Schliesharde

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Die Schliesharde oder Schleiharde (dänisch: Slis Herred) war eine Harde in Schleswig. Noch heute ist sie als Landschaftsbezeichnung bekannt. Sie liegt zwischen Kappeln und Brodersby am Nordufer der Schlei.

Die Halbinsel Angeln bestand in der Wikingerzeit aus zunächst fünf Harden. Diese waren im Istathesyssel zusammengefasst. Später kommt die Schliesharde zum Amt Gottorf, dem spätere Landkreis Schleswig.

In König Valdemars Erdbuch wird die Schliesharde 1231 unter anderem mit den Dörfern Rabenkirchen und Faulück, Grödersby, Dollrott, Scheggerott und Süderbrarup genannt. Das Symbol der Schliesharde ist ein Hering mit Wellenzeichen, wie er auch in den Wappen Angelns und der Gemeinde Goltoft vorkommt. Der schwimmende Fisch deutet wahrscheinlich auf den ehemaligen Fischreichtum der Schlei hin.

Ulsnis mit Hestoft und Kius und zwei Höfe aus Gunneby gehörten zeitweise zur Vogtei Ulsnis, die wiederum dem Domkapitel in Schleswig unterstand.