Schläge für Hip Hop

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Schläge für Hip Hop
Studioalbum von Favorite und Hollywood Hank
Cover
Veröffentlichung 2008
Label Selfmade Records
Format CD
Genre Hip-Hop
Anzahl der Titel 14
Produktion Hollywood Hank und Peter Maffya

Schläge für Hip Hop ist ein Mixtape der deutschen Rapper Favorite und Hollywood Hank. Es erschien am 6. Dezember 2008 in einer limitierten Stückzahl über das Düsseldorfer Label Selfmade Records. Das Mixtape konnte ausschließlich über den Internetshop des Labels bezogen werden und ist nicht im regulären Handel erhältlich.[1][2] Schläge für Hip Hop war bereits zwei Wochen vor der Veröffentlichung ausverkauft.[3]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund und Entstehung

Favorite im Jahr 2008

Der aus Essen stammende Rapper Favorite veröffentlichte Anfang Mai 2008 sein zweites Soloalbum Anarcho, was ihm eine Platzierung auf Platz 24 der Album-Charts brachte. Bereits bei der Produktion von Anarcho arbeitete Favorite mit Hollywood Hank zusammen, sodass der Titel Organraub für das Album entstand.[4] Nach der Veröffentlichung des Tonträgers absolvierten die beiden Rapper eine gemeinsame Konzert-Tournee unter dem Titel Auf die kranke Tour.[5] Nach der Entscheidung ein gemeinsames Mixtape zu veröffentlichen, dauerte die Aufnahme, laut einer Pressemeldung, nur wenige Tage.[1] Schläge für Hip Hop ist für Hollywood Hank, nachdem zwei Jahre zuvor sein Album Soziopath erschienen war[6], die zweite Veröffentlichung.

Die Titel des Mixtapes wurden von Hollywood Hank produziert. Als einzige Ausnahme kann der Hip-Hop-Musiker Peter Maffya, der für das Stück Sozialphobie verantwortlich war, genannt werden. Die nach Abschluss der Aufnahmen erfolgende Audionachbearbeitung des Masterings wurde von Shneezin 257 übernommen.[7]

[Bearbeiten] Titelliste

# Titel Gastbeitrag Länge
1 Intro 0:51
2 Schläge für Hip Hop 2:32
3 Organraub Pt. 2 3:28
4 Verstehen Sie Spaß 2:44
5 Junkies 4 Life Shneezin 257 2:54
6 Untergrundstars 2:57
7 Neo 2.0 Keule 257 3:52
8 Anti Alles 2:30
9 Schema X 2:00
10 Sozialphobie JAW 3:50
11 Skit 0:23
12 Maulfotze 4:05
13 Schläge danach Shneezin 257 3:50
14 Outro (Jewlz Da Hoodwatcher 257) 2:34

[Bearbeiten] Texte

Die Texte des Mixtapes können dem Genre des Battle-Raps zugeordnet werden. Favorite und Hollywood Hank greifen fiktive Gegner in stark übertriebener Form an und geben sich selbst gewalttätig bis psychisch gestört („Bin ich auf aggro, verkloppe ich ein Contergan-Kind.“). Des Weiteren beschreiben die lyrischen Ichs ihren Drogenkonsum, perverse sexuelle Vorlieben („Meine tierischen Triebe sind therapieresistent.“), Gottlosigkeit und eine sexistische sowie gewaltverherrlichende Haltung. Außerdem spielen die beiden Rapper auch auf Rechtsradikalismus an, was an Versen wie „Gott hat mich geschickt, denn Hitler war zu freundlich.“ oder der Verwendung des Refrains des Lieds Bombe der Rechtsrock-Band Sleipnir in veränderter Tonhöhe für das Intro deutlich wird. Die beiden Hip-Hop-Musiker verarbeiten diese nonkonformistischen Themen in Anspielungen und Wortspielen, sogenannte Punchlines, was dazu dienen soll, den Zuhörer zu unterhalten.[8][9]

[Bearbeiten] Illustration

Das Cover zeigt die Köpfe von Favorite und Hollywood Hank, deren Gesichter bemalt sind, vor schwarzem Hintergrund. Favorites Gesichtsfärbung entspricht der Darstellung auf dem Cover seines Albums Harlekin. Zwischen den beiden Rappern ist ein Strick erkennbar. Die Fotos für das Booklet des Mixtapes wurden von Lars Henning Schröder geschossen. Jacob „D139“ Roschinski war für die Gestaltung des Artworks verantwortlich.[7]

[Bearbeiten] Vermarktung

Der Vorverkaufsstart des Mixtapes war am 27. Oktober 2008. Als Hörprobe veröffentlichte Selfmade Records an diesem Tag ein als „Onlinesingle“ bezeichnetes Lied mit dem Titel Organraub Pt. 2, das kostenlos heruntergeladen werden konnte.[10]

[Bearbeiten] Kritik

Das deutsche Hip-Hop-Magazin Juice merkt an, dass das Mixtape nicht für „Jugendschützer“ oder „Moralapostel“ geeignet sei. Favorite und Hollywood Hank harmonieren aber miteinander und präsentieren „brutale Punchlines“, die dafür sorgen, dass der Zuhörer von Schläge für Hip Hop gut unterhalten wird.[11]

In einer Kritik der Internetseite xrel.to werden Favorite und Hollywood Hank als „perfektes Team“ bezeichnet. Die Themen der Stücke variieren aus Sicht des Rezensenten, mit Ausnahme der Lieder Anti Alles und Neo 2.0, kaum. Des Weiteren seien die Produktionen des Tonträgers „minderwertig“ und auch die Gastbeiträge von Shneezin 257 und Keule 257 verschlechtern den Gesamteindruck. Das Talent der Rapper wird allerdings positiv hervorgehoben. Zusammenfassend wird Schläge für Hip Hop den „Kennern und Hörern der Rapszene“ empfohlen.[9]

Aus Sicht der Redaktion der Seite RapSpot.de ist das Mixtape nicht massenkompatibel, aber unterhaltsam. Die beiden Rapper verwenden zahlreiche Wortspiele und humoristische Anspielungen, was positiv hervorgehoben wird. Ein „Höhepunkt“ sei der Gastbeitrag des Rappers JAW, wohingegen die kurze Spieldauer negativ kritisiert wird. Dank des „speziellen Humors“ und der „komplexen Rap- und Reimtechnik“ sei Schläge für Hip Hop eine „besondere Perle“.[8]

Dank der limitierten Auflage sei, nach Meinung der Backspin-Redaktion, das Album „wahrscheinlich jetzt schon ein Klassiker.“ In der Bewertung des Magazins wird die Aufgeschlossenheit des Zuhörers für schwarzen Humor als Grundvoraussetzung beim Hören genannt. Außerdem werden, im Gegensatz zu anderen Rezensionen, die Beats als charmant bezeichnet.[12]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Referenzen

  1. a b Hip-Hop.de: Schläge für Hip Hop
  2. 16bars.de: Favorite & Hollywood Hank: "Schläge für HipHop"
  3. Schläge für Hip Hop vor Veröffentlichung ausverkauft
  4. Mzee.com: Favorite im Interview
  5. Mzee.com: Favorite "Auf die kranke Tour" 2008 mit Dissziplin und Hollywood Hank
  6. Hollywoodsfinest Ted Bundy: Soziopath
  7. a b Booklet des Albums
  8. a b RapSpot.de: Kritik zu Schläge für Hip Hop
  9. a b xrel.to: Favorite und Hollywood Hank - Schläge für Hip-Hop
  10. last.fm: Favorite & Hollywood Hank - "Schläge für HipHop"
  11. Januar/Februar-Ausgabe der Juice (2009) - Seite 116
  12. 100. Ausgabe der Backspin (März 2009) - Seite 111
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