung müssen sich retten und Hilfe holen. Sie gelten als Schiffbrüchige.

Rettungsaktion vor Großbritannien

Aus den 1970er Jahren sind zahlreiche Fälle belegt, in denen Schiffbrüchige in Rettungsflößen oder -booten Schiffe in 0,5 bis 1,5 Seemeilen Distanz vorbeifahren sahen und es ihnen nicht gelungen ist, sich bemerkbar zu machen und die Schiffsbesatzung zu veranlassen, sie an Bord zu nehmen. So beschreiben z. B. Maurice und Maralyn Bailey, deren Segelyacht Auralyn am 4. März 1973 ca. 300 Seemeilen vor San Cristóbal auf den Galápagos-Inseln sank und die am 30. Juni 1973 von einem koreanischen Fischerboot an Bord genommen wurden, in ihrem Buch insgesamt sieben Begegnungen mit Schiffen, die an ihnen vorbeifuhren.

Nach internationalem Seerecht (Genfer Abkommen II von 1949) sind alle Schiffe dazu verpflichtet, ihre Fahrt zu unterbrechen, um Schiffbrüchige aufzunehmen.

Seenotrettung und medizinische Versorgung auf See[Bearbeiten]

Gezielte Hilfe bieten weltweit die Search-and-Rescue-Organisationen, in Deutschland ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) tätig.

Hospitalschiffe sind in der Regel größere Schiffe, deren vornehmliche Aufgabe die medizinische und sonstige Versorgung von auf See in Not geratenen Menschen ist. Dies schließt neben Kranken und Verletzten auch Schiffbrüchige mit ein. Eine weitere wichtige Aufgabe von Hospitalschiffen ist der Transport von kranken und verletzten Personen auf dem Seeweg. Die meisten Hospitalschiffe gehören zum militärischen Sanitätsdienst. Ein Hospitalschiff im Dienst einer zivilen Institution ist die spanische Esperanza del Mar. Ihr Haupteinsatzgebiet ist der Atlantik entlang der westafrikanischen Küste zwischen Marokko bzw. Mauretanien und Ghana. Der Heimathafen ist Las Palmas auf Gran Canaria.

Literatur[Bearbeiten]

  • Maurice & Maralyn Bailey: 117 Days Adrift. 1974. Reprint: Sheridan House, Dobbs Ferry, NY, 1993. ISBN 0-924486-31-7
  • Dougal & Lynn Robertson: Survive the Savage Sea.
  • Bernard Robin: Survivre à la dérive. Édition R. Chaix, Paris, 1977. Deutsch: Navy Survival Handbuch. Pietsch Verlag, Stuttgart, 1992 (4. Aufl.) ISBN 3-87943-942-7

Schiffbruch in der Literatur[Bearbeiten]

Siehe: Robinsonade

Siehe auch[Bearbeiten]


 Commons: Shipwrecks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien