Schifflange
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Distrikt: | Luxemburg |
| Kanton: | Esch-sur-Alzette |
| Fläche: | 7,71 km² |
| Einwohner: | 8653 (1. Januar 2011)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 1.122 Einw./km² |
| Ausländeranteil: | 54,90 % |
| Website: | www.schifflange.lu |
| Politik | |
| Wahlsystem: | Proporzwahl |
| Bürgermeister: | Roland Schreiner (LSAP) |
| 1. Schöffe: | Raymond Hopp (LSAP) |
| 2. Schöffe: | Carlo Feiereisen (LSAP) |
Schifflange (lux.: Schëffleng, dt.: Schifflingen) ist eine von 116 Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg und gehört zum Kanton Esch-sur-Alzette.
Schifflange zählt von der Gemarkungsfläche her zu den kleinsten Gemeinden des Landes, steht aber, was die Bevölkerungszahl betrifft, an neunter Stelle. Neue Wohngebiete und Gewerbeflächen sind im Entstehen, so dass die 10.000 Einwohner-Marke in absehbarer Zukunft überschritten wird.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Natur, Kultur, Geschichte
Der „Schëfflénger Bierg“ ist durch einen 8 km langen Rundwanderweg, der am Sportzentrum/Schwimmbad beginnt, als Naherholungsgebiet erschlossen. Der Berg liegt südlich von Schifflingen und besteht aus Anhöhen mit Kalkbuchenwald. Deren Grabungs- und Aufschüttungsflächen zeugen indes noch von der früheren Nutzung durch den Bergbau. Auf den ehemaligen Abraumhalden findet sich Trockenrasen, der insbesondere durch das Vorkommen von Orchideen bemerkenswert ist.
Ein geologischer Aufschluss macht die kalkigen Sandsteinformationen des oberen Lias sichtbar; diese enthalten aber nur im Differdinger Becken Minetteablagerungen. Am Schifflinger Berg liegen die Minette führenden Schichten höher, nämlich in den unteren Formationen des Dogger. Der Abbau der grauen Minette erfolgte von 1892 bis 1927 in der „Gro Minière“. Der Stollen wurde von der deutschen Wehrmacht gesprengt, um zu verhindern, dass sich dort Widerständler versteckten. 1865 errichtete Metz & Cie die „Metzerschmelz“ an den Ausläufern des Lallinger Berges. Das „Binnchen“ dorthin führte über die „Schwaarz Bréck“, die Ende der siebziger Jahre wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Die Gesellschaft fusionierte am 21. Oktober 1911 in die A.R.B.E.D. (Aciéries Réunies de Burbach, Eich, Dudelange), und es wurde ein Stahl- und Walzwerk gebaut.
Nach der Okkupation Luxemburgs durch die deutsche Wehrmacht am 10. Mai 1940 bildete sich um den Lehrer Albert Wingert eine Widerstandsbewegung, die auf dem Friedhof am Schifflinger Berg eine Druckerei, ein Waffenlager sowie einen Geheimsender versteckt hielt. Als im August 1942 für Luxemburger die allgemeine Wehrpflicht eingeführt wurde, kam es zu einem Streik im gesamten Lande, worauf die Besatzungsmacht mit Erschießungen, Deportationen in Gefängnisse und Konzentrationslager sowie Zwangsumsiedlungen reagierte. Insgesamt mussten etwa hundert Schifflinger ihr Leben unter dem Nationalsozialismus lassen.[2]
[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaft
Partnergemeinde von Schifflange ist die elsässische Gemeinde Drusenheim im französischen Département Bas-Rhin.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Astrid Lulling (* 1929), luxemburgische Politikerin
- Gilles Müller (* 1983), luxemburgischer Tennisspieler
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ STATEC Luxembourg – Population par canton et commune 1821–2011 (franz.)
- ↑ Syndicat d'Initiative et de Tourisme, Schifflange 1994: Schëfflénger Bierg - Rundwanderweg. (Prospekt)
[Bearbeiten] Weblinks
Bettemburg | Differdange | Dudelange | Esch-sur-Alzette | Frisange | Kayl | Leudelange | Monnerich | Pétange | Reckingen | Roeser | Rumelange | Sanem | Schifflange
49.5061444444446.0120694444444Koordinaten: 49° 30′ N, 6° 1′ O