Schlier (Gestein)

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Schlier, Cerová Lieskové im slowakischen Teil des Wiener Beckens (Länge des Geologischen Hammers: 28 cm)

Schlier ist eine in der regionalen Alpengeologie von Deutschland und Österreich verwendete Bezeichnung für ein, meist geschiefertes, blaugraues Sediment, das aus schluffigen oder feinsandigen Mergel (kalkhaltiger Ton) besteht.[1][2] Schlier bildet regional den Hauptbestandteil der Molasse, die in den alpinen Tertiärbecken abgelagert wurde.[3]

Ähnlich wie Lehm, besitzt der Schlier aufgrund seiner Mineralzusammensetzung eine gute Speicherfähigkeit und bildet meist fruchtbare Böden aus.

Der Begriff findet sich in mehreren Ortsnamen, wo das Gestein vorkommt, u.a. in Schlierbach (Stift in Oberösterreich) und im Schliersee (Bayern).

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Definition von Schlier im Glossar der Webseite der Geologischen Bundesanstalt Österreich
  2. Geologische Karte von Österreich 1:50.000 – Erläuterungen Blatt 37 Mautern. (PDF; 4,9 MB) Abgerufen am 30. November 2007.
  3. Wiener Biosphärenpark Wienerwald – Geologie des Wienerwaldes. Abgerufen am 30. November 2007.