Schlacht bei Hollabrunn und Schöngrabern

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Schlacht bei Schöngrabern
Zur Erinnerung an die Schlacht bei Hollabrunn und Schöngrabern
Zur Erinnerung an die Schlacht bei Hollabrunn und Schöngrabern
Datum 16. November 1805
Ort Hollabrunn, Österreich
Ausgang Französischer Sieg
Konfliktparteien
Frankreich 1804Erstes Kaiserreich Frankreich Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Russland
Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich
Befehlshaber
Frankreich 1804Erstes Kaiserreich Joachim Murat
Frankreich 1804Erstes Kaiserreich Jean Lannes
Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Pjotr Bagration
Truppenstärke
30.000 Soldaten 8.000 Soldaten
Verluste
2.000 Tote 3.000 Tote

Die Schlacht bei Hollabrunn und Schöngrabern fand am 16. November 1805 bei Hollabrunn in Niederösterreich zwischen den französischen und den russisch-österreichischen Truppen statt.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Nachdem Frankreich am 23. September Österreich den Krieg erklärt hatte, marschierten die Truppen Napoleons entlang der Donau bis Wien. Nach dem Überschreiten der Donau versuchten sie, die russischen Truppen einzuholen, die von Krems nach Znaim und Brünn unterwegs waren. Die 35.000 russischen Soldaten sollten sich dort mit anderen russischen Armeeteilen und den österreichischen Truppen vereinigen. Dadurch wären die beiden Truppen zahlenmäßig den Franzosen weit überlegen gewesen.

Napoleon befand sich zu diesem Zeitpunkt in Wien im Schloss Schönbrunn.

Verlauf[Bearbeiten]

Die 30.000 Franzosen trafen unter dem Kommando von Marschall Joachim Murat auf eine Nachhut von 8000 Russen und Österreichern unter dem Kommando von Pjotr Iwanowitsch Bagration. Zahlenmäßig überlegen, versuchten die Franzosen am 16. November um 16 Uhr, die Nachhut anzugreifen. Aber die Russen schossen mit der Artillerie den Ort Schöngrabern in Brand. Dadurch wurden die Franzosen nicht geschlagen, aber aufgehalten. Sie verloren dabei 2000 Mann, während die Russen 3000 Tote zu beklagen hatten.

Folgen[Bearbeiten]

Durch diese Verzögerung konnten sich die anderen Truppen doch vereinigen. In der Folge kam es zur Schlacht bei Austerlitz im Dezember 1805.

Trivia[Bearbeiten]

Leo Tolstoi beschrieb die Schlacht in seinem Werk Krieg und Frieden sehr ausführlich. An die Schlacht erinnern auch eine Inschrift am Arc de Triomphe in Paris und ein Gedenkstein an der B 303 zwischen Schöngrabern und Suttenbrunn.

Im Fünften Koalitionskrieg (1809) gab es sowohl eine Schlacht von Hollabrunn als auch ein Gefecht bei Schöngrabern.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Egger: Das Gefecht bei Hollabrunn und Schöngrabern 1805. Heft 27, Militärhistorische Schriftenreihe, Heeresgeschichtliches Museum Wien, Österreichischer Bundesverlag, Wien 1974. ISBN 3-215-73225-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schlacht bei Hollabrunn und Schöngrabern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.59258333333316.065611111111Koordinaten: 48° 35′ 33″ N, 16° 3′ 56″ O