Schillingsfürst
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Schillingsfürst | |
| Höhe: | 516 m ü. NN | |
| Fläche: | 27,52 km² | |
| Einwohner: |
2787 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 101 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91583 | |
| Vorwahl: | 09868 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 198 | |
| Stadtgliederung: | 21 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Anton-Roth-Weg 9 91583 Schillingsfürst |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Friedrich Wieth (CSU) | |
| Lage der Stadt Schillingsfürst im Landkreis Ansbach | ||
Schillingsfürst ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Schillingsfürst.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Die Stadt Schillingsfürst liegt im Naturpark Frankenhöhe. Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Gebsattel, Buch am Wald, Leutershausen, Dombühl, Wörnitz und Diebach.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Schillingsfürst hat 21 amtlich benannte Ortsteile:[2]
Geschichte[Bearbeiten]
Im Jahre 1000 wurde der Name Schillingsfürst erstmals urkundlich erwähnt. Der Name „Xillingesfirst“ tauchte in der Burgbernheimer Wildbannurkunde auf. Bereits 1300 war Schillingsfürst im Besitz des Hauses Hohenlohe. 1316 wurde die Burg von Ludwig dem Bayern zerstört. Die wiederaufgebaute Burg wurde im Bauernkrieg 1525 niedergebrannt. Die zum dritten Mal erbaute Burg wurde 1632 im Dreißigjährigen Krieg wiederum zerstört. Unter Fürst Karl Albrecht erfuhr Schillingsfürst 1753–1793 eine erste wesentliche Erweiterung durch planmäßige Siedlungspolitik. Auf die Zuwanderung von Handwerkern und Fahrenden seit 1758 wird auch das von sozial schlechter gestellten Bürgern zum Teil noch heute gesprochene Schillingsfürster Jenische zurückgeführt.[3] Es stellt jedoch keine lokale Besonderheit dar, sondern entspricht in seinem Wortschatz allgemein dem auch schon wesentlich früher im süd- und südwestdeutschen Sprachraum verbreiteten Rotwelsch.[4] 1792 wurde ein Jägerregiment aufgestellt, eine Keimzelle der späteren französischen Fremdenlegion. Mit der Bildung der Königreiche Bayern und Württemberg wurde das Fürstentum Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst aufgelöst. Die Besitzungen um Schillingsfürst kamen zu Bayern, die Fürsten wurden Reichsrat der Krone Bayern. 1818 erhielt der Markt durch das Gemeindeedikt in Bayern wesentliche Eigenrechte, das standesherrliche Fürstlich Hohenlohe'sche Herrschaftsgericht Schillingsfürst bestand aber bis zur Aufhebung in der Revolution 1848. Am 4. November 1959 wurde dem damaligen Markt Schillingsfürst die Stadtrechte verliehen.[5]
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Stilzendorf eingegliedert.[6] Am 1. Januar 1977 kam Faulenberg hinzu.[7]
Politik[Bearbeiten]
Stadtrat[Bearbeiten]
Der Stadtrat von Schillingsfürst hat 14 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.
| SPD | CSU | FWG | FDP | Gesamt | |
| 2002 | 2 | 6 | 5 | 1 | 14 Sitze |
| 2008 | 2 | 7 | 4 | 1 | 14 Sitze |
Wappen[Bearbeiten]
Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt durch drei Spitzen in Rot und Silber; oben ein silberner, unten ein schwarzer hersehender Löwe (Leopard) mit eingeschlagenem Schweif.
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Die Stadt pflegt eine Partnerschaft mit der Stadt Chamberet im Gebiet Limousin in Frankreich.[8]
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Museen[Bearbeiten]
- Brunnenhausmuseum - mit historischer Ochsentretanlage
- Ludwig-Dörfler-Galerie
Bauwerke[Bearbeiten]
- Schloss Schillingsfürst
- Bayerischer Jagdfalkenhof
- Wasserturm
Baudenkmäler[Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Schillingsfürst
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Schillingsfürst ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken.
Verkehr[Bearbeiten]
Schillingsfürst liegt an der Romantischen Straße und zudem unweit der Bundesautobahn 7 (Anschlussstelle 109 – Wörnitz). Im Jahre 1905 erhielt Schillingsfürst Eisenbahnanschluss entlang der Bahnstrecke Steinach bei Rothenburg–Dombühl. Der Personenverkehr wurde im Jahre 1971 auf dieser Strecke eingestellt. Seither wird der öffentliche Personennahverkehr durch Regionalbuslinien abgewickelt, die in das Tarifsystem des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN) eingebunden sind.
Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]
Die Freiwillige Feuerwehr Schillingsfürst wurde am 1. Oktober 1873 vom damaligen königlichen Notar Albrecht Höfer und weiteren 43 Bürgern gegründet. Im Jahr 1939 wurde die Feuerwehr Landessieger beim ersten Leistungskampf der Freiwilligen Feuerwehren Bayerns.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Ludwig Dörfler, (1905–1992), Künstler
- Thomas Galey, (1949–2010), deutscher Maler der Konkreten Kunst
weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1819–1901), bayerischer Ministerpräsident, von 1894–1900 deutscher Reichskanzler.
- Marie zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1829–1897), Gattin von Chlodwig, geborene Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein
- Stefan Gottschling, Schriftsteller und Texter
- Gustav Adolf zu Hohenlohe-Schillingsfürst, römischer Kurienkardinal
- Franz Liszt, Pianist und Komponist, eng befreundet mit Gustav Adolf, gelegentliche Besuche auf Schloss Schillingsfürst
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120213/193459&attr=OBJ&val=1361
- ↑ Edith Nierhaus-Knaus: Geheimsprache in Franken – Das Schillingsfürster Jenisch. Verlag J. P. Peter, Rothenburg ob der Tauber 1973
- ↑ Siegmund A. Wolf: Rezension zu Edith Nierhaus-Knaus, in: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 44,2 (1977)', S. 177–179.
- ↑ Mitteilungsblatt der Stadt Schillingsfürst, 45. Jg., Nr. 52/52, S. 1.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 562.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706.
- ↑ Informationen auf den Seiten des Partnerschaftsvereins
Weblinks[Bearbeiten]
- Homepage der Stadt Schillingsfürst
- Homepage von Schloss Schillingsfürst
- Schillingsfürst: Wappengeschichte vom HdBG
- Schillingsfürst: Amtliche Statistik des LStDV
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