Schlacht an der Berre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schlacht an der Berre
Teil von: Islamische Expansion
Datum 737
Ort Narbonne
Ausgang Fränkischer Sieg
Konfliktparteien
Franken Araber
Befehlshaber
Karl Martell unbekannt
Truppenstärke
unbekannt unbekannt
Verluste
unbekannt unbekannt

Die Schlacht an der Berre fand 737 zwischen fränkischen Truppen unter dem Kommando von Karl Martell und arabischen Truppen aus Al-Andalus statt, die geschickt worden waren, die Belagerung von Narbonne aufzuheben. Die Schlacht fand an der Mündung des Flusses Berre (heute Département Aude) statt.

Die Schlacht[Bearbeiten]

Martell profitierte von den geographischen Gegebenheiten und überraschte die Araber an der Mündung des Flusses beim Entladen der Truppen. Die Araber hatten zuerst die Kavallerie entladen, als die Franken angriffen. Die Franken verfolgten die Araber in die angrenzenden Lagunen und es kam zu einem Blutbad, das sich von der Flussmündung bis nach Donos und Durban hinzog.

Folgen[Bearbeiten]

Martells Truppen zerstörten daraufhin die Siedlungen von Septimania, darunter auch Nîmes, Agde, Béziers und Maguelonne. Trotz dieses Sieges war es im gleichen Jahr noch einmal notwendig, ein Heer aufzustellen, um die Kontrolle der Region zu erringen, da die Araber erneut eine Armee aussandten. Diese zog sich jedoch zurück, als sie erfuhren, dass Martell eine Allianz mit den Langobarden geschlossen hatte. Die Schlacht verhinderte, dass sich die Araber in der Region ausbreiten konnten.

Quellen[Bearbeiten]

  • Paul Fouracre: The Age of Charles Martel. Longman, Harlow u. a. 2002, ISBN 0-582-06476-7, S. 97 (The Medieval World).
  • Ann Christys: Christians in Al-Andalus. (711–1000). Curzon, Richmond 2002, ISBN 0-7007-1564-9, S. 28 (Culture and Civilization in the Middle East).
  • P. M. Holt, Ann K. S. Lambton, Bernard Lewis: The Cambridge History of Islam. Band 1 A: The central Islamic lands from pre-Islamic times to the First World War. Cambridge University Press, Cambridge 1977, ISBN 0-521-29135-6, S. 95.