Schilda (Brandenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schilda
Schilda (Brandenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schilda hervorgehoben
51.60416666666713.3875137Koordinaten: 51° 36′ N, 13° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Elsterland
Höhe: 137 m ü. NHN
Fläche: 8,69 km²
Einwohner: 496 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03253
Vorwahl: 035326
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 440
Adresse der Amtsverwaltung: Kindergartenstraße 2a
03253 Schönborn
Webpräsenz: www.elsterland.de
Bürgermeisterin: Diana Kobill (parteilos)
Lage der Gemeinde Schilda im Landkreis Elbe-Elster
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Schilda ist eine Gemeinde im Süden von Brandenburg im Landkreis Elbe-Elster. Die Gemeinde gehört dem Amt Elsterland an. Der Verwaltungssitz des Amtes ist in der Gemeinde Schönborn. Von 1952 bis 1993 gehörte Schilda zum Kreis Finsterwalde.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einem landwirtschaftlich geprägten Teil der westlichen Niederlausitz. Sie wird von den Gemeinden Doberlug-Kirchhain, Tröbitz und Uebigau-Wahrenbrück umgeben.

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Schilda in der Herrschaft Dobrilug als Schilde

Schilda wurde im Jahr 1300 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort befand sich zu dieser Zeit von Dezember 1300 bis 1335 im Besitz der de Ileburg. Im Jahre 1335 verkauften diese das Dorf dem Kloster Dobrilugk und Schilda wurde mit deutschen Siedlern besetzt. Bis 1541 blieb es in Besitz des Klosters. 1335 begann vom Kloster aus ein ergiebiger Weinbau und Kelterbetrieb. An das damalige Vorhandensein eines Weinberges erinnert noch das "Kellerhaus" am Wege von Schilda nach Langennaundorf. In der Folgezeit fielen die Weinpflanzungen weg und verschwanden im 19. Jahrhundert gänzlich.

Die Schildaer Kirche wurde 1450 erbaut. Nach kunstgeschichtlichen Angaben ist sie ein mittelalterliches Bauwerk mit rechteckigem Grundriss. Die Mauern sind aus Granitfindlingen und Raseneisenstein errichtet. Der fast quadratische Turm wurde später angebaut. Auch wenn der Ort wohl kaum das historische Schilda sein dürfte, offenbaren alte Überlieferungen die besondere Lebensweise der Leute. So sagt man, dass sie auf die unnütze Ausgabe von Fenstern auf der Kirchennordseite verzichteten. Um 1800 brachte der Raseneisenstein einen kleinen zusätzlichen Verdienst. Er wurde in das Eisenwerk Lauchhammer geliefert. Im April 1856 brannte der südlich der Kirche gelegene Teil des Dorfes komplett nieder.

Im Territorium der Gemeinde existierten in früheren Zeiten insgesamt drei Ziegeleien. Die Ziegelherstellung wurde in den vergangenen Jahrhunderten sehr arbeitsintensiv betrieben. Anhand der Bevölkerungsentwicklung von 1900 bis 1910 sieht man, dass die Braunkohleindustrie für viele Bewohner die Haupterwerbsquelle wurde. Eine Blütezeit erlebt die Kohleindustrie noch einmal nach 1945. Aus dem Braunkohlewerk wurde später ein Betrieb des Landmaschinenbaus. Einen großen Umbruch im Erwerbsleben brachte die politische Wende 1989. Die Arbeitgeber in der nahen Umgebung, wie der Landmaschinenbau und Brikettfabriken, waren der Marktwirtschaft nicht rentabel genug und wurden geschlossen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1875.
- Blaue Linie: Bevölkerungsentwicklung des Gebietes in den heutigen Grenzen (2013).
- Gepunktete Linie: Normierte Bevölkerungsentwicklung des Landes Brandenburg.
Schilda:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013. [2]
Jahr Einwohner
1875 324
1890 387
1910 648
1925 703
1933 741
1939 815
1946 932
1950 973
1964 833
1971 793
Jahr Einwohner
1981 758
1985 748
1989 718
1990 723
1991 697
1992 687
1993 674
1994 672
1995 667
1996 678
Jahr Einwohner
1997 672
1998 655
1999 638
2000 629
2001 620
2002 606
2003 583
2004 569
2005 547
2006 530
Jahr Einwohner
2007 527
2008 516
2009 513
2010 490
2011 507
2012 498
2013 496

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Schilda besteht aus 6 gewählten Kandidaten der WG Schilda und 2 Kandidaten der WG Röschendorf.
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 1. Juni 1994 genehmigt.

Blasonierung: „In Grün ein gehendes silbernes Pferd.“[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Schilda (Brandenburg) und in der Liste der Bodendenkmale in Schilda (Brandenburg) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmäler.

Als einziger Ort in Mitteleuropa (oder gar weltweit) namens Schilda wird die Gemeinde oft mit den Schildbürgern in Verbindung gebracht. Einen historischen Beweis für diese Verknüpfung gibt es jedoch nicht. Auch das ungewöhnlich erscheinende Fehlen von Fenstern in der Nordseite der Schildaer Kirche sollte keinen hinreichenden Beweis für das Schildbürgertum in Schilda darstellen.

Diese Kirche wurde 1450 erbaut. Nach kunstgeschichtlichen Angaben ist sie ein mittelalterliches Bauwerk mit rechteckigem Grundriss. Die Mauern sind aus Granitfindlingen und Raseneisenstein errichtet. Der fast quadratische Turm wurde später angebaut.

Besonders aktiv in Schilda sind auch der Jugendclub und die Freiwillige Feuerwehr mit ihren zahlreichen Veranstaltungen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Fußnoten und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  3. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  4. Tröbitzer Line Dancer holen drei Meistertiteltitel., abgerufen am 28. Juli 2914

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schilda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien