Schleswig-Holstein-Sonderburg-Franzhagen

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Die Linie Schleswig-Holstein-Sonderburg-Franzhagen war eine kurzlebige Bezeichnung der Hauptlinie des herzoglichen Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg, nach dessen Konkurs 1667. Ihr Name leitete sich vom Schloss Franzhagen bei Schulendorf im Herzogtum Sachsen-Lauenburg ab. Das Schloss wurde von Eleonore Charlotte v. Sachsen-Lauenburg-Franzhagen geerbt, die es mit in die Ehe mit ex-Herzog Christian Adolf I. brachte. Der Sonderburger Linie blieb nach ihrem Konkurs auf den Franzhagener Besitz reduziert. 1716 wurde das Schloss Franzhagen abgebrochen.

Liste der Herzöge[Bearbeiten]

Regierungszeit Name Bemerkung
1676–1702 Christian Adolf I. Ehemaliger Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg, wurde 1667 für Konkurs erklärt; der einstige Stammsitz Schloss Sonderburg ging darauf an die dänische Krone. Seine Gattin ab 1676 Eleonore Charlotte v. Sachsen-Lauenburg-Franzhagen brachte das namensgebende Schloss Franzhagen mit in die Ehe.
1702–1707 Leopold Christian Sohn, unebenbürtige morganatische Heirat mit Anna Sophia Segelke, die Kinder waren nicht erbfähig.
1707–1708 Ludwig Karl Bruder, verheiratet mit der unebenbürtigen Anna Barbara Dorothea von Winterfeld, deren Kinder sind als Adelige für ein Gut (Allod) erbberechtigt.
1708–1709 Christian Adolf II. minderjähriger Sohn und Erbe (Linie erloschen).

Die wirklich Regierungsgewalt ab 1702 hatte Eleonore Charlotte von Sachsen-Lauenburg Frau von Christian Adolf I., da die Söhne unter ihrem Stand geheiratet hatten. Anna Barbara Dorothea von Winterfeld behielt bis zu ihrem Tod in 1739 nur ein Haus in Billwerder.

Siehe auch[Bearbeiten]