Schlatt ZH

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ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schlattf zu vermeiden.
Schlatt
Wappen von Schlatt
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Winterthurw
BFS-Nr.: 0226i1f3f4
Postleitzahl: 8418
Koordinaten: 704684 / 25846347.4686078.827219656Koordinaten: 47° 28′ 7″ N, 8° 49′ 38″ O; CH1903: 704684 / 258463
Höhe: 656 m ü. M.
Fläche: 9.03 km²
Einwohner: 738 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 82 Einw. pro km²
Website: www.schlatt-zh.ch
Oberschlatt

Oberschlatt

Karte
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Kirche von Schlatt
Dorfkern von Oberschlatt mit traditionellen Fachwerkhäusern

Schlatt (bis 1999 Schlatt bei Winterthur genannt) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich in der Schweiz.

Sie besteht aus den Ortschaften Unterschlatt, Oberschlatt, Waltenstein und Nussberg.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Silber ein blauer Doppeladler mit roten Fängen

Geographie[Bearbeiten]

Schlatt liegt im Osten des Kantons Zürich, zwischen den Städten Winterthur und Turbenthal. Schlatt gehört zum Zürcher Oberland.

Von der Gemeindefläche dienen 46.6 % der Landwirtschaft, 45.6 % ist Waldgebiet und 0,7 % sind Gewässerfläche; 2,9 % ist Verkehrsfläche und 3,6 % Siedlungsgebiet.[2]

Die Gemeinde Schlatt grenzt im Norden an Elsau, im Osten an Hofstetten, im Südosten an Turbenthal, im Südwesten an Zell und im Westen an die Bezirkshauptstadt Winterthur.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Religionen und Konfessionen[Bearbeiten]

Zur Zeit der letzten Erhebung im Jahr 2000 waren von den Einwohnern mit wirtschaftlichem Wohnsitz in Schlatt 74,9 % reformierter Konfession, 12,3 % katholisch und 10,2 % konfessionslos. Die übrigen 2,6 % sind entweder Anhänger anderer Glaubensrichtungen oder haben keine Angabe gemacht.

  • Bewohnte Gebäude: 181
  • Einfamilienhäuser: 99
  • Mehrfamilienhäuser: 19
  • Übrige Wohngebäude: 63
  • Haushalte: 221

(Stand: Volkszählung 2000)

Geschichte[Bearbeiten]

Die vier Dörfer Unterschlatt, Oberschlatt, Waltenstein und Nussberg, welche die heutige Gemeinde Schlatt bilden, dürften alemannischen Ursprungs sein. Den ersten schriftlichen Hinweis liefern uns zwei Schenkungsurkunden an das Kloster St. Gallen. Die ältere erwähnt 744 den Ort Nuzperech (Nussberg), die andere nennt 754 Slâte und meint damit Unterschlatt. Diesen klösterlichen Besitz verwalteten die Herren von Schlatt (1094 wird Freiherr Hesso von Slâte genannt), welche die Burg über der Kirche bis 1361 bewohnten. In der Folge wechselte diese mehrmals den Besitzer, bis sie 1568 zum Pfarrhaus umgebaut wurde.

Die Kirche wird 1241 als Eigentum des Ritters Konrad von Schlatt erwähnt, von 1475 an ernannte Zürich den Pfarrer. Auf die Freiherren von Schlatt geht auch das heutige Gemeindewappen zurück; in Silber ein blauer Doppeladler mit roten Fängen. Oberschlatt gehörte zur Herrschaft Elgg, die 1452 mit der Grafschaft Kyburg an Zürich kam. Für den zürcherischen Landvogt amteten vor allem Angehörige der seit 1543 in Oberschlatt ansässigen Familie Furrer als Weibel oder Vogt. Waltenstein ging ursprünglich auf einen einzigen grossen Gutshof zurück. 1277 verlieh das Kloster St. Gallen die Vogtei Waltistal an die Edlen von Teufen, 1279 kam sie in österreichische Hände. Wie Oberschlatt gelangte Waltenstein 1452 in zürcherischen Besitz.

Name[Bearbeiten]

Der Name Schlatt stammt aus dem alemannischen Slâte (Schilf, Bodensenkung oder sumpfiger Wald)

Kunst, Kultur[Bearbeiten]

Schule[Bearbeiten]

Schlatt verfügt über eine eigene Primarschule, in der zurzeit etwa 95 Schüler unterrichtet werden. Die Oberstufe besuchen die Schüler in Elsau (Volksschule) bzw. in Winterthur (Gymnasium). Schlatt unterhält seit mehreren Jahren zwei Grundstufen, welche die Vorschule mit der ersten Klasse in die Schule integriert.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Urs Schäfer (Stand 2013).

Sonstiges[Bearbeiten]

  • In der Gemeinde ist verschiedenstes Gewerbe, wie z.B. Coiffeure, Autogarage, Schmied, Getränkelieferant, Architekt, Treuhandbüros und Fahrschulen ansässig.
  • Die Postautolinie 680 verbindet Schlatt und Oberschlatt mit Winterthur und Elgg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Martin Gubler, Kunstdenkmäler der Schweiz Band 76 "Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 7 Der Bezirk Winterthur Südlicher Teil" Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK Bern 1986 ISBN 3-7643-1786-8 S. 240–266.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schlatt ZH – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/daten/gemeindeportraet.html