Schlacht von Edgecote Moor

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Schlacht von Edgecote Moor
Teil von: Rosenkriege
Datum 26. Juli 1469
Ort Danes Moor, Northamptonshire, England
Ausgang Sieg des Hauses Lancaster
Konfliktparteien
Yorkshire rose.svg Haus York Lancashire rose.svg Haus Lancaster
Befehlshaber
William Herbert, Earl of Pembroke Richard Neville, 16. Earl of Warwick
Truppenstärke
unbekannt unbekannt
Verluste
unbekannt unbekannt

Die Schlacht von Edgecote Moor fand am 26. Juli 1469 während der Rosenkriege beim Danes Moor in Northamptonshire bei einem Nebenarm des Flusses Cherwell statt. Dabei wurde König Eduard IV. aus dem Haus York von seinem eigenen Bruder George, Herzog von Clarence und Richard Neville, Earl of Warwick (auch der "Königsmacher" genannt) besiegt und gefangen genommen. Die Sieger übernahmen für einige Monate die Regierungsgewalt in England, bis Eduard IV. von seinem Bruder Richard befreit werden konnte.

Geschichtlicher Hintergrund[Bearbeiten]

Mit der Schlacht von Towton 1461 hatte das Haus York die erste Phase der Rosenkriege für sich entschieden. König Heinrich VI., Königin Margarete und Henry Beaufort, 3. Duke of Somerset (nach der Schlacht von Hexham hingerichtet), mussten nach Schottland fliehen, Eduard von York bestieg als Eduard IV. den englischen Thron. Die Angehörigen des Adels, die auf der Seite des Hauses Lancaster gestanden hatten, schworen König Eduard die Treue.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg des Hauses York hatte Richard Neville, Earl of Warwick, der größte und einflussreichste Landbesitzer in England. Während der ersten Regierungsjahre Eduards hatten der König und Neville eine sehr enge Beziehung. Neville übte ab 1460 das Amt des Lord Warden of the Cinque Ports aus.

In den folgenden Jahren jedoch kam es zu einer zunehmenden Entfremdung zwischen Eduard und Neville. Einer der Hauptgründe dafür war die heimliche Heirat Eduards mit Elizabeth Woodville im Jahr 1464, während Neville gerade eine französische Heiratsoption für seinen König verhandelte. Zu dieser Kränkung gesellte sich bald Verbitterung über die Bevorzugung der Woodvilles am Hofe. Auch außenpolitisch gab es Differenzen, Eduard favorisierte eine Allianz mit Burgund, während Warwick Frankreich bevorzugte. Darüber hinaus weigerte sich Eduard, seinen Brüdern George, Herzog von Clarence und Richard, Herzog von Gloucester die Hochzeit mit Warwicks Töchtern Isabella und Anne zu erlauben.

Als Reaktion auf diese Konflikte zog sich Warwick in den späten 1460ern immer mehr vom König zurück. Hinter Eduards Rücken schloss er eine Allianz mit Eduards Bruder George, Herzog von Clarence, der sich 1469 auch mit Isabella Neville vermählte. Als der König 1469 nach Norden zog, um einige kleinere Aufstände niederzuschlagen, nutzten Warwick und Clarence und begannen, das Gerücht zu streuen, Eduard sei ein Bastard und Clarence der eigentliche Erbe des Hauses York.

Die Schlacht[Bearbeiten]

Im Norden begann einer von Warwicks Hauptmännern, der sich selbst Robin of Redesdale nannte (eigentlich Sir William Conyers), eine neue Rebellion. Als Eduard davon hörte, glaubte er diesen Aufstand leicht niederschlagen könne und schickte nur ein paar seiner Männer dorthin. Schnell bemerkte er jedoch, dass seine Männer den Rebellen unterlegen waren und begann einen Rückzug nach Nottingham, um dort weitere Soldaten zu rekrutieren. Der König hatte stark an Popularität verloren und es gab nur wenige Männer, die sich ihm anschlossen. Eduard wartete in Nottingham auf die Earls of Pembroke und Devon, die mit einer Armee von Süden kommen sollten.

Am 12. Juli erklärten Warwick und Clarence den Rebellen ihre Unterstützung. Am 18. Juli verließ Warwick London als Anführer einer riesigen Armee, um die Rebellen zu unterstützen.

Die Rebellen im Norden bewegten sich nach Süden, um mit Warwick zusammenzutreffen, umgingen den König, trafen jedoch mit der Armee von Pembroke und Devon bei Edgecote Moor zusammen. Die Armeen bemerkten einander am 25. Juli und trafen am Morgen des 26. Juli zur Schlacht zusammen. Die Schlacht begann eher einseitig als der Earl of Devon und seine walisischen Bogenschützen einige Meilen entfernt in einem Dorf übernachtet hatten. Die Rebellen griffen über den Fluss an und zwangen Pembroke zum Rückzug auf eine gewisse Entfernung. Pembroke wurde in dieser neuen Position erneut angegriffen, konnte sich jedoch verteidigen, während er auf Devon wartete. Gegen Mittag erhielt er die Nachricht, dass Devon sich schnell näherte. Zur gleichen Zeit erreichte jedoch Warwicks Vorhut das Schlachtfeld. Die Moral der Rebellen wurde sofort angehoben. Als sie Warwicks Kräfte erkannten, nahmen Pembrokes Männer alle Kräfte zusammen, die sie noch hatten. Doch die königliche Armee zerbrach, ehe Devon sie erreichen konnte. Damit hatte Warwick diese Schlacht gewonnen.

Ergebnis der Schlacht[Bearbeiten]

Eduard IV. und der Earl of Pembroke gerieten in Gefangenschaft. Nach der Schlacht ließ Warwick seinen Rivalen Pembroke hinrichten. Warwick und Clarence übernahmen für einige Monate die Regierungsgewalt in England. Allerdings stand eine große Anzahl englischer Adliger, darunter auch Warwicks Bruder John Neville loyal auf der Seite des Königs. Eduard IV. wurde bald durch eine von seinem jüngsten Bruder Richard geführten Armee befreit.

Warwick wurde 1470 als Verräter angeklagt und war gezwungen, nach Frankreich zu fliehen. Er trug dem Haus Lancaster seine Gefolgschaft an und schloss eine Allianz mit seiner alten Feindin Margarete von Anjou, Ehefrau Heinrichs VI.

Literatur[Bearbeiten]

52.114444444444-1.2472222222222Koordinaten: 52° 6′ 52″ N, 1° 14′ 50″ W