Schlacht von Crotona

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schlacht von Crotona
Teil von: Zweiter Punischer Krieg
Provinz Crotona (heute Kalabrien) in Süditalien
Provinz Crotona (heute Kalabrien) in Süditalien
Datum 204 v. Chr.
Ort Crotona, heutiges Kalabrien, im heutigen Italien
Ausgang Unentschieden
Konfliktparteien
Römisches Reich Karthago
Befehlshaber
Sempronius Tuditanus, Publius Licinius Crassus Hannibal
Truppenstärke
4 Legionen unbekannt

Schlacht von Crotona ist ein Überbegriff für mehrere Gefechte zwischen Römern und Karthagern in Bruttium, dem heutigen Kalabrien, im Jahr 204 v. Chr.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Nach dem römischen Sieg in der Schlacht am Metaurus 207 v. Chr. hatte sich Hannibal mit seinem Heer nach Bruttium in den äußersten Süden Italiens zurückgezogen. Das römische Reich schien nun der klare Gewinner des Zweiten Punischen Kriegs zu sein.

Im Jahr 205 v. Chr. führte einer der beiden römischen Konsuln, Publius Licinius Crassus, gegen Hannibal Krieg, während der andere Konsul, Publius Cornelius Scipio, die Überfahrt nach Afrika vorbereitete. Auch im folgenden Jahr blieb Crassus mit seinem Heer in Bruttium, wo auch einer der beiden Konsuln dieses Jahres, Publius Sempronius Tuditanus eingesetzt war.

Die Schlachten[Bearbeiten]

Bei Kroton, dem heutigen Crotone, soll Tuditanus eine Niederlage gegen Hannibal erlitten haben. Anschließend vereinigte er sein Heer mit dem des Prokonsuls Crassus. Die Überlieferung in den antiken Quellen für die Kämpfe der letzten Kriegsjahre in Italien sind allerdings widersprüchlich.

Das karthagische Heer wollte eine offene Feldschlacht, in der sie den Römern überlegen gewesen wären, doch Crassus ließ seine Hilfstruppen und Reiter immer wieder unerwartet das marschierende karthagische Heer angreifen, was einerseits zu hohen Verlusten bei den Karthagern führte, und andererseits viel Zeit verschlang: Denn das war Teil von Scipios Plan. Er wollte mit den Scharmützeln des Landheers Hannibal aufhalten. So hatte er Zeit, mit der Flotte nach Nordafrika zu fahren. Die Verluste auf beiden Seiten hielten sich in Grenzen, eher wurde das Land durch die Märsche und Plünderungen an der Zivilbevölkerung verwüstet. Nach fast einem Jahr ergebnisloser Kämpfe zog das römische Heer ab.

Folgen[Bearbeiten]

Hannibal machte sich zur Verfolgung bereit, doch dann erreichte ihn die Nachricht von der Landung Scipios an der nordafrikanischen Küste und die Bedrohung der Stadt Karthago. Er fuhr daraufhin mit seinem Heer an die Küste des heutigen Tunesiens. Mit den Schlachten von Crotona endete der Zweite Punische Krieg in Italien.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Brian Caven: The Punic Wars. Weidenfeld and Nicolson, London 1980, ISBN 0-297-77633-9.
  • Terence Wise, Richard Hook: Armies of the Carthaginian wars. 265–146 B.C.. Osprey, London 1982 u. ö., ISBN 0-85045-430-1, S. 30f.