Schlagsdorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schlagsdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schlagsdorf
Schlagsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schlagsdorf hervorgehoben
53.73027777777810.82361111111139Koordinaten: 53° 44′ N, 10° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Rehna
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 20,12 km²
Einwohner: 1101 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19217
Vorwahl: 038875
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 073
Adresse der Amtsverwaltung: Freiheitsplatz 1
19217 Rehna
Bürgermeister: Ingo Melchin
Lage der Gemeinde Schlagsdorf im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Schlagsdorf ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Rehna mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schlagsdorf liegt in einem hügeligen, seenreichen Gebiet, von denen der Mechower See und der Lankower See, die an der Grenze zu Schleswig-Holstein liegen, hervorzuheben wären. Die lauenburgische Stadt Ratzeburg ist nur etwa 5 km von Schlagsdorf entfernt.

Zu Schlagsdorf gehören die Ortsteile Heiligeland, Schlagbrügge und Schlagresdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Dorfkirche

Erstmals wird der Ort als Zlavti in der auf das Jahr 1158 datierten Dotationsurkunde Heinrich des Löwen über die Ausstattung des Bistums Ratzeburg mit Ländereien genannt[2]. Im Ratzeburger Zehntregister von 1230 wird das Kirchdorf als Slaukestorp erwähnt. Ebenfalls aufgeführt sind dort die heutigen Ortsteile Schlagbrügge als Slaubrize und Schlagresdorf als Ratistorp. Im Laufe der Jahrhunderte wurden diese Bezeichnungen zu den heutigen Namen abgeschliffen. In der DDR-Zeit lag Schlagsdorf inmitten des Sperrgebietes und war ohne spezielle Passierscheine nicht erreichbar. Seit der Wiedervereinigung profitiert die Gemeinde von Zuzug aufgrund ihrer Lage im Ballungsraum von Lübeck.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Wahl vom 25. Mai 2014 hatte folgende Ergebnisse:[3]

  • Schlagsdorfer Bürgergemeinschaft 2009: 5 Sitze
  • Neue Freie WG Schlagsdorf: 4 Sitze
  • CDU: 1 Sitz

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Über blauem Schildfuß, darin zwei silberne Wellenleisten, gespalten; vorn in Gold ein grüner vierblättriger Lindenzweig; hinten in Rot ein silbernes Hochkreuz, überhöht von einer goldenen Krone.“[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Schlagsdorf

Tourismus[Bearbeiten]

Im Nordteil des Biosphärenreservates Schaalsee, in dessen Zentrum sich Schlagsdorf befindet, entwickelte sich in den letzten Jahren zunehmend der sanfte Tourismus.

Museum Grenzhus[Bearbeiten]

Das Grenzhus in Schlagsdorf befindet sich im ehemaligen Domänenpächterhaus.[5] Hier werden Gegenstände aus dem Alltagsleben an der innerdeutschen Grenze gesammelt, bewahrt und ausgestellt. Hinter der Präsentation in Dioramen, Filmen und Exponaten steht der Wunsch, die innerdeutsche Grenze und die ursächliche Spaltung der ganzen Welt in zwei sich politisch widersprechende Systeme ins Bewusstsein kommender Generationen zu rücken. Insbesondere wird hier die Frage behandelt: Wie hat die innerdeutsche Grenze das Leben der Menschen beeinflusst? Zusätzlich zeigt eine Außenanlage aus originalen Bauteilen den schematischen Aufbau der ehemaligen innerdeutschen Grenze von beiden Seiten: Ost und West.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schlagsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Mecklenburgisches Urkundenbuch Band I, Urkunde Nr. 65
  3. Wahlergebnis auf www.rehna.de
  4. 2. Satzung zur Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde Schlagsdorf vom 14.01.2010 (PDF; 58 kB)
  5. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3), Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, Band 2, S. 825–828.