Schleberoda

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51.23305555555611.8202Koordinaten: 51° 13′ 59″ N, 11° 48′ 0″ O

Schleberoda
Höhe: 202 m
Fläche: 4,17 km²
Einwohner: 178 (31. Dez. 2007)
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 06632
Vorwahl: 034464

Schleberoda ist ein Stadtteil von Freyburg (Unstrut) im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten]

Schleberoda liegt zwischen Halle (Saale) und Weimar.

Geschichte[Bearbeiten]

Dorfplatz mit Bauernstein

Schleberoda wurde urkundlich erstmals 1308 als Slaverenrode urkundlich erwähnt, was soviel bedeutet wie die Rodung eines Sorben mit Namen Slavomir. Die als Sackgassenort gegründete Rodungssiedlung geriet im ausgehenden Mittelalter in direkte Abhängigkeit vom Rittergut Kirchscheidungen. Seit 1525 besaß die Familie von Rockhausen den Ort. 1550 mussten Levin und Mattes von Rockhausen die Gerichtsbarkeit auf der Feldflur Schleberoda an das Amt Freyburg abgeben und behielten diese noch im Dorf (bis 1748). Durch Verkauf ging der Ort an die Adelsfamilie von der Schulenburg auf Burgscheidungen und Kirchscheidungen. Die Ortsgeschichte blieb mit den von der Schulenburg bis zur Enteignung der Besitzerfamilie 1945 eng verbunden.

1815 gelangte Schleberoda an das Herzogtum Sachsen und ein Jahr später an den Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen.

Im Ort haben einige typische Bauernhäuser mit Scheunen aus Stampflehn und mehrere Dreiseithöfe die Jahrhunderte überdauert. Sehenswert ist u.a. auch der Kirchturm, der durch seinen Giebelansatz und den zugemauerten Triumphbogen auf einen wesentlich älteren Bau aus der Romanik verweist. Die barocke Umgestaltung des Kirchenschiffes erfolgte 1705.

Am 1. Juli 2009 wurde Schleberoda in die Stadt Freyburg (Unstrut) eingemeindet.[1]

Verkehr[Bearbeiten]

Südlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 176, die von Weißenfels und Freyburg (Unstrut) führt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schleberoda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Das Gebiet an der unteren Unstrut (= Werte unserer Heimat. Band 46). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1988, S. 158f.