Schlacht von Moys

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schlacht von Moys
Combat de Goerlitz.jpg
Datum 7. September 1757
Ort Moys (Zgorzelec)
Ausgang Österreichischer Sieg
Konfliktparteien
Romisches Reich Heiliges 1400Heiliges Römisches Reich Österreich Preussen KonigreichKönigreich Preußen Preußen
Befehlshaber
Romisches Reich Heiliges 1400Heiliges Römisches Reich Franz Leopold von Nádasdy Preussen KonigreichKönigreich Preußen Hans Karl von Winterfeldt
Truppenstärke
20.000–32.000 13.000
Verluste
1.800 1.500

In der Schlacht bei Moys am 7. September 1757 erlitt Preußen durch Österreich während des Siebenjährigen Krieges eine Niederlage.

Ausgangslage[Bearbeiten]

Den Rückzug der in der Schlacht von Kolin geschlagenen preußischen Armee verfolgten die Österreicher unter Führung von Karl Alexander von Lothringen und Leopold Joseph Daun bis nach Sachsen.

Das Hauptheer der Preußen unter dem Kommando von Herzog August Wilhelm bezog Stellung an der Landeskrone bei Görlitz in der Oberlausitz. Ein Korps, womit General Hans Karl von Winterfeldt die Verbindung zwischen Schlesien und Sachsen offen hielt, hatte den Holzberg (Jäckelsberg) beim Dorf Moys am rechten Ufer der Lausitzer Neiße besetzt.

Die Veranlassung für das kommende Gefecht war die Ankunft des Grafen Wenzel Anton Kaunitz im österreichischen Hauptlager bei Jauernick, der mit den Oberbefehlshabern die weiteren Operationspläne erörtern wollte.

Schlachtverlauf[Bearbeiten]

Am 7. September 1757 griff General Franz Leopold von Nádasdy mit 20.000 Mann und 24 schweren Geschützen die preußische Vorhut bei Moys an. Er nutzte den Umstand, dass sich Winterfeldt zu diesem Zeitpunkt im eine halbe Meile entfernten Lager bei Görlitz befand. Als diesen die Nachricht des österreichischen Angriffs erreichte, eilte er seinen Truppen mit fünf Bataillonen zur Hilfe. Trotz der Übermacht schlug er die Österreicher zunächst zurück. Da aber weitere Verstärkungen durch Herzog August Wilhelm ausblieben, konnte Nádasdy die Preußen umgehen und im Rücken angreifen. Winterfeldt erlitt eine tödliche Verwundung und verstarb einen Tag später; an ihn erinnert noch heute ein Gedenkstein. Sein Korps musste sich schließlich zurückziehen.

Auswirkungen[Bearbeiten]

Herzog August Wilhelm fehlte durch den Tod Hans Karl von Winterfeldts ein fähiger Berater. In den nächsten Wochen zog er sich beständig zurück, während ihn die Österreicher mit fast 90.000 Mann verfolgten und vom Nachschub abschnitten. Der Rückzug der Preußen ging durch die Lausitz und Schlesien bis an die Tore von Breslau. Es sollten im November 1757 der Verlust der Festungsstadt Schweidnitz und die Schlacht von Breslau folgen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Wilhelm von Archenholz: Geschichte des Siebenjährigen Krieges in Deutschland. Reprint-Verlag, Holzminden 1997, ISBN 3-8262-0106-X (Nachdr. d. Ausg. Leipzig 1911).
  • Joachim Engelmann, Günter Dorn: Friedrich der Große und seine Generale. Edition Dörfler, Utting 2001, ISBN 3-89555-002-7.
  • Olaf Groehler: Die Kriege Friedrichs II. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1989, ISBN 3-327-00038-7.
  • Friedrich R. Paulig: Geschichte des Siebenjährigen Krieges. Ein Beitrag zur deutschen Geschichte der Jahre 1740 - 1763. LTR-Verlag, Starnberg 1988, ISBN 3-88706-275-2, (Nachdr. d. Ausg. Frankfurt/Oder 1878).

Weblinks[Bearbeiten]