Schlagring

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Schlagring als Waffe. Für den ebenfalls als Schlagring bezeichneten Anschlag einer Glocke siehe Glocke#Glockenteile.
Ein nietenbewehrter Stahl-Schlagring

Ein Schlagring ist eine Handwaffe, die aus einem Griff besteht, durch die die Finger der Faust gesteckt werden. Schlagringe fallen im Allgemeinen unter die Schlagwaffen, da sie bei ihrer Verwendung den Körper nicht penetrieren. Wenn sie mit längeren Stacheln oder Klingen ausgestattet sind, fallen sie auch unter die Hiebwaffen, da sie bei ihrer Verwendung den Körper penetrieren.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ein Schlagring wird aus Metall oder Horn, teilweise sogar aus Plexiglas gefertigt, und die Außenseite ist des Öfteren mit Nieten versehen, weist angebrachte Spitzen auf, oder ist im Knöchelbereich dementsprechend verstärkt. Da Schlagringe verhältnismäßig klein und leicht zu verbergen (z. B. in Jacken, Schuhen und Hosentaschen) sind, werden sie insbesondere von Straßenbanden, jugendlichen Gangs und Kleinkriminellen verwendet.

Im Kampf werden Schlagringe zur Verstärkung der Faust genutzt und dementsprechend wie in einem „normalen“ Faustkampf geführt. Hier werden vor allem Kopf und insbesondere das Gesicht des Opfers als Trefferzone herangezogen, da speziell in diesen Bereichen bereits wenige Schläge ausreichen, um einen Gegner schwer zu verletzen und/oder kampfunfähig zu machen oder gar zu töten.

Schlagringe wurden und werden bereits seit der Zeit der Urvölker benutzt. Hierbei gibt es verschiedene Varianten: So wurden Schlagringe aus Metall, Holz oder aus verflochtenen und versteiften Schnüren, in denen Tierzähne angebracht wurden, gefertigt.

Rechtliches[Bearbeiten]

Schlagringe sind in Deutschland (§ 2 Abs. 3[1] i. V. m. Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.3.2[2] WaffG), in Österreich (§ 17 Abs. 1 Z 6[3] WaffG) und in der Schweiz (Art. 4 Abs. 1 Bst. d und Art. 5 Abs. 1 Bst. d WaffG)[4] verboten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schlagring – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Schlagring – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. § 2 Grundsätze des Umgangs mit Waffen oder Munition, Waffenliste. In: Waffengesetz. Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 11. März 2014: „(3) Der Umgang mit Waffen oder Munition, die in der Anlage 2 Abschnitt 1 zu diesem Gesetz genannt sind, ist verboten.“
  2. Anlage 2 (zu § 2 Abs. 2 bis 4) Waffenliste. In: Waffengesetz. Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 11. März 2014: „Abschnitt 1: [...] Verbotene Waffen [...] Der Umgang mit folgenden Waffen und Munition ist verboten: [...] 1.3.2 [...] Schlagringe“
  3. Gesamte Rechtsvorschrift für Waffengesetz 1996. In: Waffengesetz (Österreich). 1. Juli 1997, abgerufen am 11. März 2014: „§ 17. (1) Verboten sind der Erwerb, die Einfuhr, der Besitz, und das Führen [...] der unter der Bezeichnung „Schlagringe“, „Totschläger“ und „Stahlruten“ bekannten Hiebwaffen.“
  4. SR 514.54 Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition, Artikel 4 und 5. Sektion Recht der Schweizer Bundeskanzlei, 1. Januar 2013, abgerufen am 11. März 2014: „Als Waffen gelten: [...] Geräte, die dazu bestimmt sind, Menschen zu verletzen, namentlich Schlagringe, Schlagruten, Schlagstöcke, Wurfsterne und Schleudern;“