Schlacht von Vlaardingen

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Schlacht von Vlaardingen
Datum 29. Juli 1018
Ort nördlich von Vlaardingen
Ausgang Sieg der Holländer
Konfliktparteien
Armoiries Saint-Empire monocéphale.png Heiliges Römisches Reich Counts of Holland Arms.svg Grafschaft Holland
Befehlshaber
Herzog Gottfried II. von Niederlothringen Graf Dietrich III. von Holland
Truppenstärke
unbekannt relativ kleiner
Verluste
hoch gering

Die Schlacht von Vlaardingen fand am 29. Juli 1018 zwischen dem Grafen Dietrich III. von Holland und einer von Kaiser Heinrich II. gesandten Armee statt. Das Schlachtfeld lag nördlich von Vlaardingen auf der heutigen Zouteveense Polder.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Dietrich III., ein Vasall Heinrichs II., hatte die Festung Vlaardingen errichten lassen und erhob von dort aus – ohne Genehmigung des Kaisers – Zoll von den Kaufleuten, die an dieser Stelle vorbei mussten, um von der wichtigen Handelsstadt Utrecht aus die Nordsee zu erreichen.

Kaufleute aus Tiel alarmierten den Kaiser auch über gewalttätige Übergriffe von Dietrichs Leuten gegen sie, woraufhin der Kaiser sich entschloss, Dietrichs Herrschaft zu beenden und das Land dem Bischof von Utrecht zu übertragen.

Die Schlacht[Bearbeiten]

Eine große kaiserliche Armee unter dem Oberbefehl des Herzogs von Niederlothringen, Gottfried II., die von Truppen der Bischöfe von Utrecht, Lüttich und Metz verstärkt wurde, zog gegen Vlaardingen. Dietrich III. und sein kleines Heer stellten eine Falle nördlich von Vlaardingen. Als die kaiserlichen Soldaten bereits ihren Sieg feierten, griffen die Friesen an. Das Gelände war sumpfig, das Schlachtfeld schmal und die Einheimischen benutzten auf den Sielen, die das Meer gespült hatte, Boote, mit denen sie ihre Truppen unterstützten.

Die Schlacht von Vlaardingen wurde für Dietrich zu einem gewaltigen Sieg. Der größte Teil des kaiserlichen Heeres wurde getötet, die überlebenden Offiziere wurden gefangen genommen und hingerichtet, der Befehlshaber, Herzog Gottfried, wenig später freigelassen.

Auswirkungen[Bearbeiten]

Dietrich III. konnte nach dem Sieg nicht nur seinen Besitz behaupten, darüber hinaus durfte er nun auch mit Erlaubnis des Kaisers von Vlaardingen aus von den vorbeiziehenden Kaufleute Zoll erheben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kees Nieuwenhuijsen und Tim de Ridder: Ad Flaridingun. Vlaardingen in de elfde eeuw, Verloren, Hilversum, 2012, ISBN 978-90-8704-258-5.
  • Thimo de Nijs und Eelco Beukers: Geschiedenis van Holland, Part I: 'Tot 1572', Verlorern, Hilversum, 2002, ISBN 90-6550-685-3.