Schlacht von Bau

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Skizze zum Gefecht bei Bau, 9. April 1848

Die Schlacht von Bau am 9. April 1848 war das erste große Gefecht des Schleswig-Holsteinischen Krieges, es fand bei der Ortschaft Bau (dem heutigen Bov Sogn in Nordschleswig, Dänemark) statt.

Dabei behielten die dänischen Regierungstruppen die Oberhand über die aufständischen Schleswig-Holsteiner. Bei der Schlacht fielen auf schleswig-holsteinischer Seite 35 und auf dänischer Seite 16 Kämpfer, es gab 138 bzw. 166 Verwundete und 923 Schleswig-Holsteiner gerieten in Gefangenschaft. Den meisten der Unterlegenen gelang allerdings die Flucht nach Rendsburg, wo sie durch neue Bündnistruppen unterstützt wurden.

Denkmal zur Schlacht

Die Schlacht verlief weitgehend im Bereich des „Krummen Weges“ südlich von Bau und zog sich bis in die Flensburger Neustadt hin. Friedrich Emil August, der Befehlshaber der schleswig-holsteinischen Truppen, traf erst nach Ende des Gefechtes auf dem Schlachtfeld ein.

In dem Roman Auch Einer von Friedrich Theodor Vischer von 1879 wird der Protagonist in der Schlacht von Bau durch einen Säbelhieb verwundet, nachdem als ein weiteres Beispiel der Tücke des Objekts sein Gewehr versagt hat.

Im Flensburger Stadtteil Neustadt wurde 1888 ein Denkmal zum Gedenken an die auf deutscher Seite gefallenen Studenten, Freiwilligen und Soldaten errichtet. Nach dieser Schlacht erhielten zudem in manchen Städten Straßen den Namen Baustraße (beispielsweise in Kiel).

Literatur[Bearbeiten]

  • Detlev von Liliencron (Hrsg.): Up ewig ungedeelt : die Erhebung Schleswig-Holsteins im Jahre 1848. Richter, Hamburg 1898. Nachdruck: Weidlich, Frankfurt/Main 1980.
  • Darstellung der Begebenheiten des Deutsch-Dänischen Krieges von 1848, unter besonderer Berücksichtigung des Antheils Preußischer Truppen. Erste Abtheilung. Von den anfänglichen Verhältnissen bis zum Treffen bei Bau. Mit einer Übersichtskarte und einem Plan der Umgegend von Flensburg und Bau. Beiheft zum Militär-Wochenblatt für Juli, August und September 1852. Redigirt von der historischen Abtheilung des Generalstabes. Berlin 1852 Scan online

Weblinks[Bearbeiten]