Schließe meine Augen, begehre oder töte mich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Schließe meine Augen, begehre oder töte mich
Originaltitel Close My Eyes
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1991
Länge 104 Minuten
Stab
Regie Stephen Poliakoff
Drehbuch Stephen Poliakoff
Produktion Thérèse Pickard
Musik Michael Gibbs
Kamera Witold Stok
Schnitt Michael Parkinson
Besetzung

Schließe meine Augen, begehre oder töte mich (Close My Eyes) ist ein englisches Inzestdrama.

Handlung[Bearbeiten]

Natalie und ihr jüngerer Bruder Richard haben seit dem Tod ihrer Eltern mangels anderer Verwandten oder Freunde nur noch einander, um sich die Dinge zu erzählen, die ihnen wirklich am Herzen liegen.

Während Richard das Leben nicht so ernst nimmt, ein turbulentes Liebesleben hat und auch beruflich erfolgreich ist, sucht Natalie nach „Mr. Right", der sie glücklich machen soll. Sie scheitert daran ebenso immer wieder wie an ihrer beruflichen Erfüllung. Die Beziehung der Geschwister zueinander wird über viele Jahre hin verfolgt.

Zu dem Zeitpunkt, als Richard beruflich und auch privat etwas zur Ruhe kommt, scheint auch Natalie endlich das zu finden, was sie so lange gesucht hat.

Der exzentrische, ununterbrochen redende, zu allem einen Kommentar abgebende, äußerst wissbegierige und ständig essende, um nicht zu sagen schlingende und obendrein steinreiche Sinclair (Alan Rickman) scheint die Erfüllung all ihrer Wünsche zu sein. Er bietet ihr ein bildschönes Heim, finanzielle Freiheit und Liebe. Richard fehlt bei der Hochzeit, erscheint aber an Natalies Geburtstag mit großer Verspätung - und es geschieht das, was nicht passieren durfte: Natalie und Richard beginnen eine Affaire, obwohl Natalie ihren Mann eigentlich liebt.
Sie hat sich im Laufe der Zeit sogar seine Sprechweise angewöhnt, was ihrem Bruder sofort auffällt. Als er sie daraufhin anspricht, meint sie lächelnd, ob sie denn nicht immer so gesprochen habe. Gegen die sexuelle Anziehung versucht sich Natalie zu wehren. Jeder Kuss wird als „der letzte" bezeichnet, jede Berührung als „nur noch dieses eine Mal". Als die beiden schließlich miteinander im Bett landen, sind sie sich einig, dass es „nie wieder geschehen wird". Doch sie scheinen machtlos gegen ihr sexuelles Verlangen. Als sie unvorsichtig werden und Natalie ihrem Gatten eine Geschäftsreise vortäuscht, sie aber im angegebenen Hotel nicht zu erreichen ist, wird Sinclair misstrauisch - spätestens nachdem er sämtliche Hotels in diesem Ort angerufen hat. Er durchsucht ihre Sachen, hält dann aber inne und zieht sich zurück. Als sie von ihrer sogenannten Geschäftsreise zurückkehrt (tatsächlich war sie mit ihrem Liebhaber in derselben Stadt in einer Wohnung seiner Eltern, die gerade verreist sind), fragt er auch nur vorsichtig nach, ohne wirklich nachzubohren. Er will seine Augen vor den offensichtlichen Tatsachen verschließen.

Als Richard überraschend Natalie daheim besuchen will, trifft er nur Sinclair an, der ihn zu einem Picknick einlädt, das er nur sehr zögernd annimmt, da er von Natalie weiß, dass ihr Ehemann wohl misstrauisch geworden ist. Er kann die Bootsfahrt mit anschließendem Picknick nicht genießen, erst recht nicht, als Sinclair ihn schließlich auffordert, ihm den Namen des Liebhabers seiner Frau preiszugeben. Richard behauptet nichts zu wissen und beteuert, dass Natalie sicher keinen Geliebten habe. Sinclair glaubt ihm das nicht.

Die ganze Situation eskaliert, als Sinclair beschließt, mit seiner Frau für einige Zeit in die Staaten zu ziehen. Er bemerkt Richard gegenüber, dass sie da abgelenkt wäre durch all die neuen Eindrücke. Richard hingegen will, dass sie sich von ihrem Mann trennt und mit ihm zusammen fortzieht.

Bei der großen Abschiedsparty, die Sinclair und Natalie geben, zerrt Richard seine Schwester in einem unbeobachteten Moment weg und scheint sie ermorden zu wollen, da er erkannt haben will, dass sie ihn offenbar die ganze Zeit über nur benutzt und manipuliert hat, um zu sich selbst zu finden. Sinclair, dem die Abwesenheit der beiden aufgefallen ist, wird unruhig. Als die beiden leicht lädiert und verstört zurückkehren, erklärt er die Party für beendet.

Richard äußert sich den beiden gegenüber verwundert, dass Sinclair trotz allem so ruhig bleibt. Am Schluss wird klar, dass der betrogene Ehemann einfach nicht wahrhaben wollte und will, was tatsächlich geschehen ist.

Auszeichnung (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]