Schlacht um Berlin

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Schlacht um Berlin
Bundesarchiv Bild 183-R77767, Berlin, Rotarmisten Unter den Linden.jpg
Datum 16. April bis 2. Mai 1945
Ort Berlin
Ausgang Besetzung Berlins durch die Rote Armee
Konfliktparteien
Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion
PolenPolen Polen
Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Befehlshaber
Georgi Schukow
Iwan Konew
Nikolai Bersarin
Gotthard Heinrici
Helmuth Weidling
Wilhelm Mohnke
Truppenstärke
2,5 Millionen Soldaten
6250 Panzer
7500 Flugzeuge
800.000 Soldaten
800 Panzer
>100 Flugzeuge
Verluste
offiziell 352.475 (78.291 Tote, 274.184 Verwundete), plus 8.892 Polen (2.825 Tote, 6.067 Verwundete)[1], 2.156 Panzer, 1.220–2.000 Geschütze, 527–900 Flugzeuge[2][3] geschätzt 92.000 tote Soldaten[4]
mind. 200.000 verwundete Soldaten
479.298 Gefangene[3]
zehntausende Zivilisten

Die Schlacht um Berlin war die letzte bedeutende Schlacht des Zweiten Weltkrieges in Europa. Sie dauerte vom 16. April bis zum 2. Mai 1945 und hatte die Besetzung Berlins, der Hauptstadt des Deutschen Reiches, durch die von der Roten Armee der Sowjetunion dominierten Streitkräfte zur Folge. Die Kämpfe forderten Schätzungen zufolge über 170.000 Gefallene und 500.000 verwundete Soldaten sowie den Tod mehrerer zehntausend Zivilisten.

Nach der bereits weitgehend erfolgten Befreiung der vom nationalsozialistischen Deutschland besetzten Gebiete Europas bedeutete das Ende der Schlacht, das mit dem Selbstmord der politisch verantwortlichen Regierungsschicht des NS-Regimes einherging – in Berlin selbst dem Suizid von Adolf Hitler und Joseph Goebbels – für das Deutsche Reich die militärische Niederlage auch auf heimischem Territorium.

Knapp eine Woche nach der Einnahme Berlins trat am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht mit der Unterschrift von Generaloberst Alfred Jodl, der vom Nachfolger Hitlers als Reichspräsident, Großadmiral Karl Dönitz, zu deren Unterzeichnung autorisiert worden war, in Kraft. Damit wurde der Zweite Weltkrieg in Europa nach fast sechs Jahren beendet. Deutschland verlor seine staatliche Souveränität und wurde in vier Besatzungszonen aufgeteilt.

Ausgangslage[Bearbeiten]

Nach den Niederlagen in der Schlacht von Stalingrad (Winter 1942/1943) und am Kursker Bogen (Sommer 1943) befand sich die Wehrmacht an der Ostfront in der Defensive. Im Süden und Westen waren mit der Landung der westlichen Alliierten auf Sizilien am 10. Juli 1943 (→ Operation Husky) und der Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 (D-Day) zwei neue Fronten entstanden. Zeitgleich zur Invasion in der Normandie erlitt die Wehrmacht im Osten dann ihre größte und entscheidende Niederlage durch die Zerschlagung der Heeresgruppe Mitte. Die katastrophalen Verluste dieser Schlacht nahmen der Wehrmacht ihre operative Handlungsfähigkeit an der Ostfront ab Sommer 1944, so dass fortan nur noch punktueller und hinhaltender Widerstand möglich war.

Faktisch stand die Kriegsniederlage des Deutschen Reichs, das 1939 den Zweiten Weltkrieg als Eroberungskrieg zuerst gegen Polen, dann gegen Frankreich und dann gegen zahlreiche andere europäische Länder begonnen hatte, daher schon lange vor dem Beginn der Schlacht um Berlin fest. Bereits im Oktober 1944 hatten Landstreitkräfte der Westalliierten die linksrheinischen deutschen Gebiete um Aachen eingenommen. Nach dem Scheitern der Ardennenoffensive im Januar 1945 und des Unternehmens Nordwind (31. Dezember 1944 bis 25. Januar 1945 im Elsass und in Lothringen) war die Wehrmacht auch im Westen nicht mehr zu offensiven Aktionen in der Lage. Kraftstoffmangel, Nachschubmangel, Personalmangel, Hunger und der harte Winter 1944/45 machten den Truppen immer mehr zu schaffen. Die Westalliierten (vor allem Briten, US-Amerikaner, Kanadier) waren bis April 1945 in ihren Landoffensiven an die Elbe vorgedrungen. Die im Ruhrkessel (Ruhrgebiet) eingekesselten Truppen kapitulierten Mitte April 1945.

Brände nach Luftangriff auf Berlin 1944

Auch ein wichtiger Teil der Alpen- und Donau-Reichsgaue (Österreich) und Groß-Wien war bis Mitte April 1945 in die Hand der Anti-Hitler-Koalition gefallen. Für Hitler und andere führende Nazis kam eine Kapitulation nicht in Frage; sie trieben u. a. mit Haltebefehlen („Kampf bis zum letzten Mann“), Durchhalteparolen (siehe auch NS-Propaganda, Endsieg) sowie Gewalt- und Terrormaßnahmen gegen Deserteure und Zivilisten (siehe Endphaseverbrechen) die Deutschen an, die aussichtslosen Kämpfe fortzusetzen. Noch im letzten Kriegsjahr starben Millionen Soldaten und Zivilisten.

Im Osten war die Rote Armee bis Mitte Februar 1945 in mehreren Offensiven bis zur Oder vorgerückt (mit Ausnahme eines Küstenstreifens zwischen Preußisch Stargard und Danzig, sowie der Provinzhauptstadt Breslau, vgl. Schlacht um Breslau) und besetzte auch die westlich der Oder gelegenen Teile Schlesiens (mit Ausnahme der Grafschaft Glatz). Aus dieser Ausgangslage bereitete sie die Eroberung Berlins vor. Parallel dazu beschlossen die Staatschefs der drei großen alliierten Mächte, Winston Churchill (Großbritannien), Franklin D. Roosevelt (USA) und Josef Stalin (Sowjetunion), auf der Konferenz von Jalta (4. bis 11. Februar 1945) unter anderem die Art der anschließenden Besetzung Deutschlands in Form seiner Aufteilung in vier Besatzungszonen. Jeder der Großen Drei versuchte dabei, für sich machtpolitisch günstige Ausgangspositionen für die Gestaltung der Nachkriegsordnung zu erlangen.

Sowjetischer Angriffsplan[Bearbeiten]

Am 1. April 1945 hatte Stalin die beiden wichtigsten Obersten Befehlshaber nach Moskau befohlen: die Marschälle Schukow und Konjew. Truppen der 1. Belorussischen Front Schukows hatten den Kampf um Küstrin gewonnen und einen 44 Kilometer breiten und bis zu 20 Kilometer tiefen Brückenkopf auf dem westlichen Oderufer gebildet. Von hier aus sollte der Hauptstoß auf Berlin erfolgen. Die Flügel von Schukows Front sollten Berlin im Norden und Süden umfassen.

Die 1. Ukrainische Front Konews, die ab Guben nach Süden anschloss, sollte dort die verteidigende deutsche 9. Armee nach dem Durchbruch im Rücken umfassen. Stalin gab seinen Befehlshabern zwei Tage Zeit, um einen Angriffsplan auf Berlin auszuarbeiten. Der Hauptstoß von Küstrin geradewegs auf die Reichshauptstadt zu, bevorzugte Schukow – Konew sollte den Direktangriff und die Umfassung der Stadt nur durch seinen Vorstoß nach Südwesten abschirmen. Stalin gestand Konew jedoch zu, im Falle eines raschen Vorgehens auch von Süden nach Berlin eindringen zu können.

„(Stalin) zog eine Trennungslinie zwischen Schukows und Konjews Heeresgruppen. Die Linie begann östlich der Oder, kreuzte den Fluß und verlief geradeaus weiter. Bei Lübben an der Spree, knapp 60 km südöstlich von Berlin, brach er plötzlich ab. ‚Wer als erster bis dahin vordringt, der soll Berlin erobern‘, erklärte er.“

Gosztony (Hrsg.): Der Kampf um Berlin in Augenzeugenberichten. 1985, S. 119 f.

Am 3. April 1945 wurde der Angriffstermin für den 16. April 1945 beschlossen. Einige Tage später gingen detaillierte Weisungen des Oberkommandos Stawka an Schukow, Konew und Marschall Rokossowski. „Insgesamt waren die drei russischen Fronten 1 593 800 Mann stark.“[5]

Schlacht an der Oder[Bearbeiten]

Sowjetische Artillerie vor Berlin

Die Rote Armee bereitete einen Zangenangriff vor, um Berlin einzukesseln. Zur Einnahme der Stadt konzentrierte die Stawka etwa 2,5 Millionen Soldaten (inklusive nichtkämpfender Einheiten), 6.250 Panzer und Selbstfahrlafetten, 7.500 Flugzeuge und 41.600 Artilleriegeschütze.[6]

Am nördlichen Oder-Abschnitt zwischen der Ostseeküste über Schwedt bis Oderberg stand die 2. Weißrussische Front unter Marschall Konstantin Rokossowski. Sie stand an einem schwer überbrückbarem Flussabschnitt und sollte erst später, nach dem erfolgten Durchbruch der südlicheren Heeresgruppen über die Oder angreifen. Im westlichen Oderbrückenkopf von Küstrin bis nach Guben war die 1. Weißrussische Front unter Georgi Schukow konzentriert, sie sollte den direkten Vormarsch auf Berlin erzwingen. Im südlichen Abschnitt entlang der Neiße bereitete die 1. Ukrainische Front unter Iwan Konew ihren Durchbruch zwischen Forst und Muskau in Richtung auf Cottbus und Spremberg vor.

Volkssturmmann mit Raketenpanzerbüchse („Panzerschreck“) vor Berlin, April 1945

Der Roten Armee gegenüber standen schwer angeschlagene Einheiten der deutschen Heeresgruppe Weichsel unter Generaloberst Gotthard Heinrici, zusammengesetzt aus der 3. Panzerarmee und der 9. Armee. Im Süden wurde auch die 4. Panzerarmee der Heeresgruppe Mitte vom sowjetischen Angriff erfasst.[7] Den deutschen Heerestruppen waren starke Anteile an Waffen-SS und Allgemeiner SS unterstellt, zudem als „letztes Aufgebot Deutschlands“ auch Volkssturm- Einheiten, bestehend aus militärisch unerfahrenen und schlecht vorbereiteten Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren sowie Männern bis 60 Jahren. Diese – bezogen auf Erfahrung und Motivation – äußerst uneinheitlichen Streitkräfte umfassten insgesamt rund eine Million Mann. Sie hatten aber nur etwa 800 Panzer, mussten faktisch ohne Luftunterstützung kämpfen (ihre Gegner hatten die Luftherrschaft) und waren aufgrund der schlechten Versorgung mit Treibstoff und Munition in ihrer Wirkungskraft und Flexibilität zusätzlich eingeschränkt.

Am 16. April eröffnete die Rote Armee ihre Offensive mit dem stärksten Artilleriefeuer des Krieges; statistisch kam entlang der Oderfront auf fünf Meter ein Geschütz. Dieser Beschuss war jedoch weitgehend wirkungslos, da der deutsche Befehlshaber Gotthard Heinrici die vorderen Stellungen im Bereich des Hauptangriffs Schukows auf die Seelower Höhen zurück genommen hatte (Hardenberg-Stellung).

Noch am ersten Tag hatte Schukow, durch die Schwierigkeiten seiner Infanterie im Oderbruch ungeduldig geworden, den Einsatz seiner beiden noch östlich der Oder stehenden Panzerarmeen im mittleren Abschnitt befohlen und durch die folgende Vermischung der Truppen eine noch größere Verwirrung bewirkt: „Als es den vereinigten Kräften aller Waffengattungen nicht gelang, Schukows unrealistischen Zeitplan einzuhalten, verstärkten die heftigen Panzerangriffe noch die Folgen der grundsätzlichen Fehleinschätzung.“[8] Erst am 19. April 1945 gelang der 1. Weißrussischen Front nach großen Verlusten die Einnahme der Seelower Höhen.

Die Deutschen waren damit auf die äußeren Verteidigungslinien Berlins zurückgedrängt und ihre Reserven waren verbraucht.

Der 1. Ukrainischen Front unter Marschall Konew gelang hingegen im Süden der rasche Durchbruch durch die deutsche Verteidigungslinie an der Lausitzer Neiße südlich Cottbus bei Spremberg. Mit einem gewagten Panzerangriff im Rücken der 9. Armee erreichte die 3. Garde-Panzerarmee des Generalobersten Rybalko Lübben und Konew erhielt am 17. April die Erlaubnis von Stalin, Berlin von Süden her anzugreifen. Stalin selbst teilte dies dann Schukow mit.[9]

Änderung der Angriffsplanung[Bearbeiten]

Am 21. April 1945 überschritt die zu Schukows Truppen zählende erste sowjetische Einheit (5. Stoßarmee) die Stadtgrenze im Nordosten Berlins bei Marzahn. Inzwischen war in der gesamten Stadt bereits die Licht-, Gas- und Wasserversorgung ausgefallen. In der Stadt zerfetzten mittags Artilleriegranaten viele der überraschten Menschen.[10]

Berlin, das zuerst nur in die Zange genommen werden sollte, wurde mit Konews Erfolg dadurch von allen Seiten angegriffen. Ziel war der Spreebogen mit den zentralen Regierungsgebäuden. Stalin ordnete bald darauf auch die Trennungslinie zwischen den beiden russischen Fronten:

„Von diesem Tag an, dem 23. April, so lautete der Befehl (Nr. 11074), verlaufe die Grenze zwischen der 1. Weißrusssichen Front und der 1. Ukrainischen Front von Lübben über Teupitz, Mittenwalde, Mariendorf zum Anhalter Bahnhof. Konjew war zutiefst enttäuscht: Stalin hatte Schukow den Siegespreis zugesprochen. Die Grenzlinie, die gerade durch die Stadt verlief, zwang Konjew mit seinen Truppen etwa 140 Meter westlich des Reichstages anzuhalten, auf dem die sowjetische Fahne aufgepflanzt werden sollte.“

Cornelius Ryan: Der letzte Kampf, S. 281.

Einschließung Berlins[Bearbeiten]

Die südliche Umfassung Konews richtete sich über Zossen auf Potsdam und traf am 25. April 1945 westlich der Reichshauptstadt bei Ketzin auf die über die Havel herankommende 47. Armee Schukows. Bis zuletzt blieb jedoch die westliche, durch Seen und Wälder unübersichtliche Seite Berlins lückenhaft besetzt.

Deutsche Planung[Bearbeiten]

Zur Verstärkung einer Panzersperre am S-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln graben Volkssturmmänner am 10. März 1945 Stahlträger ein

Der Befehlshaber in Berlin, Generalleutnant Hellmuth Reymann, hatte auf Veranlassung Hitlers im grundsätzlichen Befehl vom 9. März 1945 angeordnet, Berlin „bis zum letzten Mann und zur letzten Patrone“ zu verteidigen.[11]

Auf der Grundlage dieses Befehls war am 20. April 1945 der Fall Clausewitz ausgegeben worden, mit dem angesichts der herannahenden Front unter anderem die Evakuierung aller Berliner Gebäude und Gebiete, in denen Regierungs-, Wehrmacht- und SS-Dienststellen untergebracht waren, sowie die Zerstörung amtlicher Akten, Urkunden und Schriftstücke angeordnet wurde. Umgehend wurden in den Ämtern die Akten vernichtet und große Kolonnen von LKWs mit Personal und Wertgegenständen verließen die Stadt nach Westen.

Deutsche Verteidigung[Bearbeiten]

Nach vier Tagen harter Kämpfe war die deutsche Oderfront am 19. April 1945 zerbrochen. „Die Lücken noch zu schließen, war aussichtslos. Das Ringen von Heeresgruppe und Armeeoberkommando um die Genehmigung zum Absetzen hielt ohne Erfolg an. [...] In diese verzweifelte Lage platzte der völlig abwegige Befehl Hitlers, ...“ mit einem kombinierten Grossangriff von 9. Armee und 4. Panzerarmee, „die rückwärtigen Verbindungen der 1. Ukrainischen Front ab(zu)schneiden und deren Stoß auf Berlin zum Stehen (zu) bringen. Die Armee ging über diesen undurchführbaren Befehl hinweg und fasste den Entschluß, nunmehr auch ohne Befehl, alle Maßnahmen für einen Durchstoß der Südgruppe nach Westen einzuleiten.“[12] Damit beginnen die Versuche der deutschen Befehlshaber, sich Hitlers Befehlsgebung zu entziehen.

Während Hitler an seinem Geburtstag am 20. April sein Gehen oder bleiben in der Reichshauptstadt erwägt und seine Hoffnungen auf die 12. Armee des Panzergenerals Walther Wenck setzt, versucht Heinrici konsequent, die Reste seiner zerschlagenen Heeresgruppe im Rückzug südlich und nördlich um Berlin herum zu führen. Als er am 29. April die „Übernahme der Geschäfte des Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Weichsel“ an General von Manteuffel übertragen wollte – der dies jedoch ablehnte – wurde Heinrici von Generalfeldmarschall Keitel durch den General der Infanterie von Tippelskirch ersetzt.[13]

In Berlin löst Hitler am 21. April General Reymann als Kampfkommandant von Berlin durch Oberst Kaether ab. Als am 23. April der General der Artillerie Helmuth Weidling, Kommandeur des LVI. Panzerkorps, bei Hitler erscheint, um persönlich gegen seine Erschiessung auf Grund eigenmächtiger Handlungen zu protestieren, wird er in die Lagebesprechung einbezogen: „Mit immer größer werdendem Erstaunen hörte ich die Großsprechereien des Führers.“ Er wird von Hitler am Tag darauf zum neuen ‚Kommandanten der Verteidigung von Berlin‘ ernannt. Weidling sagte zu General Krebs, der ihm die Ernennung mitteilt: „Es wäre besser, wenn Sie befohlen hätten, mich zu erschießen, dann ginge dieser Kelch an mir vorüber!“[14]

Weidling übernimmt die Befehlsgewalt und die Einteilung Berlins in neun Verteidigungsbschnitte. Er ordnet die Verteilung der Truppen neu und bemüht sich, reguläre Truppen, die „Abteilungen des Volkssturms und zusammengewürfelte Formationen jeglicher Art“ militärisch sinnvoll zu verteilen.

Teilnahme von Truppen anderer Nationen[Bearbeiten]

An der Umzingelung Berlins nahmen auch 200.000 polnische Soldaten teil. Im Norden schirmte die polnische 1. Armee den äußeren Flügel der 1. Weißrussischen Front gegen die 3. Panzerarmee General von Manteuffels ab und überwand anschließend die Armeegruppe Steiner. Die polnische 2. Armee kämpfte im Süden gegen Reste der Heeresgruppe Mitte unter Generalfeldmarschall Ferdinand Schörner.

„Unter Hitlers Fahne kämpften in Berlin als Reste der ‚europäischen‘ SS-Verbände Vertreter fast aller europäischen Völker. Wir finden Belgier, Holländer, Dänen, Norweger, Schweden, Esten, Letten, Ukrainer, Galizier, Siebenbürger, Schweizer, Franzosen und Spanier. Am zahlreichsten waren Franzosen und Spanier.“ Darunter waren die neunzig Franzosen der Rest-Division Charlemagne, „die nicht für Hitler, sondern für Europa gegen die Sowjets weiterkämpfen wollten.“[15]

Damit wurde, wie der Historiker Anthony Beevor kommentierte, „der Fall von Berlin zum Scheiterhaufen für die Reste der europäischen extremen Rechten.“[16]

Lage in der Stadt[Bearbeiten]

Die Zivilbevölkerung Berlins wurde von den Militärbehörden zu Beginn der Schlacht um Berlin auf noch etwa 2,7 Millionen Einwohner geschätzt. 1939 waren 4,3 Millionen Menschen gezählt worden; nun waren es fast 40 Prozent weniger. Von den verbliebenen Einwohnern waren etwa zwei Drittel Personen weiblichen Geschlechts jeder Altersstufe. Das Drittel der männlichen Zivilbevölkerung machten vor allem Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 16 Jahren und ältere Männer über 60 Jahre aus. Ein Großteil der vormaligen Einwohner Berlins war, wenn nicht als Soldaten an verschiedenen Frontabschnitten oder in Kriegsgefangenschaft, dann durch Evakuierungen oder Flucht – in der Regel nach Westen – nicht mehr in der Stadt (siehe auch Kinderlandverschickung). In den elf Wochen vor der Schlacht waren zudem etwa 200.000 Menschen durch 85 Luftangriffe, zumeist von britischen oder US-Bombern, zur Flucht aus Berlin veranlasst oder getötet worden. Berlin glich bereits zu Beginn der Landoffensive der Roten Armee auf Stadtteile im Zentrum einer Trümmerlandschaft.

In diesen letzten Kriegstagen kam es zu ausgedehnten Zerstörungen von Gebäuden und der Verkehrs-Infrastruktur. So wurden unter nicht geklärten Umständen das Warenhaus Karstadt am Hermannplatz und der Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn unter dem Landwehrkanal gesprengt. (→ Geschichte der Berliner U-Bahn)

Während dieser Apriltage nutzten fanatische Nationalsozialisten und SS-Führer Standgerichte und Exekutionskommandos, um ein Weiterkämpfen bis zum Ende zu erzwingen. Propagandistisch eingepeitscht wurde die aussichtslose Verteidigung Berlins durch Goebbels, der zusammen mit dem Staatssekretär des Propagandaministeriums, Werner Naumann, das Kampfblatt für die Verteidiger von Groß-Berlin mit dem Titel Der Panzerbär herausgab. In diesen Mitteilungen wurde Treue zum „Führer“ gefordert und gleichzeitig Hoffnung auf einen Endsieg gemacht.

Schlacht um Berlin[Bearbeiten]

Am 25. April 1945 gelang es den sowjetischen und polnischen Truppen, Berlin vollständig einzukesseln. Auf Grund der flächenmäßig großen Ausdehnung Berlins gelang es ihnen aber nicht, den Kessel so zu schließen, dass ein Ausbrechen vollständig verhindert werden konnte. So gelang es mehreren vereinzelten Truppen von Wehrmacht und Waffen-SS, sich gegen Ende der Schlacht vor allem im Spandauer Raum aus dem Kessel und somit der Gefangennahme durch die Rote Armee zu entziehen. Diesen Verbänden schlossen sich oftmals auch viele Flüchtlinge bzw. Einwohner Berlins an, die nicht der Roten Armee ausgeliefert sein wollten.

Den Befehl Hitlers zum Durchbruch nach Berlin, der Wenck am 23. April persönlich im Forsthaus „Alte Hölle“ bei Wiesenburg/Mark im Fläming durch Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, überbracht wurde, konnte und wollte Wenck nicht ausführen. Zwar konnte die deutsche 12. Armee unter Wenck nochmals bis in den Raum Ferch vordringen und Ende April die Reste der aus dem Kessel von Halbe ausgebrochenen deutschen 9. Armee und 15.000–20.000 Soldaten aus dem eingeschlossenen Potsdam aufnehmen, doch zielten die Operationen Wencks letztlich darauf ab, den bei Halbe eingekesselten und sich dann in Richtung Beelitz kämpfenden deutschen Verbänden den Weg in die amerikanische Kriegsgefangenschaft offen zu halten.

Die Gefechte in der Stadt gestalteten sich als ein erbitterter Häuserkampf. Oft wurde verbissen um nur wenige Gebäude oder um die Bahnlinien gekämpft. Die sowjetischen Einheiten waren im Stadtgebiet stets Scharfschützen und Kämpfern mit Panzerfäusten ausgesetzt. Bei den Kämpfen verlor die Rote Armee nach Konews Angabe etwa 800 Panzer gegen die wenigen deutschen Geschütze und die mit Panzerabwehrwaffen ausgerüsteten Kämpfer des Volkssturms und der Hitlerjugend. Die Übermacht der Roten Armee war jedoch zu stark, so dass die deutschen Verteidiger ihre Stellungen oft nicht lange halten konnten und unablässig zurückweichen mussten.

Kämpfe um das Regierungsviertel und den Reichstag

Polnische Division[Bearbeiten]

Als einzige Formation, die außer der Roten Armee in der deutschen Hauptstadt kämpfte, nahm an der Erstürmung des Zentrums von Berlin die polnische 1. Infanterie-Division Tadeusz Kościuszko unter General Bewziuk teil. Die im Mai 1943 in Lenino aufgestellte Einheit griff mit General Marian Spychalski in die Straßenkämpfe Berlins ein. Sie verfügte noch von Kämpfen in Warschau bzw. Praga über besondere Erfahrungen im Straßenkampf und rückte im Verband mit der sowjetischen 2. Garde-Panzerarmee des Generals Semjon Bogdanow vor. Der 1. Kościuszko-Division gelang der Vorstoß entlang der Neuen Kant- und Pestalozzistraße und am Karl-August-Platz und die Einnahme der Technischen Hochschule, des S-Bahnhofs Tiergarten sowie vier weiterer U-Bahnhöfe. Weitere Kämpfe wurden entlang der Franklinstraße, der Englischen Straße, bei der Daimler-Benz-Niederlassung am Salzufer sowie im Tiergarten selbst und am hinteren Teil der Reichskanzlei geführt.

Zitadelle[Bearbeiten]

Am 28. April erhielt Generalmajor Semjon Perewertkin der Kommandant des 79. Schützenkorps (150. und 171. Schützendivision) der 3. Stoßarmee, den Befehl, den Reichstag anzugreifen. Das Regierungsviertel, der Verteidigungsbereich „Zitadelle“ wurde von SS-Truppen unter SS-Brigadeführer Wilhelm Mohnke verteidigt. Der Übergang über den Spreebogen gelang den russischen Truppen in der Nacht vom 28. auf den 29. April über die halbzerstörte und mit Barrikaden versehene Moltke-Brücke. In der Fortsetzung des Angriffs gelang den Einheiten bis zum Abend des 29. April die Eroberung des von den sowjetischen Soldaten „Haus Himmlers“ genannten Innenministeriums. In den Morgenstunden des 30. April begann von hier aus der Beschuss des Reichstags und ab 14 Uhr der direkte Angriff über den Königsplatz. Bis zum Abend gelang die Besetzung der oberen Stockwerke, im Keller wurde weiter gekämpft.[17] Um 22:00 Uhr desselben Tages wehte die Rote Fahne auf der Kuppel des Gebäudes. Der sowjetische Soldat Michail Petrowitsch Minin hat als erster Rotarmist die sowjetische Fahne auf dem Reichstag gehisst.[18] Das berühmte Foto Auf dem Berliner Reichstag, 2. Mai 1945 von Jewgeni Ananjewitsch Chaldei entstand erst später.

Am 1. Mai kämpfte die Rote Armee noch gegen zahlreiche deutsche Widerstandsnester. In den Morgenstunden des 2. Mai kapitulierte General Helmuth Weidling im Divisionsgefechtsstand General Tschuikows in einem Gebäude am Schulenburgring 2 in Berlin-Tempelhof. Über den Ruinen der Stadt wurde am 2. Mai um 6:55 Uhr Moskauer Zeit auf dem Brandenburger Tor neben der sowjetischen auch die weiß-rote Flagge Polens gehisst. Bis 15:00 Uhr waren schließlich alle Kampfhandlungen eingestellt, und die meisten der überlebenden rund 130.000 deutschen Soldaten gerieten in Kriegsgefangenschaft.

Folgen[Bearbeiten]

Verwüstete Straße in Berlin

Die Schlacht um Berlin steht sinnbildlich für die Brutalität des gesamten Krieges. Obwohl der Krieg für Deutschland schon lange verloren war, hatte Hitler noch am Ende befohlen, Widerstand bis zum letzten Mann zu leisten. Mit dem Volkssturm wurden tausende Jugendliche und alte Männer in den letzten Wochen des Krieges geopfert. Deserteure oder Zivilisten, die sich kritisch äußerten, wurden auch noch in den letzten Tagen des Krieges von der SS und der Feldgendarmerie erschossen. Auch Stalin opferte Tausende sowjetische Soldaten, indem er die Eroberung Berlins so bald wie möglich forderte, um den Amerikanern zuvorzukommen, und so auch einen propagandistischen Sieg für die Sowjetunion zu verzeichnen. So verlor die Rote Armee allein in den Anfangstagen der Offensive ca. 80.000 Mann und viele beim Häuserkampf in Berlin. Im Überblick betrachtet existieren jedoch über die Verluste beider Seiten, sowohl unter den Soldaten als auch den Zivilisten, keine genauen Zahlen. In unterschiedlichen Quellen variieren die geschätzten Angaben über die Anzahl der in unmittelbarer Folge der Schlacht um Berlin ums Leben gekommen Menschen erheblich; nach neuesten seriösen Forschungen verlor die Wehrmacht insgesamt über 100.000 Mann an Gefallenen in und um Berlin (einschließlich der Schlacht um die Seelower Höhen und im Kessel von Halbe).[4] Noch Jahrzehnte nach der Schlacht wurden oft durch Zufall bei Bauarbeiten noch verschollene Tote gefunden, die teilweise in Massengräbern verscharrt worden waren.[19] Die in diesem Artikel angegebenen Zahlen spiegeln lediglich einen Mittelwert der Schätzungen wider.

Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel unterzeichnet am 8./9. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst die ratifizierende Urkunde der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht.
Flug über das zerstörte Berlin im Juli 1945

Die militärische Moral der noch andernorts verbliebenen deutschen Truppen sank weiter. Zudem konnte das Deutsche Reich in den letzten Kriegstagen nicht mehr von Berlin aus regiert und verwaltet werden. Hitlers Nachfolger Großadmiral Dönitz trat am 2. Mai 1945 sein Amt, das als Regierung Dönitz im Grunde nur noch die Verwaltung des NS-Staates bis zur Kapitulation beinhaltete, im „Sonderbereich Mürwik“ bei Flensburg an. Mit der durch Dönitz autorisierten Unterschrift am 7. Mai 1945 im Hauptquartier der alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims unter die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht war mit deren Inkrafttreten am 8. Mai 1945 um 23:01 Uhr der Zweite Weltkrieg in Europa beendet.

Aus Angst vor der Roten Armee und aus Verzweiflung vor allem bei überzeugten Nationalsozialisten kam es in den letzten Tagen zu vielen Selbstmorden, so verzeichnete alleine der Bezirk Pankow 215 Selbsttötungen.[20]

Die Führung der Roten Armee befürchtete, dass es in der Euphorie des Sieges, gefördert durch Alkohol, zu Gewalttaten an der deutschen Zivilbevölkerung kommen würde. Deshalb gab Marschall Rokossowski einen Tagesbefehl heraus, nach dem Plünderern und Vergewaltigern das Kriegsgericht oder die unverzügliche Erschießung drohte. Obwohl sich auch andere Offiziere der Roten Armee darum bemühten, Racheakte der Soldaten zu verhindern, entlud sich nach der Einnahme von Berlin der Schmerz über die zahlreichen sowjetischen Verluste und die Opfer des ideologisch motivierten Vernichtungskriegs seitens des Deutschen Reiches in Rachsucht durch zahlreiche Plünderungen und Vergewaltigungen. Neben den Rachegefühlen gegenüber Deutschland spielten aber auch die allgemeine Abstumpfung und die Verrohung der Soldaten durch die Brutalität des Krieges sowie die oft rücksichtslose Behandlung der Sowjetsoldaten durch die eigene Führung (vgl. Befehl Nr. 227)[21] eine Rolle. Hierzu schreibt Karl Bahm, der an der Universität von Wisconsin Geschichte lehrt: „Natürlich führten sich nicht alle so auf, aber eine nicht zu kleine Minderheit tat es.“[22] In verschiedenen Quellen, die hauptsächlich auf den vieldiskutierten, teilweise umstrittenen Dokumentarfilm der Feministinnen Helke Sander und Barbara Johr und deren nachfolgendem Buch BeFreier und Befreite zurückgehen, wird von mindestens 100.000 (teils mehrfach) vergewaltigten Berliner Frauen ausgegangen, wobei es allerdings eine hohe Dunkelziffer gibt.[23] Cornelius Ryan schreibt in seinem Buch Der letzte Kampf, dass nach Schätzungen der Ärzte, mit denen er sprach, zwischen 20.000 und 100.000 Frauen vergewaltigt worden seien.[19]

Zitate[Bearbeiten]

„Aus dem Führerhauptquartier wird gemeldet, dass unser Führer Adolf Hitler heute Nachmittag in seinem Befehlsstand in der Reichskanzlei, bis zum letzten Atemzuge gegen den Bolschewismus kämpfend, für Deutschland gefallen ist. Am 30. April hat der Führer den Großadmiral Dönitz zu seinem Nachfolger ernannt. Der Großadmiral und Nachfolger des Führers spricht zum deutschen Volk.“

Meldung des Reichssenders Hamburg am 1. Mai 1945 um 21.25 Uhr

„Am 30. April 1945 hat der Führer Selbstmord begangen und damit alle, die ihm Treue geschworen hatten, im Stich gelassen. Getreu dem Befehl des Führers wart ihr, deutsche Soldaten, bereit, den Kampf um Berlin fortzusetzen, obwohl eure Munition zur Neige ging und die Gesamtlage den weiteren Widerstand sinnlos machte. Ich ordne die sofortige Einstellung jeglichen Widerstandes an. Jede Stunde, die ihr weiterkämpft, verlängert die entsetzlichen Leiden der Zivilbevölkerung Berlins und unserer Verwundeten. Im Einvernehmen mit dem Oberkommando der sowjetischen Truppen fordere ich euch auf, sofort den Kampf einzustellen. Weidling, ehemaliger Befehlshaber des Verteidigungsbereichs Berlin.“

Kapitulationsbefehl von General Helmuth Weidling am 2. Mai 1945

„Am 16. April brach die Offensive los, aber erst eine volle Woche später, am 23. April besetzten die Sowjets die östlichen Vororte von Berlin [...] und erreichten ihr letztes Ziel am 2. Mai. Was haben die Sowjets eigentlich unterwegs gemacht – auf einer Strecke, die ein Panzer, Mittagessen, Tanken und Ölwechsel eingeschlossen, in einem halben Tag bequem hätte bewältigen können.? Die Antwort lautet: Die Sowjets bewegten sich vorsichtig, ganz ungeheuer vorsichtig. Während dieser letzten Kriegshandlung unterschieden sie sich in nichts von den Soldaten Eisenhowers und Montgomerys, die im Rest-Reich ebensowenig daran dachten, sich noch in größerer Zahl und unnötigerweise umbringen zu lassen. Die Truppen der Alliierten, das auf deutschem Boden stehende Aufgebot der ganzen Welt von Sibirien bis Kalifornien, waren sich einig in der Überzeugung: Nichts mehr wagen, [...] der geheime Befehl, unter dem diese Armeen standen, lautete: Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht!“

Erich Kuby, deutscher Historiker: Die Russen in Berlin 1945, 1965

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„Hat der Lump verspielt. Schade, dass wir ihn nicht lebend erwischt haben.“

Stalins Reaktion, als Schukow ihm am 1. Mai telefonisch die Aussagen deutscher Gefangener zu Hitlers Selbstmord mitteilte

„Die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk wird es immer geben. Josef Stalin“

Spruch von Propagandaplakaten, die in Berlin aufgehängt wurden, um zu verdeutlichen, dass die Sowjetunion keine Rachegefühle gegenüber dem deutschen Volk hege[24]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Bahm: Berlin 1945. Die letzte Schlacht des Dritten Reichs. Kaiser Verlag, Klagenfurt 2002, ISBN 3-7043-5032-X.
  • Antony Beevor: Berlin 1945. Das Ende. Goldmann, 2005, ISBN 3-442-15313-1.
  • Joachim Fest: Der Untergang. Hitler und das Ende des Dritten Reiches. Berlin 2003, ISBN 3-8286-0172-3.
  • Peter Gosztony (Hrsg.): Der Kampf um Berlin in Augenzeugenberichten. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1985. Erstausgabe: Karl Rauch Verlag, Düsseldorf 1970, ISBN 3-423-02718-5.
  • Bernd Hildebrandt/Ernst Haiger: Kriegsende in [Berlin-] Tiergarten, [unter anderem über] die Geschichte des Kriegsgräberfriedhofs Wilsnacker Straße. Verlag Lehmanns Media, Berlin 2009, ISBN 978-3-86541-312-3.
  • Guido Knopp: Der verdammte Krieg, Das Ende 1945. C. Bertelsmann Verlag, München, 1995, ISBN 3-570-12153-4.
  • Erich Kuby: Die Russen in Berlin 1945, Scherz Verlag, München 1965.
  • Tony LeTissier: Der Kampf um Berlin 1945. Von den Seelower Höhen zur Reichskanzlei. Bechtermünz Verlag (Lizenz Ullstein) 1997, Originalausgabe: Tony Le Tissier: The battle of Berlin 1945. Jonathan Cape, London 1988.
  • Rolf-Dieter Müller: Kriegsende 1945. Die Zerstörung des Deutschen Reiches. Fischer, Frankfurt 1994, ISBN 3-596-10837-3.
  • Cornelius Ryan: Der letzte Kampf. Droemersche Verlagsanstalt, München/Zürich 1966.
  • Helke Sander und Barbara Johr (Hrsg.): BeFreier und Befreite. Fischer, Frankfurt a. M. 2005, ISBN 3-596-16305-6.
  • Wilhelm Tieke: Das Ende zwischen Oder und Elbe – Der Kampf um Berlin 1945. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-87943-734-3.
  • Earl F. Ziemke: Die Schlacht um Berlin. Pabel/Moewig, Rastatt 1982, ISBN 3-8118-4318-4.

Filme[Bearbeiten]

  • Nachdem die amerikanischen Truppen ihren Sektor in Berlin bezogen, filmten Teams des Special Film Project 186 vom 8. bis 14. Juli auch in Berlin. Die Aufnahmen umfassen insgesamt 60 Stunden stummes Farbfilmmaterial auf über 260 Rollen.[25]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. G. F. Krivosheev: Soviet Casualties and Combat Losses in the Twentieth Century. 2007, S. 219 f.
  2. hrono.ru. Abgerufen am 28. Januar 2014. (russisch)
  3. a b http://wwii-soldat.narod.ru/OPER/ARTICLES/039-berlin.htm (russisch)
  4. a b R.-D. Müller u. a. (Hrsg.): Das deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 10/1, 2008, S. 673.
  5. Cornelius Ryan: Der letzte Kampf. 1. deutsche Ausgabe, Droemersche Verlagsanstalt, München/Zürich 1966, zitiert nach Fackelverlag, Olten – Stuttgart – Salzburg 1969, Originalausgabe: The last battle. Simon and Schuster Inc., New York, S. 156.
  6. Tony Le Tissier: Kampf um Berlin. Bechtermünz Verlag, 1997, S. 212, im Detail 15.654 Feldgeschütze, 15.181 Minenwerfer, 3.255 Katjuschas, 4.520 Panzerabwehrkanonen und 3.411 Fliegerabwehrkanonen
  7. Tony Le Tissier: Der Kampf um Berlin 1945. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1997, S. 50 f.
  8. Nach Chuikov. The End of the Third Reich, S. 147 ff. in: Tony Le Tissier: Der Kampf um Berlin 1945, Ullstein Verlag, Frankfurt/Main – Berlin 1991, S. 61. ISBN 3-550-07801-3
  9. Cornelius Ryan: Der letzte Kampf, 1. Deutsche Ausgabe: Droemersche Verlagsanstalt, München/Zürich 1966. Nach der Ausgabe Fackelverlag, Olten – Stuttgart – Salzburg 1969, S. 245.
  10. Dokumentiert im Beitrag Hermannplatz.
  11. Erich Kuby: Die Russen in Berlin 1945. In: Der Spiegel. 19/1965, S. 74 ff., 84, Online-Version, zuletzt gesichtet am 4. Mai 2013; der Befehl ist abgedruckt als Dokument 390 in: Martin Moll (Hrsg.): „Führer-Erlasse“ 1939–1945. Stuttgart 1997, S. 483, sowie bei Bengt von zur Mühlen (Hrsg.): Der Todeskampf der Reichshauptstadt. Berlin/Kleinmachnow 1994, S. 21.
  12. Theodor Busse, Befehlshaber der 9. Armee in: Peter Gosztony (Hrsg): Der Kampf um Berlin in Augenzeugenberichten, 1985, S. 199 f.
  13. Peter Gosztony: Augenzeugenberichte, S. 319
  14. Weidlings Erinnerungen (in russischer Gefangenschaft) in: Peter Gosztony: Augenzeugenberichte, S. 236 ff.
  15. Erich Kuby: Die Russen in Berlin 1945, Scherz Verlag, München 1965, S. 147 f.
  16. Anthony Beevor: Berlin 1945. Das Ende, Goldmann, München 2005 (London 2002), S. 352.
  17. Peter Gosztony (Hrsg.): Der Kampf um Berlin in Augenzeugenberichten. Deutscher Taschenbuchverlag, München 1985, S. 339 f.
  18. Sowjetfahne auf dem Reichstag in Berlin. weltwoche.ch, Ausgabe 03/08
  19. a b Cornelius Ryan: Der letzte Kampf. Seite 419; Lizenzausgabe der Büchergilde Gutenberg 1968
  20. Karl Bahm: Berlin 1945. Die letzte Schlacht des Dritten Reichs. Klagenfurt 2002, S. 160.
  21. A. A. Maslow: Wie wurden die sowjetischen Sperrabteilungen eingesetzt? englische Übersetzung von David M. Glantz (online)
  22. Karl Bahm: Berlin 1945. Die letzte Schlacht des Dritten Reichs. Klagenfurt 2002, S. 159f.
  23. Helke Sander und Barbara Johr (Hrsg.): BeFreier und Befreite. Fischer, ISBN 3-596-16305-6.
  24. Am 22. Februar 1942 hatte Stalin anlässlich des Gründungsjubiläums der Roten Armee erklärt, dass „die ‚Hitler‘ kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt“. DHM Chronik 1942
  25. Welche Farbe hat der Krieg? (Spiegel-Online) aufgerufen am 15. Juli 2012. Seit 1972 befindet sich das Material im Nationalarchiv in Washington, eine Ausnahme bildeten die Aufnahmen des KZ Dachau, die vorerst in den Lagerräumen der US-Air-Force verblieben und erst seit Ende des 20. Jahrhunderts zugänglich sind. (VHS: Welche Farbe hat der Krieg? Teil 2 bei 18:50 (Audiokommentar))