Schiffsglocke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schiffsglocke auf der Chancellorsville

Die Schiffsglocke ist ein Instrument für Schallsignale. Etwa seit dem 16. Jahrhundert bis heute ist die Schiffsglocke unentbehrlicher Bestandteil eines jeden Schiffes.

Mit ihr wurden Zeit und Wachrhythmus (vergleiche Stundenglas), ausgesteckte Längen der Ankerkette sowie Warnsignale bei schlechter Sicht und Nebel gegeben. Sie wurden meist für jedes Schiff individuell aus Messing gegossen, der Handgriff am Klöppel ist meist kunstvoll aus Leinen geflochten (Platting). Daher sind sie für Historiker und Sammler interessante Stücke.

Die Zeit wird – anders als beispielsweise mit Kirchenglocken, die regelmäßig viertelstündlich läuten – halbstündig kundgetan: Ein Glockenschlag (ein „Glasen“) bedeutet eine halbe Stunde, die Glockenschläge werden dabei paarweise zusammengefasst. Die Zählung beginnt alle vier (statt zwölf) Stunden von vorn, weil eine Seewache vier Stunden dauert. Beispiel: Bei drei Doppelschlägen und einem Einzelschlag ist es „sieben Glasen“, was je nach Wache 3:30, 7:30, 11:30, 15:30, 19:30 oder 23:30 Uhr bedeuten kann.

Auf größeren Schiffen gab es meist zwei Schiffsglocken, eine große auf der Back, eine kleinere zum Glasen am Ruderhaus Vorkante Brücke oder an der Backbordseite.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]