Schlierbach (Haut-Rhin)

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Schlierbach
Wappen von Schlierbach
Schlierbach (Frankreich)
Schlierbach
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Mulhouse
Kanton Sierentz
Koordinaten 47° 41′ N, 7° 24′ O47.6827777777787.4083333333333264Koordinaten: 47° 41′ N, 7° 24′ O
Höhe 244–346 m
Fläche 11,80 km²
Einwohner 1.153 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 98 Einw./km²
Postleitzahl 68440
INSEE-Code

Schlierbacher Rathaus

Schlierbach ist eine französische Gemeinde mit 1153 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse, zum Kanton Sierentz und zum Gemeindeverband Pays de Sierentz.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schlierbach liegt im Sundgau, etwa zehn Kilometer südsüdwestlich von Mülhausen. Sie hat im Osten einen Anteil am flachen, im Rheintal liegenden Harthwald (Forêt de la Harth sud). Das Gemeindegebiet umfasst 11,8 Quadratkilometer. Der höchste Punkt liegt auf 346 m Höhe über dem Meeresspiegel, der tiefste auf 244 m.

Nachbargemeinden von Schlierbach sind Dietwiller im Norden, Kembs im Osten, Geispitzen und Kœtzingue im Süden, Steinbrunn-le-Bas im Südwesten sowie Landser im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals als Slierbach in einem Dokument vom 15. April 877 erwähnt, das im Kloster Sankt Gallen aufbewahrt wird. Slier dürfte Sumpf oder Schlamm bedeuten. Von Kriegswirren blieb Schlierbach nicht verschont, beispielsweise zwischen 1445 und 1468 sowie im Jahr 1633, während des Dreißigjährigen Krieges.

1648 wurde im Vertragswerk des Westfälischen Friedens festgelegt, dass das Sundgau, in dem sich auch Schlierbach befindet, französisch werden sollte.

1814 endete der Krieg unter Kaiser Napoleon, und es gab eine Invasion aus Deutschland.

1940 bekamen die Schlierbachois bzw. Schlierbacher den Zweiten Weltkrieg zu spüren und mussten evakuiert werden. Sie wurden in einem Dorf namens Lauzun an der Garonne untergebracht. Nach der Befreiung am 20. November 1944 kehrten die Bewohner zurück.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 527 545 613 705 801 930 1053

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche St. Leodegar

Eine frühe Kirche in Schlierbach war dem Heiligen Leodegar geweiht, die Pfarrei gehörte zur Abtei Murbach und wurde zwischen 1443 und der Französischen Revolution von Lützel aus verwaltet. Der Sockel des 1576 neu errichteten Kirchturms bildete den Chor der Vorgängerkirche aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Das Kirchenschiff entstand 1823. Den Hauptaltar mit zwei Barockstatuen der Heiligen Peter und Paul ziert ein Gemälde von Jean-Jacques Bulffer (1744-1819), das den Heiligen Leodegar darstellt. Die Stiehr-Orgel stammt aus dem Jahr 1863.

Das 1724 erbaute Pfarrhaus wurde mit einem Keller ausgestattet, in dessen Gewölben vermutlich der Zehnt gelagert wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schlierbach (Haut-Rhin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien