Schleching

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schleching
Schleching
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schleching hervorgehoben
47.7212.396111111111569Koordinaten: 47° 43′ N, 12° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 569 m ü. NHN
Fläche: 45,1 km²
Einwohner: 1702 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83259
Vorwahl: 08649
Kfz-Kennzeichen: TS
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 141
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1
83259 Schleching
Webpräsenz: www.schleching.de
Bürgermeister: Josef Loferer (CSU)
Lage der Gemeinde Schleching im Landkreis Traunstein
Chiemsee Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Rosenheim Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn Waginger See Wonneberg Waging am See Vachendorf Unterwössen Übersee (Chiemgau) Trostberg Traunstein Traunreut Tittmoning Taching am See Tacherting Surberg Staudach-Egerndach Siegsdorf Seeon-Seebruck Schnaitsee Schleching Ruhpolding Reit im Winkl Pittenhart Petting (Gemeinde) Palling Obing Nußdorf (Chiemgau) Marquartstein Kirchanschöring Kienberg (Oberbayern) Inzell Grassau Grabenstätt Fridolfing Engelsberg Chieming Bergen (Chiemgau) Altenmarkt an der Alz Österreich Österreich ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Schleching ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein an der Grenze zu Tirol.

Geografie[Bearbeiten]

Schleching mit Kampenwand und Hochplatte

Lage[Bearbeiten]

Schleching liegt im Chiemgau, speziell im Achental südlich des Chiemsees. Es liegt mitten im weiten Achental, umgeben von hohen Bergen. Zu nennen sind vor allem die Hochplatte, der Hochgern und der Blumenberg des Achentals mit seinem Naturschutzgebiet, der Geigelstein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Schleching hat zwölf amtlich benannte Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Benachbarte Gemeinden sind im Norden Grassau und Marquartstein, im Osten Unterwössen, im Westen Aschau und im Süden Kössen (Österreich).

Geschichte[Bearbeiten]

In Schenkungsurkunden der Klöster Baumburg bei Altenmarkt und St. Peter in Salzburg, sowie vom Domkapitel Salzburg aus der Zeit von 1122 bis 1147 wird der Ort Slehingin zum ersten Mal erwähnt. Als unfreie Bauern waren die meisten bis Anfang des 19. Jahrhunderts Grunduntertanen des bayerischen Herzogs und des Salzburger Erzbischofs mit seinem Domkapitel. Landesherr war von jeher der bayerische Herzog.

Kirchlich wurde Schleching im Jahre 1709 zur Kuratie und 1921 zur selbständigen Pfarrei erhoben.

Am 1. April 1938 wurden Gebietsteile an die neue Gemeinde Marquartstein abgetreten.[3]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 21. Oktober 1926 durch das Staatsministerium des Innern verliehen.

Blasonierung: „In Gold die Halbfigur des heiligen Bischofs Remigius in blauem Pluviale mit dem goldenen Pedum in der Linken und einem Ölgefäß, über dem eine weiße Taube ihm zufliegt, in der Rechten.“

Der heilige Remigius ist der Patron der Pfarrkirche und des Dorfes Schleching. Der Heilige wurde als Wappenfigur gewählt, um an das hohe Alter des Ortes und die Christianisierung des bajuwarischen Gebiets durch fränkische Missionare an der Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert zu erinnern. Ein Aspekt war auch, durch die Heiligenfigur einen sinnfälligen Bezugspunkt für den Heimatkundeunterricht zu schaffen. In der Zeit des Nationalsozialismus waren Heilige in Ortswappen nicht gern gesehen. Auch das Schlechinger Wappen wurde 1938 beanstandet und sollte abgeändert werden. Das Vorhaben gelangte aber nicht zur Durchführung.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 16. August 1954 genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Hammerschmiede im Ortsteil Raiten von 1697

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Remigius von Abraham Millauer, erbaut 1735-58
  • Friedhof mit zahlreichen schmiedeeisernen Grabkreuzen
  • Wallfahrtskirche Maria zu den sieben Linden im Ortsteil Raiten
  • Wallfahrtskirche St. Servatius auf dem Streichen, auch bekannt als Streichenkirche, mit Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie Schnitzaltären aus dem 16. Jahrhundert und einem wertvollen Kastenaltar um 1410

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Schleching

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die nächstliegende Autobahn ist die BAB A8 zwischen Salzburg (Österreich) und München. Man erreicht Schleching über die Abfahrten Bernau (aus Richtung Westen, München) oder Grabenstätt (aus Richtung Osten, Salzburg). Die nächsten Flughäfen sind München (ca. 100 km) und Salzburg (ca. 65 km), beide mit Bahnanschluss. Nächste Bahnstationen liegen in Bernau am Chiemsee, Übersee am Chiemsee und Prien am Chiemsee an der Hauptstrecke München-Salzburg. Von dort gelangt man mit folgenden Busverbindungen nach Schleching:

  • ab Bahnhof Übersee mit dem RVO-Bus Linie 9509 nach Schleching oder
  • ab Bahnhof Prien mit dem RVO-Bus Linie 9505 Richtung Reit im Winkl, Umsteigen in Marquartstein, Richtung Schleching.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111109/165501&attr=OBJ&val=567
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schleching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien