Schlacht von San Germano

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Schlacht von San Germano
Datum 15. Mai 1815 bis 17. Mai 1815
Ort Piedimonte San Germano
Ausgang Sieg der Österreicher
Konfliktparteien
Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich Königreich NeapelKönigreich Neapel Neapel
Befehlshaber
Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Laval von Westmeath Königreich NeapelKönigreich Neapel Joachim Murat
Truppenstärke
8.000 Soldaten 15.000 Soldaten
Verluste
500 Tote und Verwundete 3.500 Tote und Verwundete
1.000+ Gefangene

Die Schlacht von San Germano (auch Schlacht von Mignano genannt) war die letzte Schlacht des Österreichisch-Neapolitanischen Kriegs zwischen einer österreichischen Streitmacht kommandiert von Laval Nugent von Westmeath und der neapolitanischen Armee kommandiert von Joachim Murat. Die Schlacht begann am 15. Mai 1815 und endete am 17. Mai, als die verbliebenen neapolitanischen Truppen bei Mignano überrannt wurden.

Nach seiner Niederlage in der Schlacht von Tolentino war Murat auf San Germano zurückgegangen. Dort verstärkte Murat sein Heer mit der Armée de l’Intérieur (Armee für Inneres) die er als Reserve zur Verteidigung Neapels zurückgelassen hatte. Doch selbst mit dieser Verstärkung war Murats Armee bereits auf nur noch ca. 15.000 Mann geschmolzen. Die Streitkraft von General Nugent war in Florenz losmarschiert und am 30. April in Rom eingetroffen. Von dort marschierte er nach Ceprano wo er ein kleineres Gefecht mit einer lokalen Miliz hatte. Nachdem er Nachricht von der Niederlage Murats bei Tolentino erhalten hatte, versuchte Nugent den Rückzugsweg Murats nach Neapel abzuschneiden.

Am 14. Mai näherte er sich Murats Lager bei San Germano. Am folgenden Tag entschloss sich Murat zum Angriff und vertrieb die österreichischen Aufklärer, bevor er direkt die österreichischen Stellungen attackierte. Jedoch war die österreichische Hauptstreitmacht unter General Bianchi Murats Armee von Tolentino gefolgt und begann nun die neapolitanischen Truppen einzukreisen. Da der Angriff der Neapolitaner fehlschlug und sie substanzielle Verluste erlitten, zog sich Murat nun auf San Germano zurück und ging in Verteidigungsstellung über. Aber sobald sich Nugents Streitmacht näherte ergriff die Neapolitaner Panik und sie zogen sich schnell zurück. Dabei trennte sich die Armee in einen kleineren Teil unter Murat, der sich auf Capua zurückzog und einen größeren Teil der Richtung Mignano marschiert war.

Dort wurden die verbliebenen ca. 6.000 Neapolitaner von ca. 1.000 Husaren unterstützt von Jägern und Grenzern zerschlagen. Die meisten Neapolitaner waren sofort nach Beginn der Schlacht geflohen, ca. 1.000 wurden von den Österreichern gefangen genommen. Da sich nun seine Armee auflöste floh Murat am 19. Mai aus Italien kurz bevor der kommandierende neapolitanische General Carascosa um Frieden ansuchte, was zum Vertrag von Casalanza führte.