Schildzapfen

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Historische Kanone mit seitlichen Schildzapfen
Richtmaschine einer 15-cm-Haubitze um 1900

Der Schildzapfen ist ein zylindrischer Ansatz an einem Geschützrohr zur Lagerung des Rohres in der Lafette. Damit ist das Rohr gegenüber der Lafette in der Querachse beweglich.[1] Damit lässt sich durch Neigungsänderung des Rohres die Schussweite rasch korrigieren.

Wie die Abbildung zeigt, ist das Rohr um den Schildzapfen drehbar; die Drehung kann der Richtkanonier über ein Getriebe einstellen.

Das Wort dürfte daher stammen, dass man die Achse des Schildzapfens einer Kanone anfangs an einem geschlitzten Schutzschild lagerte; am einfachsten, indem man die zwei Zapfen gegen die Vorderseite eines geschlitzten Schutzschildes anstehen ließ, das durch Erdbeschüttung gestützt wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 183