Schlacht bei Zehden

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Denkmal für die Schlacht bei Cedynia / Zehden, errichtet 1972
Polnischer Adler auf dem Czcibor-Berg des Denkmals für die Schlacht bei Cedynia /Zehden

Die Schlacht bei Zehden fand am 24. Juni 972 zwischen Herzog Mieszko I. von Polen und den vom Kaiser Otto I. eingesetzten Markgraf Hodo I. von der Mark Lausitz bei Zehden statt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Markgraf Hodo war verantwortlich für das Eintreiben des Tributes, den der Kaiser von Mieszko und den verschiedenen slawischen Stämme östlich der Elbe erzwungen hatte. Nach der Teilung der großen Sächsischen Ostmark, die erst nach dem Abschluss der Eroberung des elbslawischen Gebiets durch Markgraf Gero I. 937 entstand, zersplitterte sich das Gebiet zwischen der Elbe und Oder ab 966 territorial in einzelne kleinere Grenzmarken. Mieszko wollte sich die Schwäche der Sachsen an ihrer Ostflanke zum Vorteil machen, um das ökonomisch wichtige Gebiet um die Oder bis Pommern mit dem damals bedeutenden Handelszentrum Wolin zu erobern und sich somit den Zugang zur Ostsee zu verschaffen. Im Kampf gegen die Polanen stand Siegfried, Graf zu Walbeck und Vater des späteren Bischofs von Merseburg und Chronisten Thietmar von Merseburg, dem Markgrafen Hodo militärisch bei.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Nachrichten über diese Schlacht sind nur sehr spärlich. Der Kampf fand an einer Furche an der Oder statt, direkt gegenüber der späteren Stadt Oderberg, nördlich von Frankfurt. Der einzige vorhandene Weg lag neben einem mit Bäumen überwachsenen hohen Hügel und das Gebiet war meist sumpfartig.

Mieszko mit seinen Leuten ritt zur Oder und sein Bruder Cidebur nahm Stellung nahe dem Ort Cidini. Hodo verfolgte Mieszko, welcher nach Cedini floh. Dort wartete Cideburs Armee auf Hodo und griff aus den umliegenden Hügeln an. Die Schlacht wurde zum Gemetzel und nur wenige deutsch-sächsische Truppen entkamen, darunter die Grafen Hodo und Siegfried. 973, während des Reichstags zu Quedlinburg, stiftete Kaiser Otto I. zwischen den verfeindeten Parteien den Frieden. Mieszko hatte allerdings seinen Sohn Bolesław als Geisel zur Sicherung des Friedens zu stellen.

Die Schlacht ist von den Chronisten Gallus Anonymus und Thietmar von Merseburg überliefert.

Gegenwartsbezug[Bearbeiten]

Nachdem die Stadt Zehden 1945 von der Roten Armee erobert worden war, benannte die polnische Administration den Ort in Cedynia um. 1972 wurde aus Anlaß der 1000-Jahr-Feier der Schlacht ein Denkmal errichtet, das an die Schlacht von Zehden erinnert.

Weblinks[Bearbeiten]