Schlitzblatt-Karde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schlitzblatt-Karde
Blütenköpfe der Schlitzblatt-Karde (Dipsacus laciniatus)

Blütenköpfe der Schlitzblatt-Karde (Dipsacus laciniatus)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Kardengewächse (Dipsacoideae)
Gattung: Karden (Dipsacus)
Art: Schlitzblatt-Karde
Wissenschaftlicher Name
Dipsacus laciniatus
L.

Die Schlitzblatt-Karde (Dipsacus laciniatus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Karden (Dipsacus) in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae). Sie gilt in Österreich als heimisch, in Deutschland hingegen als eingebürgerter Neophyt. Die Schlitzblatt-Karde ähnelt der Wilden Karde (Dipsacus fullonum).

Merkmale[Bearbeiten]

Die Schlitzblatt-Karde ist eine zweijährige oder mehrjährige hapaxanthe Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 120, selten bis 200 Zentimeter erreicht. Die Stängel sind dickstachelig. Die Stängelblätter sind am Grund paarweise schüsselförmig verwachsen (Wasserbehälter, sogenannte Phytotelma), fiederspaltig und am Rand borstig bewimpert. Die Hüllblätter sind verlängert und stehen weit ab. Die Blütenköpfe sind kegelförmig. Die Blüten sind weiß.

Blütezeit ist von Juli bis August.

Die Chromosomenzahl beträgt n = 9.[1]

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Schlitzblatt-Karde kommt im warmen bis warmgemäßigten Europa und West-Asien an frischen bis feuchten Ruderalstellen und Waldrändern vor. Sie ist nährstoffanspruchsvoll.

In Österreich tritt die Art selten in den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich, Nordtirol und Wien sowie unbeständig in Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark in der collinen Höhenstufe auf und gilt als gefährdet. Sie tritt hier an Waldrändern, in Auen, auf Ruderalstellen und auf Friedhöfen auf.[2]

Nutzung[Bearbeiten]

Die Schlitzblatt-Karde wird selten als Zierpflanze in Naturgärten genutzt. Die Fruchtstände finden für Kränze und Trockensträuße Verwendung.[3]

Galerie[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.floraweb.de
  2.  Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.
  3.  Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.

Literatur[Bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  •  Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schlitzblatt-Karde – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien