Schlierbach LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schlierbachf zu vermeiden.
Schlierbach
Wappen von Schlierbach
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Sursee
BFS-Nr.: 1100i1f3f4
Postleitzahl: 6231
Koordinaten: 650974 / 23060947.2244428.111666697Koordinaten: 47° 13′ 28″ N, 8° 6′ 42″ O; CH1903: 650974 / 230609
Höhe: 697 m ü. M.
Fläche: 7.23 km²
Einwohner: 755 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 104 Einw. pro km²
Website: www.schlierbach.ch
Karte
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Schlierbach ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Sursee des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt auf einem Hügelzug östlich des Surentals im Nordosten von Büron. Der Ortsteil Wetzwil (728 m.ü.M.) liegt 2,5 km südöstlich des Dorf an der Strasse von Geuensee nach Rickenbach . Zu Schlierbach gehören auch die Weiler Weiherbach 1,1 km östlich und Brämhüser 2,2 km nordöstlich des Dorfs. Der Ortsteil Etzelwil liegt zwischen dem Dorf und Brämhüser.

Schlierbach grenzt an Büron, Geuensee, Rickenbach LU und Triengen im Kanton Luzern - sowie an Schmiedrued im Kanton Aargau.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon zur Römerzeit war der Ort besiedelt, wie Überreste eines römischen Gebäudes beweisen. Erste Erwähnung der Gemeinde als Slierbach im Jahr 1178. Der Ort gehörte zur Herrschaft Büron. Diese wiederum gehörte zur Grafschaft Willisau und somit bis 1407 zum Einflussbereich der Habsburger. In diesem Jahr erwarb die Stadt Luzern die Grafschaft Willisau. Nachdem Luzern 1455 von Hemmann von Rüsseegg auch die niedere Gerichtsbarkeit erworben hatte, war Schlierbach bis 1798 Teil der Landvogtei Büron-Triengen. Von 1798 bis 1803 gehörten die Ortsteile Schlierbach und Etzelwil zum Distrikt Sursee, während der Ortsteil Wetzwil dem Distrikt Beromünster zugeteilt war. Seither sind alle Ortsteile im damals neu geschaffenen Amt Sursee. Die Gemeinde entstand im heutigen Umfang erst im Jahr 1844 durch Zusammenlegung der Orte Schlierbach, Etzelwil und Wetzwil.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 653
1880 522
1910 405
1930 410
1941 478
1970 466
1980 521
1990 536
2000 567
2004 594

Da die Gemeinde im heutigen Umfang erst seit 1844 existiert, gibt es keine exakten Bevölkerungszahlen aus der Zeit vor 1850. Von 1850 bis 1910 führte eine massive Abwanderungswelle in die Industriezentren zu einem starken Bevölkerungsverlust (1850-1910: -38,0 %). Danach stieg sie trotz zwei Zeitspannen des Bevölkerungsstillstands bis 1980 wieder deutlich an (1910-1980: +28,3 %). Dieses Wachstum hat sich seither vergrössert - so dass die Zahl der Bewohner heute bei rund 600 Personen liegt.

Sprachen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Umgangssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 95,24 % Deutsch, 3,00 % Albanisch und 0,53 % Französisch als Hauptsprache an.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

In früherer Zeit waren alle Bewohner Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Heute (Stand 2000) gibt es 85,89 % römisch-katholische und 4,41 % evangelisch-reformierte Christen. Daneben findet man 3,70 % Konfessionslose und 3,17 % Muslime (Albaner).

Herkunft - Nationalität der Bewohner[Bearbeiten]

Von den 614 Einwohnern Ende 2006 waren 569 Schweizer und 45 (=7,3 %) Ausländer. Anlässlich der letzten Volkszählung waren 94,18 % (einschliesslich Doppelbürger 94,89 %) Schweizer Staatsangehörige. Die wenigen Einwanderer stammen grösstenteils aus Serbien-Montenegro (meist Albaner). Ausserdem gibt es einzelne Personen aus Portugal, Italien und Sri Lanka.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist tagsüber durch die Postautolinie Sursee-Schlierbach-Etzelwil erschlossen. Nachts ersetzt ein PUBLICAR (Rufbus) diese Linie. Die Gemeinde liegt an der Nebenstrasse Sursee-Schlierbach-Schmiedrued-Schöftland. Der nächstgelegene Autobahnanschluss ist Sursee an der A2 in 7 km Entfernung.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schlierbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)