Schlacht von Jewpatorija

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Schlacht von Jewpatorija
Teil von: Krimkrieg
Sturmangriff französischer Kavallerie auf russische Einheiten bei Jewpatorija (Adolphe Yvon)
Sturmangriff französischer Kavallerie auf russische Einheiten bei Jewpatorija (Adolphe Yvon)
Datum 17. Februar 1855
Ort Jewpatorija
Ausgang alliierter Sieg
Konfliktparteien
Osmanisches Reich 1844Osmanisches Reich Osmanisches Reich
Zweites KaiserreichZweites Kaiserreich Frankreich
Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich
Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Russland
Befehlshaber
Osmanisches Reich 1844Osmanisches Reich Omar Pascha
Osmanisches Reich 1844Osmanisches Reich Antoni Ilinski
Zweites KaiserreichZweites Kaiserreich Armand d’Allonville
Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Stepan Chruljow
Truppenstärke
35.000 Mann,
100 Kanonen,
6 Kriegsschiffe
20.000 Mann,
108 Kanonen
Verluste
415 Tote und Verwundete ca. 2500 Tote, 583 Verwundete

Die Schlacht von Jewpatorija (türk.: Gözleve Muharebesi; russisch Штурм Евпатории) war die bedeutendste Schlacht des Krimkrieges abseits des Hauptschauplatzes Sewastopol und endete mit einer russischen Niederlage.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Die Stadt Jewpatorija wurde nach dem Beginn der Belagerung von Sewastopol von etwa 30.000 osmanischen Soldaten besetzt, die von drei französischen Kavallerieregimentern und sechs alliierten Kriegsschiffen im Schwarzen Meer verstärkt wurden. Der russische Zar Nikolaus I. befürchtete aufgrund der hohen Anzahl von Garnisonstruppen in Jewpatorija einen Angriff auf die russische Flanke der Krim bei Perekop. Schließlich beauftragte er General Stepan Chruljow die Stadt mit etwa 20.000 Mann zu erstürmen.

Die Schlacht[Bearbeiten]

Chruljow hoffte mit einem Überraschungsangriff am 17. Februar 1855 die ottomanische Garnison aus der Stadt vertreiben zu können. Die Alliierten wurden jedoch vor den herannahenden Russen rechtzeitig gewarnt und konnten den Angriff, unterstützt durch Schiffsartillerie, zurückschlagen. Nach nur drei Stunden brach Chruljow den Angriff ab und zog sich unter schweren Verlusten zurück.

Folgen[Bearbeiten]

Die Niederlage war schließlich einer der Gründe für die Absetzung des russischen Oberbefehlshabers auf der Krim Alexander Sergejewitsch Menschikow. Außerdem konnten die Alliierten weiterhin das russische Hinterland bedrohen und die Krim durch einen Angriff auf Perekop vom russischen Reich abschneiden. Somit banden die Garnisonstruppen in Jewpatorjia russische Einheiten, die nun bei der Belagerung von Sewastopol fehlten.

Nachweise[Bearbeiten]

  • Baumgart, Winfried: The Crimean War 1853–1856, 1999
  • Blake, R.L.V.: The Crimean War, 1973