Schlacht von Kambula

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Schlacht von Kambula
Teil von: Zulukrieg
Zulukrieger bei Kambula
Zulukrieger bei Kambula
Datum 29. März 1879
Ort Kambula in Südafrika
Ausgang britischer Sieg
Konfliktparteien
Großbritannien Zulu
Befehlshaber
Evelyn Wood Ntshingwayo Khoza
Truppenstärke
rund 2.000 Mann rund 20.000 Mann
Verluste
18 Tote bis zu 1.200 Tote

Die Schlacht von Kambula wurde am 29. März 1879 im Rahmen des Zulukriegs geschlagen. Die britischen Truppen unter Evelyn Wood siegten dabei über eine Armee der Zulu unter Ntshingwayo Khoza.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

1843 wurde das Gebiet von Natal formell von den Briten annektiert. Der mächtige militaristische Zulustaat in der Nachbarschaft erschien den Briten aber als Bedrohung ihrer Siedlungen in Natal. Im Januar 1879 drangen deshalb englische Kolonialtruppen unter Lord Chelmsford von Natal aus in das Zulureich König Cetshwayos ein. In der Schlacht bei Isandhlwana am 22. Januar 1879 erlitten die Briten eine katastrophale Niederlage, in der die beteiligten 1.300 britischen Soldaten vollständig vernichtet wurde.

Während die mittlere und die rechte Abteilung der Briten nach der Kastastrophe bei Isandhlwana zurückgedrängt wurden, stand die linke Abteilung unter Evelyn Wood allein im Zululand. Am 28. März kam es zu einem Gefecht zwischen Woods Kavallerie, unter Redvers Buller, und der Hauptarmee der Zulu bei Hlobane, in dem die Zulu siegreich waren.

Die Schlacht[Bearbeiten]

Wood hatte nach der Niederlage von Hlobane bei Kambula eine befestigte Stellung bezogen. Ihm unterstanden 1.200 Mann Infanterie, 650 Mann Kavallerie und 120 Artilleristen, insgesamt ca. 2.000 Mann. Ihm gegenüber stand die Hauptstreitmacht der Zulu unter Ntshingwayo Khoza, der schon die Schlacht bei Isandhlwana gewonnen hatte. In der Zulustreitmacht kämpften auch Regimenter, die bereits bei Isandhlwana die Briten geschlagen hatten und mit den dort erbeuteten Feuerwaffen ausgerüstet waren. Die Schlacht begann gegen 13:30 Uhr. Die Zulu griffen in mehreren Wellen bis ca. 17:30 Uhr erfolglos die britische Stellung an, wobei sie Verluste von etwa 800 Mann allein an Toten zu beklagen hatten. Dann begann Wood mit dem Gegenangriff, bei dem schätzungsweise nochmals mindestens 300 Zulu getötet wurden.[1]

Ergebnis[Bearbeiten]

Durch die Niederlage bei Kambula wurde die Moral der Sieger von Isandlwana deutlich geschwächt und die der Briten wiederhergestellt. Lord Chelmsford begann im Sommer seine Armee umzustrukturieren und konnte am 4. Juli in der Nähe der Hauptstadt der Zulu bei Ulundi die Zulu vernichten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Donald Featherstone: Victorian Colonial Warfare. Africa. From the Campaigns against the Kaffirs to the South African War. Cassell, London 1992, ISBN 0-304-34174-6.
  • Ian Knight, Ian Castle: Zulu War. Osprey Publishing, Oxford 2004, ISBN 1-84176-858-8.
  • Charles L. Norris-Newman: In Zululand with the British Army. The Anglo-Zulu War of 1879 through the First-Hand Experiences of a Special Correspondent (= Eyewitness to War Series), Leonaur Ltd., 2006, ISBN 978-1-84677-121-7.

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Norris-Newman (2006), S. 179f. – Diese Zahlenangaben entstammen offiziellen britischen Quellen, zu denen die Kriegsberichterstatter diverser britischer Zeitungen Zugang hatten.