Schlacht von Deining

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schlacht von Deining
Teil von: Erster Koalitionskrieg
Herz-Jesu-Berg Velburg NM 0074.jpg
Datum 22. August 1796
Ort Deining in der Oberpfalz
Ausgang Sieg der Österreicher
Folgen Rückzug der Franzosen
Konfliktparteien
Frankreich 1804Erste Französische Republik Frankreich HabsburgermonarchieHabsburgermonarchie Österreich
Befehlshaber
Frankreich 1804Erste Französische Republik Divisionsgeneral Bernadotte HabsburgermonarchieHabsburgermonarchie Karl von Teschen
Truppenstärke
6.000[1] 28.000
Verluste
keine Angaben keine Angaben
2 Dorfbewohner

Die Schlacht von Deining fand am 22. August 1796, während des Ersten Koalitionskriege, zwischen Franzosen und Österreichern, den Truppen des Generals Jourdan und des Erzherzogs Karl, in und um das Dorf Deining statt.

Verlauf der Schlacht[Bearbeiten]

Als der französische General Bernadotte nach zwei Tagen Aufenthalt in Neumarkt mit seinen Truppen Richtung Regensburg weiterziehen wollte, stieß er bei Deining auf die Truppen des Generals Nauendorf, der zunächst vor der französischen Übermacht noch Respekt hatte und sich deshalb nach Daßwang zurückzog. Inzwischen war aber auch der österreichische Erzherzog Karl von Ingolstadt und Riedenburg kommend auf der Straße Regensburg-Neumarkt eingetroffen. Am 21. August 1796 griff Nauendorf mit Infanterie und Kavallerie die Franzosen bei Daßwang an und verfolgte sie bis Batzhausen. Um dieses Dorf entwickelte sich ein heftiges Gefecht.

In der Nacht vom 21. zum 22. August 1796 wichen die Franzosen nach Deining zurück. General Bernadotte stand nun mit seiner Division von 6.000 Mann (einschl. 1.200 Reiter) auf den Höhen bei Deining. Er wollte Deining unbedingt halten und den Österreichern den Übergang über die Laaberbrücke, die strategisch eine wichtige Rolle spielte, verwehren. Der österreichische Erzherzog Karl rückte mit seinem 28.000 Mann starken Heer heran. Den Österreichern gelang es jedoch, die Franzosen östlich des Dorfes zu vertreiben und in die Ortschaft einzudringen.

Schließlich musste Bernadotte der österreichischen Übermacht weichen, die Deining gegen neun Uhr abends eroberte, und er zog sich wieder nach Neumarkt zurück.[2]

Auswirkungen[Bearbeiten]

Durch die Auswirkungen der Schlacht wurde der halbe Ort sowie Siegenhofen bis auf die Kirche und das Hirtenhaus zerstört. Die Franzosen flüchten in Richtung Neumarkt, dort wurde die Stadt durch den mutigen Torschmied Veit Jung vor der Zerstörung gerettet [3], siehe Sage vom Torschmied Veit Jung.

Bei der Beschießung Deinings fielen 18 Gebäude den österreichischen Haubitzen zum Opfer.

Die Pfarrchronik von Deining berichtet darüber: „Pfarrhof und Ökonomiegebäude in Deining zerschossen, 2 Stadel und Stallungen abgebrannt, am Pfarrhof die Fenster ausgebrannt.“ [4]

Erinnerung[Bearbeiten]

Eine Reihe von Flurnamen erzählen heute noch von den Tagen der Schlacht um Deining. So tragen verschiedene Fluren Bezeichnungen wie Kriegsholz, Kriegsäcker, Kugelanger oder Kugelwiese.

In der Kirche auf dem Herz-Jesu-Berg bei Velburg befindet sich ein Votivbild, das die Deininger Schlacht darstellt.[5]

Heute erinnert in Deining ein Gedenkstein an die Toten der Schlacht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. nach Denkwürdigkeiten der Gesch. d. Feldzugs von 1796, nach Obergeneral Jourdan, deutsche Übersetzung von 1823, online bei Google books
  2. Denkwürdigkeiten der Gesch. d. Feldzugs von 1796, deutscher Übersetzung von 1823, Teil II, S. 79
  3. http://www.deining.de/uploads/media/Ausgabe01.pdf
  4. http://www.deining.de/kultur/geschichte-u-infos/geschichte-orte.html
  5. http://www.deining.de/kultur/geschichte-u-infos/geschichte-orte.html