Schillingstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schillingstedt
Schillingstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schillingstedt hervorgehoben
51.23138888888911.2025146Koordinaten: 51° 14′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sömmerda
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Kölleda
Höhe: 146 m ü. NHN
Fläche: 6,46 km²
Einwohner: 223 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99625
Vorwahl: 03635
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 047
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 1
99625 Kölleda
Webpräsenz: www.koelleda.de
Bürgermeister: Ulrich Zöller
Lage der Gemeinde Schillingstedt im Landkreis Sömmerda
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Über dieses Bild
Kirche St. Andreas in Schillingstedt

Schillingstedt ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Sömmerda und verwaltungsrechtlich Teil der Verwaltungsgemeinschaft Kölleda.

Lage[Bearbeiten]

Schillingstedt liegt in dem fruchtbaren Thüringer Becken an der Bundesstraße 85 von Weimar nach Bad Frankenhausen und weiter. Östlich befindet sich Beichlingen. Die Bundesautobahn 71 tangiert die westliche Flur des Dorfes.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf wurde am 19. April 1227 erstmals urkundlich erwähnt als Silgenstat.[2] Von 1498 bis 1554 fand der Bau der Kirche Sankt Andreas statt.

Schillingstedt war 1669 von Hexenverfolgung betroffen. Eine Frau geriet in einen Hexenprozess unter dem Vorwurf des Haltens eines Drachens.[3]

1840 wurde der Bau der Schillingstedter Bockwindmühle abgeschlossen. Nach dem Weltkrieg 1918 folgte an der Kirche der Bau des Kriegerdenkmals für die 18 im Ersten Weltkrieg gefallenen und 2 vermissten Soldaten aus dem Ort. Im Zweiten Weltkrieg verlor Schillingstedt 25 Soldaten. Am 11. April 1945 zog die US-Armee kampflos in das Dorf ein und übergab es Anfang Juli an die Rote Armee. Damit wurde es Teil der SBZ und ab 1949 der DDR. In den 1950er Jahren erfolgte die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl:

  • 1994 - 292
  • 1995 - 278
  • 1996 - 273
  • 1997 - 279
  • 1998 - 298
  • 1999 - 293
  • 2000 - 289
  • 2001 - 286
  • 2002 - 290
  • 2003 - 291
  • 2004 - 286
  • 2005 - 278

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • seit 2010  : Uli Zöller
  • 1990 - 2010: Rudi Becker
  • 1982 - 1990: Christine Rothhardt
  • 1959 - 1982: Hermann Wernecke
  • 1951 - 1959: Rudolf Grassal
  • 1949 - 1951: Paul Bergmann
  • 1939 - 1949: Kurt Lorenz
  • 1923 - 1939: Hermann Mäntz
  • 1892 - 1923: Otto Rohe
  • 1880 - 1892: Hermann Herold
  • 1874 - 1880: Longinus Löhmar
  • 1848 - 1874: Lebrecht Bergmann
  • 1830 - 1848: Luscas Weise
  • 1815 - 1830: Gotthald Eichholz

Ortspartnerschaft[Bearbeiten]

Eine Partnerschaft besteht zu Schillingstadt, einem Ortsteil der Gemeinde Ahorn in Baden-Württemberg.

Vereinsleben[Bearbeiten]

In Schillingstedt gibt es folgende Vereine:

Umgebung[Bearbeiten]

Schillingstedter Teiche: Als "Ersatz" für durch den Autobahnbau A 71 versiegelte Flächen wurden fünf neue Teiche und eine Schilffläche neben dem Bach in Nachbarschaft zum Ort angelegt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Kahl:Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 249
  3. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 496; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 250.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schillingstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien