Schleitheim
| Schleitheim | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Schaffhausen (SH) |
| Bezirk: | Schleitheim |
| BFS-Nr.: | 2952 |
| Postleitzahl: | 8226 |
| Koordinaten: | 678336 / 28923147.748968.4832467Koordinaten: 47° 44′ 56″ N, 8° 29′ 0″ O; CH1903: 678336 / 289231 |
| Höhe: | 467 m ü. M. |
| Fläche: | 21.63 km² |
| Einwohner: | 1695 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 78 Einw. pro km² |
| Website: | www.schleitheim.ch |
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Schleitheim |
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| Karte | |
Schleitheim ist eine politische Gemeinde des Kantons Schaffhausen in der Schweiz.
‚Schleitheim‘ wird im lokalen Dialekt als ‚Schlaate‘ ausgesprochen.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Schleitheim liegt direkt an der Grenze zu Deutschland, in der Nähe von Stühlingen, und am westlichen Rand des Randens.
Politik [Bearbeiten]
Der Gemeindepräsident ist Hansruedi Stamm (Stand 2010).
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die Gemeinde lebt vom Gewerbe und der Landwirtschaft.
Verkehr [Bearbeiten]
Die an Deutschland (Gemeinde Stühlingen) grenzende Gemeinde war der Endpunkt der ehemaligen Strassenbahn Schaffhausen–Schleitheim.
Strassenverbindungen existieren nach Oberwiesen – Staatsgrenze beziehungsweise Schaffhausen sowie Ortsverbindungen nach Beggingen und Hallau.
Im öffentlichen Nahverkehr wird Schleitheim durch die Autobusse des Regionalverkehrs Schaffhausen (RVSH) bedient. Dieses Unternehmen tritt unter der Marketingbezeichnung SchaffhausenBus auf und ging aus der früheren Gesellschaft Autoverbindung Schaffhausen-Schleitheim (ASS) hervor. Diese wiederum folgte der Gesellschaft Strassenbahn Schaffhausen-Schleitheim (StSS) nach.
Ein Radweg führt durch die raren Weinberge nach Oberwiesen und dem Grenzübergang an der Wutach. Für Mountainbiker interessant ist der Weg auf den Schlossranden von Schleitheim über den Strickhof bis zum ‚Schlaatemer‘ Randenturm.
Geschichte [Bearbeiten]
Schleitheim war bereits in römischer Zeit besiedelt und trug damals den Namen Juliomagus. Historische Bedeutung erlangte Schleitheim unter anderem als Abfassungsort der unter Federführung von Michael Sattler entstandenen Schleitheimer Artikel von 1527, dem ältesten Glaubensbekenntnis der reformatorischen Täufer.
Im Jahr 1530 gingen Schleitheim und Beggingen im Tausch gegen Grafenhausen und Birkendorf von der Landgrafschaft Stühlingen an die Stadt Schaffhausen über.[2]
Wappen [Bearbeiten]
- In rot schwarzer Stierkopf.
1569 findet sich als das Schleitheimer Wappen einen ganzen, roten Ochsen auf weissem Hintergrund. Kurze Zeit später findet man den weissen Stier mit gelben Hörnern in rot. Der Ochse als Wappentier stammt von Ludwig Ochs, dem ersten Obervogt (1559–1569) von Schleitheim. Vermutlich wurde es aus mangelndem Wissen über die Herkunft des Wappen als Gemeindewappen interpretiert, da es auf den amtlichen Dokumenten zu finden war. Auf einem Siegel 1792 findet sich erstmals der Stierkopf auf rot schraffiertem Grund. Bei der Bereinigung 1949 wurde der Gemeindeversammlung die beiden Varianten, ganzer Ochs oder nur sein Kopf, vorgeschlagen, wobei letzteres sich durchsetzte. Für die Tinktur wurde diejenige aus dem 16. Jahrhundert gewählt.[3]
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Gipsmuseum Schleitheim
- Ortsmuseum Schleitheim
- Thermen-Museum Juliomagus
- Schleitheimer Randenturm mit Ruine der Randenburg
Literatur [Bearbeiten]
- Anke Burzler: Das frühmittelalterliche Schleitheim - Siedlung, Gräberfeld und Kirche, (Schaffhauser Archäologie, Band 5), Schaffhausen 2002, ISBN 3-9521-8682-1.
- Eckhard Deschler-Erb: Römische Kleinfunde und Münzen aus Schleitheim - Iuliomagus, (Beiträge zur Schaffhauser Archäologie, Band 4), Schaffhausen 2010, ISBN 978-3952-1868-86.
- Jürg E. Schneider: Turicum, Vitudurum, Iuliomagus = Zürich, Winterthur und Schleitheim. Drei römische Siedlungen in der Ostschweiz, Zürich 1988, ISBN 3-8593-2002-5.
- René Steiner: Stühlingen und Schleitheim. Zwei Grenzgemeinden, in: Schaffhauser Magazin 26 (2003), No. 4, S. 5-47.
- Christian Wanner: Geschichte von Schleitheim, Schleitheim 1985.
- Hans Wanner: "Schlaathe". Beiträge zur Geschichte, Geographie und Wirtschaft von Schleitheim, Schleitheim 1979.
Weblinks [Bearbeiten]
Portal: Kanton Schaffhausen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Kanton Schaffhausen
- Offizielle Website der Gemeinde Schleitheim
- Infos zum Gipsmuseum Schleitheim
- Iuliomagus im Historischen Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
- ↑ grafenhausen.de: Geschichte. Abgerufen am 21. Juli 2012
- ↑ Bruckner-Herbstreit, Berty: Die Hoheitszeichen des Standes Schaffhausen und seiner Gemeinden, Reinach-Basel 1951, S. 271-274.
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Ehemalige Gemeinde: Guntmadingen
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