Schlacht auf dem Brodfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

45.937523.344444444444Koordinaten: 45° 56′ 15″ N, 23° 20′ 40″ O

Schlacht auf dem Brodfeld
Teil von: Ungarisch-Türkischer Krieg
Kenyérmezői csata.jpg
Datum 13. Oktober 1479
Ort Auf dem Brodfeld bei Unterbrodsdorf (Șibot)
Ausgang Abwehrsieg der ungarischen Truppen
Konfliktparteien
Königreich Ungarn Osmanisches Reich, Fürstentum Walachei
Befehlshaber
Pál Kinizsi
Stephan Báthory von Ecsed
Vuk Branković
Basarab cel Bătrân
Ali Kodscha
Basarab cel Tânăr
Aufstellung der Truppen

Die Schlacht auf dem Brodfeld (ungarisch Kenyérmezei csata, rumänisch Bătălia de la Câmpul Pâinii) war eine der größten militärischen Auseinandersetzungen im mittelalterlichen Siebenbürgen, und fand – relativ betrachtet – zu Beginn der Türkenkriege statt.

Die Schlacht wurde am 13. Oktober 1479 am Ufer des Mieresch (Mureș) zwischen Broos (Orăștie) und Mühlbach (Sebeș) auf dem Brodfeld (Kenyérmező, Câmpul Pâinii), bei Unterbrodsdorf (heute Șibot) ausgetragen.

Das ungarische Heer wurde von den Feldherren Pál Kinizsi, István Báthory, Vuk Branković, und Basarab Laiotă cel Bătrân geführt, das osmanische Heer stand unter dem Kommando von Ali Kodsha und Basarab Țepeluș cel Tânăr, einem Prinzen aus der Walachei.

Hintergrund[Bearbeiten]

1479 hatten die Türken weite Teile Siebenbürgens verwüstet. In der Schlacht auf dem Brodfeld erlitten sie jedoch eine deutliche Niederlage. Es wird angenommen, dass die Osmanen mit dem Angriff von 1479 einerseits den Einfluss der Ungarn in der Walachei beenden und andererseits Rache für den ungarischen Angriff in Serbien aus dem Jahr 1476 nehmen wollten.[1]

Nachwirkungen[Bearbeiten]

Die türkischen Verluste waren hoch. Mehrere tausend Mann wurden getötet. Genaue Zahlen lassen sich jedoch heute nicht mehr rekonstruieren. Allerdings soll sich auf Grund der vielen Toten der Mieresch vor lauter Blut rot verfärbt haben.

In der Folge konnte Kinizsi in Serbien Ali Kodscha weitere Niederlagen zufügen. Für die Ungarn war es ein wichtiger Sieg, denn die Niederlage der Osmanen führte dazu, dass diese für längere Zeit Süd-Ungarn und Siebenbürgen nicht mehr angriffen.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Albert Amlacher: Die Türkenschlacht auf dem Brotfeld. Ein Erinnerungsblatt zum vierhundertsten Gedenktage derselben. Drotleff, Hermannstadt 1879.
  • Franz Babinger: Mehmed der Eroberer und seine Zeit. Weltenstürmer einer Zeitenwende. Bruckmann, München 1953, (Auch: Mehmed the conqueror and his time. 2. printing for the paperback edition. Princeton University Press, Princeton NJ 1992, ISBN 0-691-01078-1, (Bollingen series 96)).
  • János Estók, János Estók, Konrád Salamon: History of Hungary in Pictures. = Magyarország Képes Története. Magyar Könyvklub, Budapest 1998, ISBN 963-548-961-7.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die Schlacht auf dem Brodfeld, S. 44 (PDF-Datei; 379 kB)
  2. Babinger, Mehmed der Eroberer

Weblinks[Bearbeiten]