Schiffstunnel

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Als Schiffstunnel (auch Schifffahrtstunnel oder Kanaltunnel) wird die mit Schiffen befahrbare Unterquerung eines Bergmassivs gezeichnet. Abhängig vom Tiefgang der Schiffe, welche den Tunnel künftig befahren sollen, wird der Tunnelboden entsprechend tief unterhalb der Wasseroberfläche angelegt. Schiffstunnel werden in der Regel errichtet, um gefährliche Fahrtstrecken zu vermeiden oder lange Fahrtstrecken zu verkürzen, ein Kanalbau aber aufgrund der Höhenunterschiede nur mit einer unwirtschaftlich großen Anzahl an Schleusen verwirklicht werden könnte.

Beispiele sind der Weilburger Schiffstunnel von 1847, der einen zwei Kilometer langen Lahnbogen mit Untiefen nahe Weilburg abschneidet und somit vermeidet sowie der zwischen 1801 und 1810 errichtete Riquevaltunnel in Nordfrankreich, zum Zeitpunkt der Fertigstellung mit einer Länge von 5670 Metern der längste Verkehrstunnel der Welt.

Auf der norwegischen Halbinsel Stadlandet ist die Bohrung eines Schiffstunnels durch das Kjerringa-Massiv geplant, um künftig die vor Stadlandet außerordentlich unruhige Nordsee mit kleineren Schiffen nicht mehr befahren zu müssen.